Mittelelbisches Wörterbuch, Band 2 (H-O), Spalte 465
Kerkhoff m. ‘Friedhof’, meist beschränkt auf den
christlichen Begräbnisplatz, 1/2/3: allg. nd., 4: verbr.
omd. – op’n Kirchhowwe HA-Oh; up’m Kachhoff ling
d Di’n begrun
JE2-Scho; in Appendorf, wu weto Jah-
re
(wo wir im vergangenen Jahr) Schtaine von’n Korch-
hoff uteploiet hemm …
Firmenich o.J. 157f. (WA-Ost);
Rda.: de treckt balle nah’n Kirchhoww ‘er/sie wird ster-
ben’ HA-No – in hist. Belegen bezeichnet K. häufig auch
den der Kirche zugehörigen Hof oder ein kirchliches
Landgut (vgl. HWb-Mnd 2,546): … eyne schune, de
up dem kerkhove to Slanstede steyt …
Revers über den
Erhalt eines Burglehens 1370, UB Hochst. Halberstadt
4,136; Steffphen Lange het geg[geuen] syn erue[466]
up dem kerchoff Erasmus, sicud ibi habuit.
1421, SchB-Ze Nr.
61; Item ufm kirchhofe seind 4 heuser. Amt Dessau und
Lippehne 1547–1549, Landreg-Anhalt 1,54.  Dden-
kerkhoff Frdhoff Gottesacker
; s. Kt.
Lautf.: Kerkhoff verbr. nwaltm., OST-Ker Thie, STE-Schö,
verstr. JE2, HA-Hö, vereinz. nw WE, WE-Weh; Kä(r)k- SA-
Han HDo; Kark- WE-Schau; Kirk- GA-Nie; Kirch- verbr.
brdb., CALV-Ve, verbr. HA, verstr. OSCH, WA-West, ver-
einz. WE, BLA-Brau, verstr. CA KÖ DE; [kahof] JE2-Scho;
[grhof] verstr. anhalt.; Kerchhoff SA-Bad, verbr. n GA,
JE2-HSe, verstr. elbostf.; Kärch- QUE-Nei Tha, Mda-Ro;
Karch- verstr. s elbostf.; Korch- JE1-GrLü, ZE-Ra, verstr. s ZE
ö elbostf. mittleres/ö anhalt.; Korrech- Wb-Ak 95; Korsch-
WO-Dru; Körch- WO-He Schn; Körsch- WO-He; Kurch- WO-
Her Ir, ZE-Bur We; Krich- veralt. JE1-Kä, Mda-Ma 65 (JE1-
Dan Lei Prö), ZE-Dü.
Expandiere:
Lemma
Kerkhoff
Grammatische Angabe
m.
Bedeutung
‘Friedhof’, meist beschränkt auf den christlichen Begräbnisplatz
Verbreitung
  • 1/2/3: allg. nd.
  • 4: verbr. omd.
Belege
  • op’n Kirchhowwe HA-Oh
  • up’m Kachhoff ling d Di’n begrun JE2-Scho
  • in Appendorf, wu weto Jahre (wo wir im vergangenen Jahr) Schtaine von’n Korchhoff uteploiet hemm … Firmenich o.J. 157f. (WA-Ost)
  • Rda.: de treckt balle nah’n Kirchhoww ‘er/sie wird sterben’ HA-No
  • in hist. Belegen bezeichnet K. häufig auch den der Kirche zugehörigen Hof oder ein kirchliches Landgut (vgl. HWb-Mnd 2,546): … eyne schune, de up dem kerkhove to Slanstede steyt … Revers über den Erhalt eines Burglehens 1370, UB Hochst. Halberstadt 4,136
  • Steffphen Lange het geg[geuen] syn erue up dem kerchoff Erasmus, sicud ibi habuit. 1421, SchB-Ze Nr. 61
  • Item ufm kirchhofe seind 4 heuser. Amt Dessau und Lippehne 1547
  • 1549, Landreg-Anhalt 1,54.

Kerkhoff