fliddern Vb. dass., vgl. fleddern 3., 2: WO-Sa, 3: vereinz. n elbostf., WA-Ost – kumm midde na’n Dieke – fliddern HA-Bee.
Lautf.: fliddern; außerdem: flittern vereinz. n elbostf.
frt Adv. 1. räumlich, 2: Wb-Altm 59, Heimatkalender-Je 1923,101 (JE2-Fi), JE2-Gü, verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. – a. ‘nicht mehr anwesend, weg’ – ... miene Rothkähl’ken sind furt ... Firmenich o.J. 161 (WA-Ost); nachdern, wie de Mutter wädder furt is BA-Ha. – b. ‘weiter (voran)’ – Zus.: Dei armen Päre rokten un dampten un kunn’n kumm foort mit de halwe Ladunge. Rauch 1929,89; Rda.: nich mehr fort kenn ‘gebrechlich sein’ ZE-Roß. – 2. zeitlich ‘sofort’, auch ‘bald, in Kürze’,  glk, 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. Altm., JE2-GrWud Kam – uns Mudder kümpt furt STE-Schi.
Lautf.: foort, frt Rauch 1929,89, Wb-Holzl 91 (Allertal), Wb-Nharz 217, Mda-Sti 144; fo(a)rt, frt SA-Le, verstr. Altm.; fert HA-Oh, Id-Eilsa 63; fort Wb-We* 260; fuort OSCH-Di; fuhrt JE2-GrWud; fort, [ford] vereinz. ZE, Wb-Ak 60, DE-Ca; furt Wb-Altm 59 (1.), GA-Rö, vereinz. ö Altm. JE2, verstr. ZE, vereinz. WA, verstr. s elbostf., vereinz. nthür.; fört SA-Pü; färrt SA-Dä Schm.
Frsrock m. 1. ‘Frauenrock aus dichtem Gewebe’ – ... un kofften sich scheene rohe Friesrecke ... 3: Firmenich o.J. 159 (WA-Ost). – 2. ‘Unterrock der Frauen aus dichtem Gewebe’ 4: Wb-Be.
Lautf., Gram.: [frsrok] Wb-Be; Friesrecke Akk. Pl. Firmenicho.J. 159 (WA-Ost).
frmorgens Adv. ‘am frühen Morgen’ 2: Heimatkalender-Ze 1962,89 (ZE-Ze), 3: vereinz. elbostf., 4: Richter o.J. 21 – ... jungen ... drai Buermäkens ... von Oll’nweddije (ON Altenweddingen) froimorjens nah Madeborch ... Firmenich o.J. 159 (WA-Ost).
Lautf.: fräu(h)morjens, froi- vereinz. elbostf.; frieh- Heimatkalender-Ze 1962,89 (ZE-Ze), Richter o.J. 21.
gt Adj. verbr. 1a. ‘den Zwecken genügend, zufrieden stellend, einwandfrei’ – w hem’m k jjen Acka JE2-Scho; dat is’n g Pert HA-Oh; ... Kohlzupp ... un de wör gaud naug för ehr Knechtens un ehr Deerns. EssennwAltm 91 (SA-Han); De Geschichte ... hät ville Lüede guet gefalln ... Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie); Verbdg.: maket gut Abschiedsgruß, Sprw-Börde; schn gt abwehrend, wenn sich jmd. bedanken will, Wb-Nharz 66; Rda.: gd tau Wege ‘gesund, rüstig’ Wb-We 44; lat man gut sien ‘lass es dabei bewenden’ HA-Bee; Sprw.: Wer goot schmeert, de goot föhrt. Firmenich 1854,132 (STE-Ste). – 1b. ‘tüchtig, den Aufgaben gewachsen’ – ... un weilse anne jude Hausfrau war, da dachte se schon in’n Sommer dran, was in’n Winter wern solle ... Wäschke 41919,28; Sprw.: Wat’n goden Vaogel is, de but’n god Nest. Spr-Altm 83. – 1c. ‘wirksam, nützlich, hilfreich’ – dat is gt fr’n hausten Wb-Nharz 66; Rda.: Awwer wer weeß wofor’s jut is. Heimatkalender-Be 1936,155; Sprw.: Wat een god don kann, dät werd twee ook nich to vöäl. Bewohner-Altm 1,330. – 1d. ‘passend, geeignet, günstig’ – jder Wind ‘günstiger Wind zum Segeln’ Elbschifferspr. 437 (JE2-Mi). – 1e. ‘nicht für den alltäglichen Gebrauch bestimmt, bes. Anlässen vorbehalten’ –Wer et man ichtens maaken kann,
Schafft sick ne “Gue Stube” an.
