afbidden Vb. ‘(förmlich) um Verzeihung bitten, abbitten’ 3: QUE-Di, 4: Wb-Be.
Lautf.: [fbidn] QUE-Di; [appitn] Wb-Be.
afbimsen Vb. ‘schlagen, prügeln’,  verhauen, 3: HA-Oh.
afbinden Vb. 1. ‘abbinden, losbinden’3: vereinz. w elbostf., 4: vereinz. w/mittleres anhalt. – den Hund afbinnen ‘den Hund von der Kette lassen’ HA-Oh; ... bung ihre Scharze ab ... Wäschke 61915,53. – 2a. ‘abschnüren, zubinden’ 4: Krause 1964,39. – 2b. ‘durch Abschnüren kastrieren’ 3: vereinz. elbostf. – w willt den Bock den Bel afbinnen HA-Oh; de Bock is awebunnen Id-Eilsa 46. – 3a. ‘hart, fest werden’, von Zement, 3: HA-Oh, Id-Eilsa 46 – de Zement hat gut awebunnen a.a.O. 46. – 3b. ‘hart, fest werden’, vom Erdboden, 2: OST-Werb, WO-Col Me, 3: verstr. HA, WE-Ath – de Acker is düchtig awebun’n HA-Bar.
Lautf.: afbinnen HA-Oh; f- Wb-Nharz 2; affbinn’n Spr-Maa 428 (WO-Ol); [fbi] Id-Eilsa 46; [appi] Wb-Be; abbingen Wb-Ak 1. – Gram.: bind aff Imp. Sg. HA-Bee; bung ab 3. Sg. Prät. Wäschke 61915,53; Part. Prät.: affebunden HA-Hu; -bunnen WO-Me; -bunn, af ebun WO-Col, HA-Alv; awebunnen Wedde 1938,31; awebun’n HA-Bar; -bunn WE-Ath; affbunn’n OST-Werb; abjebundn Krause 1964,39.
afbten Vb. 1. ‘etw. durch einen Biss abtrennen, abbei- ßen’ 1: SA-Dä, 2: vereinz. Altm., Vk-Anhaltb 83 (ZE-Dee), 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 1, Wb-Be – lt mick ml afbten HA-Oh; Rda.: de bit sek alle finef finger f,  hei einen drr jift. ‘Er ist geizig.’ Wb-Nharz 2; der hat de Klaukheit en Kopp affebetten ‘er ist sehr klug’ Sprw-Börde; Sprw.: De Vög’l, de so früh fleit’n, bitt am Dag de Katt ’n Kopp aff. Spr-Altm 83. – 2. ‘(beißend) vom Futtertrog verdrängen’, von Vieh, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 1 – ’s jrße Schwein hat’ s klne abjebissen a.a.O. 1. – 3. in der Verbdg.: nen af(ge)bten hebben ‘betrunken sein’,  dn, 2: vereinz. Altm., JE2-Nkli, JE1-Gö Mö, 3: verstr. n/mittleres elbostf., BA-Re – hat höllsch einen afebetten WA-Re.
Lautf., Gram.: af(f)bten, -bt’n Vk-Anhaltb 83 (ZE-Dee), vereinz. elbostf.; biet af Imp. Sg. Vk-Harz 3,63 (QUE-Que); bit(t) af(f) 3. Sg. Präs. SA-Dä, vereinz. Altm., Sprw-Börde; beit aof Imp. Sg. Lieder-Ma Nr. 351 (WE-Ro); abbeißen Wb-Ak 1; [appaisn] Wb-Be; Part. Prät.: affebäten JE2-Nkli; appebeten HA-So; af(f)ebetten verstr. elbostf.; awwe- WA-GrGe; fe- Wb-Nharz 2; abe- OSCH-Be; afbeten STE-Bad; awbäten OST-Ho Kru; afbätn OST-Möl; -beäten STE-Scho; abbeten STE-Steg; afbetten BA-Re; abgebissen, -je- JE1-Gö Mö, Wb-Ak 1.
afblden Vb. ‘die unteren Blätter von Rüben oder Kohl entfernen, abblatten’ 2: Wb-Altm 18, Id-Altm, 3: vereinz. elbostf. – Du kannst man mal de Turnix (Rüben) affblaan, de Zicken hätt süß nist te fräten. HA-Bee.
