Mittelelbisches Wörterbuch, Band 2 (H-O), Spalte 585
Knwel m. 1. ‘Querholz, mit dem etw. gehalten, ver-
spannt oder festgezogen wird’ 2: Mda-Ze (verstr. ZE),
3: vereinz. s elbostf., 4: Mda-Sti 161. – a. ‘pflockähn-
liches Holzgerät zum Garbenbinden’,  Bindeplock, 2:
SA-Max, STE-Bir Sta, JE1-Wer, vereinz. s JE1, verstr.
ZE, 3: JE1-Ca, WA-Eg, QUE-GrSchie We, verstr. CA,
BE-Gü KlMü, 4: verstr. omd. – gugge m hor was de
d weddor jebunn hasd, d hasde weddor gn Gnewwel
jehad
BE-Il. – Der K., den die Frauen bei der Erntearbeit
am Gürtel tragen, ist etwa 25 cm lang. Mit ihm wird
das Strohseil, welches um die Garben geschlungen ist,
zusammengedreht. Das geknebelte Ende wird dann un-
tergeschoben und der K. wieder herausgezogen. Wb-Be.[586]
– b. ‘drehbarer Riegel, mit dem Türen und Fenster ver-
schlossen werden’ 2: Wb-Altm 266, SA-Rie, Mda-sJe1
18 (vereinz. s JE1), 3: a.a.O. 18 (vereinz. w JE1), Wb-
Holzl 122, 4: Wb-Ak 92f. – c. ‘bewegliches Quereisen
am Ende einer Kette, das zum Befestigen durch einen
Ring geschoben wird’ 2: Wb-Altm* 60, 3: Wb-Holzl
122, HA-Oh, 4: Wb-Ak 92f. – 2. ‘Klöppel der Kuhglok-
ke’ 3: Wb-We* 220.
Lautf.: Knwel ZE-Wei, CA-Brei KlRo Ra; Knebel ZE-Eich
Göd Ke, WA-Eg, QUE-We, BA-Ha, Vk-Anhalta 20 (BE-
GrMü); Knäwel SA-Max; Knäbel STE-Sta; Knepel Wb-We*
220, CA-Schw; Knöwel SA-Rie, STE-Bir; Knäöw’l Wb-Altm*
60, CA-Me; Knäöb’l Wb-Altm 266; Knew(w)el, [knewl] Mda-
sJe1 18 (vereinz. w/s JE1), vereinz. ZE elbostf., Mda-Sti 161,
Wb-Ak 92f., Wb-Be, BE-Schie; [knewl] Mda-Ze (verstr. ZE);
[gnewl] verstr. BE, Mda-Fuhne 14 (DE-Ca); Knebbel JE1-
Flö Schor Walt, vereinz. ZE, OSCH-Di, Wb-We* 220, QUE-
GrSchie, verstr. CA, KÖ-Kö, DE-Lau; Knäwwel, -bb- CA-Ma;
Knöwwel JE1-Da, ZE-Ser, CA-Atz; Knöbbel ZE-Ra, Wb-We
70, CA-Bru; Kneäbbel CA-Mi; Nbff.: Knl JE1-Ist Wer, ZE-Bo
Nu Ro Stra; [knal] Mda-sJe1 18 (vereinz. s JE1).
Expandiere:
Lemma
Knwel
Grammatische Angabe
m.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘Querholz, mit dem etw. gehalten, verspannt oder festgezogen wird’
Verbreitung
  • 2: Mda-Ze (verstr. ZE)
  • 3: vereinz. s elbostf.
  • 4: Mda-Sti 161.
a.
Bedeutung
‘pflockähnliches Holzgerät zum Garbenbinden’,  Bindeplock
Verbreitung
  • 2: SA-Max, STE-Bir Sta, JE1-Wer, vereinz. s JE1, verstr. ZE
  • 3: JE1-Ca, WA-Eg, QUE-GrSchie We, verstr. CA, BE-Gü KlMü
  • 4: verstr. omd.
Belege
  • gugge m hor was de d weddor jebunn hasd, d hasde weddor gn Gnewwel jehad BE-Il.
  • Der K., den die Frauen bei der Erntearbeit am Gürtel tragen, ist etwa 25 cm lang. Mit ihm wird das Strohseil, welches um die Garben geschlungen ist, zusammengedreht. Das geknebelte Ende wird dann untergeschoben und der K. wieder herausgezogen. Wb-Be.
b.
Bedeutung
‘drehbarer Riegel, mit dem Türen und Fenster verschlossen werden’
Verbreitung
  • 2: Wb-Altm 266, SA-Rie, Mda-sJe1 18 (vereinz. s JE1)
  • 3: a.a.O. 18 (vereinz. w JE1), Wb-Holzl 122
  • 4: Wb-Ak 92f.
c.
Bedeutung
‘bewegliches Quereisen am Ende einer Kette, das zum Befestigen durch einen Ring geschoben wird’
Verbreitung
  • 2: Wb-Altm* 60
  • 3: Wb-Holzl 122, HA-Oh
  • 4: Wb-Ak 92f.
2.
Bedeutung
‘Klöppel der Kuhglokke’
Verbreitung
3: Wb-We* 220.