Gorges 1938,51.
– 2a. ‘angenehm, erfreulich, positiv wirkend’ – he hat goe Doch (Tage) GA-Si; enes guin Dages JE2-Gü; jumorjen Gruß, Wb-Ak 82; guen Dag Gruß, HA-Ack; wenn et Wäder guut is HA-Neu; düsse Tüffel schmeckt jt JE2-Scho; ... Stund mei sön witten Schlips ok good ... Francke 1904,8; hei hat’t ganz gt HA-Oh; Warsch bis dahin jut jejangn ... Krause 1964,22; Is doch gaud, Mudder, wenn’ öfter ünner de Lüd’ kümmt. Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die); Rda: Seck’n jutn Dach maken ‘angenehme Tage verleben’ Spr-Asch 19. – 2b. ‘gesund, wohl’ – hei süht nich gut ut ‘er sieht kränklich aus’ HA-Bel; ne (ihm) is nich gt Wb-Nharz 66; dat wart balle wer gt ‘es heilt bald’ HA-Oh; ... sau lange wie miene Mutter na nich wedder jut iss ... Firmenich o.J. 161 (WA-Ost). – 3. ‘mühelos, einfach, bequem’ – Rda.: de hat gt köären (reden) HA-Oh; dat kannste woll nich gut behaupten CA-Fö. – 4a. ‘viel, reichlich, umfangreich’, auch ‘ertragreich’ – en gt deil ‘eine gehörige Menge’ Wb-Nharz 66; die Ärn (Ernte) diss Joar iss jut CA-Lö; got wat antrecken ‘sich warm einhüllen, anziehen’ STE-Döl; Det jaab daa for die imm’r ’n jutes Drinkjeld ab. Heimatkalender-Ze 1962,93 (ZE-Ze). – 4b. ‘mindestens, bestimmt so viel’ – dat is ne g Stunne wt henne HA-Oh; ... un die so breet war, dät guet fünf Wane näenen änder ... führn künnten ... Heimatkalender-Ma 1930,81 (JE2-Vie); Verbdg.: Das is jt un jarne zn Mark wrt. Wb-Ak 82. – 4c. ‘sehr, überaus, stark’,  bannigen gden hausten hebben Wb-Nharz 66. – 5. ‘anständig, charakterlich und moralisch einwandfrei, tadellos’, auch ‘gütig’ – ’n gun Minschen Id-Eilsa 66; hei is’n guen Jungen OSCH-Har; dor had ne jle Frau DE-Ca; wist k gd dn? ‘willst du nun folgsam sein?’ Wb-Altm 67; Rda.: got en gden man sn lten ‘sich keine Sorgen um etw. machen’ Wb-Nharz 66; Sprw.: All tu juut is liederlich JE1-Dan; alder gden dinge sint’er dreie Wb-Nharz 66. – 6a. ‘freundlich, wohlmeinend’ – n’ gt Wert jbn HA-Oh; Rda.: Dat is jans un jar juder Wille. ‘Das ist sein freier Entschluss.’ Spr-Asch 19; hei hat woll en guden Willen datau, kann et awer nich schaffen Sprw-Börde. – 6b. ‘freundschaftlich gesinnt, zugetan, gewogen’ – en’n gd sn Wb-We 44; sek nich gt sn ‘verfeindet sein’ Wb-Nharz 66; Wedder met’n ander jut sin ‘sich wieder vertragen’ Spr-Asch 19; ... sek mit unsen Harregott gut de stellen wett ... Wedde 1938,8; Rda.: in’n Gen utkemen HA-Oh.