Lautf.: affbla’en Wb-Holzl 51; -blaan, -bln HA-Bee Oh; fbladen CA-Bie; -bln Wb-Nharz 2; affbloaen, [afbln] Beiträge-Nd 60 (WO-HWa), Spr-Maa 429 (WO-Ol); affblaon Wb-Altm 18; Nbf.: afblgen Id-Altm.
afbldern Vb. 1. (refl.) ‘(sich) in kleinen Stücken ablösen, abschälen’ 1: SA-Dä, 3: verstr. elbostf., 4: Wb-Ak 1, Wb-Be – Dat sall estrieket sien? De ganze Farwe bladdert ja wedder af! HA-Bee; de Ht (Haut) is all ganz afebladdert HA-Oh; Vorn Jre sin unse Fenster rscht jestrichen un n blattert de Farrewe all wedder ab. Wb-Ak 1. – 2. ‘Blätter verlieren’ 3: vereinz. elbostf. – 3. dass. wie  afblden, 1: SA-Rist.
Lautf., Gram.: af(f)blädern Wb-Holzl 51, Sprw-Börde; fblëdern Wb-Nharz 2; [afblrt] Part. Prät. SA-Rist; [-blairn] SA-Dä; affbläddern HA-Bee; afbladdern vereinz. elbostf.; f- Wb-Nharz 2; [appletrn] Wb-Be; abblattern Wb-Ak 1.
afblsen Vb. dass. wie  afbestellen, 3: HA-Bee Oh – dat Fest hätt se wedder affeblaset HA-Bee.
Lautf., Gram.: afblsen HA-Oh; affeblaset Part. Prät. HA-Bee.
afblecken Vb. 1a. ‘die Rinde eines Zweiges abschä- len’,  afschellen, 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm. (außer CALV n WO), 3: HA-NHa Sü. – 1b. ‘das erkrankte Brustfell eines Rindes abziehen’3: Wb-Holzl 51 (HA-Iv). – 2. refl. ‘sich Haut abschürfen’ 1: SA-Dä, 3: HA-Bee – dat Kind hat sick dat ganze Knai afbleckt SA-Dä. – 3. ‘in kleinen Stücken ablösen, abfallen’, von Kalkputz, 3: Beiträge-Nd 59 (WO-HWa), Wb-Holzl 51 (HA-Eil) –de Kalk is afeblkt Beiträge-Nd 59 (WO-HWa).
Lautf., Gram.: af(f)bleck(e)n vereinz. nwaltm., verstr. Altm. (außer CALV n WO), Wb-Holzl 51 (HA-Eil), HA-Sü; [afblek] verstr. nwaltm. Altm. (außer CALV n WO), HA-NHa; awwebleckt Part. Prät. HA-Bee; [afbleg] SA-Dä; pleck aff Imp. Sg. STE-Grie; affbläck(e)n SA-Rie, STE-GrMö; abbläcken GA-Ip; afblöcken GA-Jä; affbleken, [afblkn] Beiträge-Nd 59 (WO-HWa), Wb-Holzl 51 (HA-Iv).
afblitzen Vb. 1. ‘Pulver auf der Pfanne verbrennen, ohne dass die Ladung gezündet wird’, vgl. afblutzen 1., 3: Wb-We 2. – 2. ‘einen abschlägigen Bescheid erhalten, abgewiesen werden’, vgl. afblutzen 2., 3: vereinz. w/sw elbostf. – dat Mken hat ne afblitzen lten HA-Oh.
Lautf.: af(f)blitzen; außerdem: afblitschen Wb-We 2.