Mittelelbisches Wörterbuch, Band 1 (A-G), Spalte 776
drschkeln Vb. 1. ‘quälen, peinigen, ärgern’ 3: verstr.
elbostf. – du hast mik edrieschackelt CA-Fö. – 2. ‘un-
ablässig, in lebhafter und lästiger Weise um etw. bitten’,
beddeln, 2: WO-Me, 3: verstr. elbostf. – Rda.: drie-
schakelt bet opt Blaut
HA-Sie. – 3. ‘in lästiger Weise[777]
lärmen’ 3: Beiträge-Nd 61 (WO-HWa). – 4. ‘schlagen,
verprügeln’,  verhauen, 2: Wb-Altm 39 und 243, 3:
Wb-We 30 und 31.
Lautf., Gram.: drieschakeln, drschkeln Inf., drieschakelt 3. Sg.
Präs.; außerdem: trischakeln HA-Ack; [drkln] Beiträge-Nd 61
(WO-HWa); drischackeln, tri- CA-Fö; Dreischkel Imp. Sg.
Brauch-wAltm 66 (GA-Wed); draschäökeln Wb-Altm 39 und
243. – Etym.: wohl abgeleitet von einem Kartenspiel Trischak,
Treschak
, zu ital. giucare i tre sciacchi, vgl. DWB 2,1420, Wb-
Thür 6,236, zu anderen Herleitungsmöglichkeiten vgl. Wb-Ober-
sächsErzg 1,247.
Expandiere:
Lemma
drschkeln
Grammatische Angabe
Vb.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘quälen, peinigen, ärgern’
Verbreitung
3: verstr. elbostf.
Belege
du hast mik edrieschackelt CA-Fö.
2.
Bedeutung
‘unablässig, in lebhafter und lästiger Weise um etw. bitten’,  beddeln
Verbreitung
  • 2: WO-Me
  • 3: verstr. elbostf.
Belege
Rda.: drieschakelt bet opt Blaut HA-Sie.
3.
Bedeutung
‘in lästiger Weise lärmen’
Verbreitung
3: Beiträge-Nd 61 (WO-HWa).
4.
Bedeutung
‘schlagen, verprügeln’,  verhauen
Verbreitung
  • 2: Wb-Altm 39 und 243
  • 3: Wb-We 30 und 31.