Lautf., Gram.: go(o)t, -d, j-, [gt], [jt] vereinz. ö/s nwaltm., verbr. nbrdb., vereinz. w JE1; gout Matthies 1912,25 (SA-Fa), vereinz. nw WE; jut Mda-Sti 33; gaut, -d, [gaut] verbr. nwaltm.; gu(u)t, -d, j-, [gt], [jt] vereinz. s SA s OST ö GA, verstr. STE n WO, vereinz. mittleres JE2, verbr. mbrdb. elbostf. omd.; guet verstr. mbrdb.; in flekt. Formen: m. Akk. Sg.: goden Id-Altm, Spr-Altm 83; goon, gn vereinz. Altm.; [jjn] JE2-Scho; [jijn] Elbschifferspr. 437 (STE-Bit, JE2-Pa); [jn] Teuchert o.J. 83 (JE2-GrMa); [gau] SA-Dä; guden, gden Sprw-Börde, Wb-Nharz 66; guhen HA-Bo; gu’en, gen verstr. elbostf.; guun, ju’n QUE-Di, Krause 1964,15; [jijn] Elbschifferspr. 437 (WO-Ro); guin (Gen. Sg.) JE2-Gü; juten Spr-Asch 19; f. Nom./Akk. Sg. und st. Nom./Akk. Pl.: goot, joot, [gt], [jt] vereinz. ö/s nwaltm., verstr. w/mittlere Altm. (außer s Rand); gode, jode Spr-Altm 14, STE-Ost, WO-Ucht; goe, joe, [j] vereinz. OST, STE-GrSchwa Po, vereinz. sw Altm.; [j] MdanwJe1a 48 (JE1-HWa Lo); go’ Sprw-Altma 22; [jj] OST-Dü Hi, vereinz. nö STE, JE2-Scho; [gi], [ji] SA-Vie, verstr. nö Altm., STE-Ber, WO-Mahl; gaut verstr. nwaltm.; [gau] SA-Da; gaue SA-Net; gude, jude vereinz. s elbostf., Wäschke 41919,28; guhe STE-Ba; gue, jue, [g], [j] OST-Ein, CALV-Uth, vereinz. elbostf.; gu, ju HA-Oh, Id-Eilsa 66; [gt], [jt] GA-Bo, vereinz. n WO; [jj] Mda-nwJe1a 48 (JE1-Rie); juije Dialekt-Nd 12 (WO-An); [j] Mda-nwJe1a 48 (JE2-HSe, vereinz. n JE1); [jl] DE-Ca; [jud] Mda-Ze (ZE-Roß); [jur] a.a.O. (ZE-Reu Stre); [jul] a.a.O. (ZE-Gro); Kürze bes. in Grußformeln: [judn] m. Akk. Sg. DE-Ca; gun(n), jun(n) m. Akk. Sg. vereinz. elbostf., Wb-Ak 82; judde f. Akk. Sg. Wäschke71913,61; Kompar.  2bet, bter; Superl.  best.
Groß Ottersleben ON – Neckreim:Hört ihr nich de Erde beben?
Jetzt komm’se von Groß Ottersleben.
3: WA-Ost.
Botterpansen.
Grund m. 1a. ‘Erdboden, Erdoberfläche’, auch ‘Erdreich’ 2: Kredel 1929,60, ZE-Roß, 3: verstr. elbostf., 4: Wb-Ak 81 – Jrund ausheem ZE-Roß; Rda.: in Grund un Bodden sln Wb-We 43. – 1b. ‘Grundbesitz’, bes. in der Verbdg.: Grund und Bodden 2: Matthies 1903,54, ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf., 4: CA-Ak – op snen Grund un Bodden HA-Oh; du hast op mienen Grunne nischt te säuken CA-Fö. – 2. f., m. – a. ‘kleine Vertiefung im Gelände, Senke, kleines Tal’, auch in FlN, 2: vereinz. w/s Altm., Siedler-Je § 265, JE2-Bö, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. – ... un wie se hinder Silldorp in de Jrund kamen, da word et janz schwart. Firmenich o.J. 159 (WA-Ost); Still tüt (zieht) dät Woader dörch’n Grund ... Kredel 1927,10. – b. ‘tief gelegene und deshalb stets feuchte Stelle im Acker’,  Springstde, 2: SA-Ma, vereinz. s GA (n der Ohre) mittleres/s mbrdb., 3: JE1-Me, WO-Ma, vereinz. n CA, 4: vereinz. s CA. – 3a. ‘unterste Fläche, Boden eines Gewässers’ 2: Elbschifferspr. 308 f. (STE-Bit Tan, WO-Ro), vereinz. JE2, ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf., 4: Elbschifferspr. 308 f. (CA-Ak), Wb-Ak 81 – Jrund hamm ‘im Wasser stehen können’ ZE-Roß; in Jrund jn ‘bis auf die Flusssohle einsinken’, vom Kahn, Schifferspr., Elbschifferspr. 308 (STE-Bit); in Jrund ljen ‘völlig auf dem Grund des Gewässers aufliegen’, vom Kahn, Schifferspr., a.a.O. 309 (JE2-Pa); Rda.: w willt ml de Sache op’n Grund gn HA-Oh. – 3b. ‘unterste Fläche, Boden eines Gefäßes’ 3: vereinz. elbostf. – opn grunne sit et fet! beim Abgießen von Brühe, Mda-Weg 95; ... stieg de Bärme (Hefe) von’n Jrunde der Pulle hoch. Spr-Asch 41. – 3c. ‘Ablagerungen auf dem Grund von Suppen oder Getränken, Bodensatz’, bes. vom Kaffee, 3: CA-Fö, 4: Wäschke 61915,92 – ... un joß denn noch an Heppchen raus in anne Tasse, ’s war awwer schon Jrund dermank ... a.a.O. 92. – 4a. dass. wie  Grundmer, auch ‘Grundlage’ 3: vereinz. elbostf., 4: verstr. ö DE – Rda.: in Grunne jenommen ‘genau genommen’ Sprw-Börde; Von Jrund uff (völlig, ganz und gar) ware ’n anschtändijer Bengel ... Krause 1964,67. – 4b. ‘richtige Ordnung, Form, richtiger, ursprünglicher Zustand’ 3: vereinz. w elbostf., 4: Wb-Be – keinen grunt rin krn ‘die Wäsche nicht richtig sauber bekommen’ Wb-Nharz 66; t is jr kn Jrunt widder rin tse krn Wb-Be. – 5. ‘Ursache, Beweggrund’ 2: ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf., 4: CA-Ak, Wb-Be – Dä Grünne will eck gar nich wetten ... Klaus 1936,1; du hasd noch k’n Jrund dsu kln CA-Ak.
Lautf.: Grund, -t, J-; in flekt. Formen -nn- verstr. elbostf., vereinz. anhalt. – Gram.: (2.): f.; außerdem: m. belegt: Kredel 1927,10, Wb-Holzl 98, HA-Oh.
1hacken Vb. 1. ‘mit einem scharfen Gegenstand auf etw. einschlagen, um es zu zerkleinern’ verstr. – Holt hack’n Wb-Altm 72; nu ma de Ziwweln här un denn … de Ziwwelwurscht recht fein jehackt Alt-Cöthen 76; Rda: man kann Holt op ene hacken ‘er ist geduldig, lässt alles mit sich geschehen’ Wb-We 44; Sprw.: wu hackt ward, da fallt ook Späne HA-No. – 2a. ‘den Ackerboden mit der Hacke auflockern, von Unkraut befreien’ verbr. – Jetreide, R’m, Kartoffel’l hacken Wb-Ak 64; in Jrden miss mor m haggen DE-Ca; Rda.: um’n Busch hacken ‘den Kartoffelacker hacken’ WA-Ost; öbbern Kopp hacken dass., WO-Gu; ut Krut hacken dass., CA-GrRo. – 2b. in der Verbdg.: gut hacken ‘Kartoffeln anhäufeln’,  anplgen, 4: Wb-Ak 64, DE-Els. – 3. ‘mit dem Schnabel heftig schlagen’ 3: HA-Oh, vereinz. s elbostf., 4: Wb-Ak 63 – de Klucke hacket de Kken HA-Oh; de Hin’ner hacken sich Wb-Ak 63. – 4. ‘jmdn. fortwährend zurechtweisen, ungerecht behandeln’ – op einen hakken 3: Wb-Nharz 67. – 5. refl. ‘gut zu spalten sein’ – das fichtene Hols hackt sich jt 4: Wb-Ak 64.
Zuss.: zu 1.: in-, ls-; zu 2a.: n-; sonstiges: hen-.
Hielegans f. TiN ‘Gans’, bes. Kinderspr.,  Gs, 2: ZE-Buk Ro Thie, 3: WA-Ost, 4: Wb-Ak 69, Wb-Be, BE-HErx.
Lautf., Gram.: Hilegans ZE-Buk; Hielegänse Pl. ZE-Ro Thie, WA-Ost; Hlejans Wb-Ak 69; [hlejants] Wb-Be; [ljans] BE-HErx.
Himmel m. 1. ‘das Himmelsgewölbe’ verstr. – an’n Himmel stt de Stern HA-Oh; Wie se wedder nah Huse jungen …, betreckte sich d’r Himmel, un wie se hinder Silldorp in de Jrund kamen, da word et janz schwart. Firmenich o.J. 159 (WA-Ost); der janze Himmel schteht vull(voller Gewitterwolken) Vk-Anhalta 68; Rda.: von’n Himmel hch de Rippen lank ‘Prügel, Schläge’ HA-Oh; et hat ejoten, wat von Himmel run will ‘es hat heftig geregnet’ OSCH-GrQue; süht’n Himmel vöän Dudelsack an ‘er ist betrunken’,  dn, STE-Ho; hai schall dan Himm fean Diudelsack ansain ‘er soll Prügel bekommen’ SA-Dä; Sprw.: et is noch kein Bem in’n Himmel ewussen HA-Oh; … regenwater vnd alle water, dat dy hemmell gifft … 1433, SchB-Zerbst Nr. 170. – 2. ‘der Erde gegenübergestelltes Jenseits als Aufenthalt Gottes, der Engel, der Seligen’, auch übertr. ‘Schicksal, Vorhersehung’ verstr. – Rda.: Himmel un Äre in Bewejung setten ‘alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, um ein Ziel zu erreichen’ Sprw-Börde; in’n Himmel kemen ‘sterben’ HA-Oh; in Ausrufen: Himmel n!; ums Himmels wil’l!; ach d lwer Himmel! Wb-Ak 69; Himmel, rsch un Wolleken CA-Ak. – Volksgl. (Kinderglaube): Kinder kommen aus dem Himmel. Vk-Anhalta 138 (ZE-Nee, BA-Gü, BE-KlMü, KÖ-Ge Wü, DE-Mo). – 3. ‘Freistätte beim Haschespiel’,  1Ml, 3: HA-Ost. – 4. in der Verbdg.: Himmel un Hölle Spiel der Kinder, bei dem man in bestimmter Weise über eine auf den Boden gezeichnete Figur hüpfen muss,  Humpeln, 3: HA-Bü. – 5. in der Verbdg. Himmo un r (Himmel und Erde) ein Gericht, das aus Kartoffeln und Birnen ohne Fleisch, nur mit ein wenig Speck gekocht wird, 1: SA-Die.
Lautf.: Himm(e)l, [him()l]; außerdem: [himo], [him] verstr. nwaltm.