Dränge f. ‘Entwässerungsgraben’,  Grippe, 3: HA-Oh, WE-Mi, 4: KÖ-Bre Wö.
Lautf.: Dränage WE-Mi; Drenje HA-Oh; Trennasche KÖ-Bre; Trenaoge KÖ-Wö.
Dwenschüchter m. ‘Vogelscheuche’,  Schüchter, 3: WE-Mi.
Lautf.: Dubenschüchter.
rstlingsei n. ‘ungewöhnlich kleines Hühnerei’, stammt angeblich von jungen Hühnern,  Kkenei, 3: WE-Mi.
Frplatz m. dass. wie  Frml 2: JE2-Ma, 3: WE-Mi.
Lautf.: Frieplatz WE-Mi; Frei- JE2-Ma.
Fudderjunge m. dass. wie  Fudderknecht, 3: WE-Mi.
Lautf.: Futterjunge.
2fusseln Vb. 1. ‘mit etw. geräuschvoll hantieren’, auch ‘etw. hin und her bewegen’ 4: Mda-Sti 93. – 2. ‘ungeschickt schneiden’, auch ‘mit stumpfem Messer schneiden’,  kaddeln, 3: vereinz. sw elbostf., 4: Mda-Sti 93. – 3. ‘mit dem Messer schnitzen’,  snippeln, 3: WE-Mi, BLA-Ben.
geng Adv. 2: vereinz. ö/s Altm., JE2-Scho, ZE-Roß, 3: verstr. elbostf., 4: verstr. omd. 1. ‘ausreichend, genü- gend’, vgl. ngik heff jenuch JE2-Scho; et is e’nauch vor hüte WE-Mi; Da war denn jenunk Schtoff da ... Krause 1964,46; ... von Diche worde woh ... forr immer jenunk hann. Heese 21919,40; als Ausruf zur Satzeinleitung: jenauch, et sol einml nich sn Wb-Nharz 59; Rda.: hei hat e naug ‘er ist betrunken’,  dn, WE-Il. – 2. einem Adj. nachgestellt ‘völlig ausreichend, mehr als nötig’ – dp jenuch von ausreichender Wassertiefe, Schifferspr., Elbschifferspr. 395 (WO-Ro); ... nich mehr nobel jenung ... Richter o.J. 7; Ohlt ’enaug is hei ja! Lindaua o.J. 91; Un ok all ofte naug eseggt ... Klaus 1936,58.
Lautf.: [n] vereinz. s Altm. (außer sö); enaug, -ch, [nau] verstr. elbostf.; je- vorw. in der Satzeinleitung vereinz. w elbostf.; genug, jenuch, [jnu] GA-Le, vereinz. ö Altm., JE2-Scho, ZE-Roß, vereinz. ö elbostf. (außer nö), Elbschifferspr. 395 (CA-Ak), BE-Wa; jenung, -k, [jnug] verstr. omd.
Hans 1. männl. RN, Kurzform zu Johannes, vgl. Johann – Schnellsprechübung: Hans, höre hierher! Hale hinder Hans Hinrik Hessen Haunderhuse hart höldern Holt her. OSCH-Schw; Rda.: D hßich Hans, wenn das wr is ‘das ist bestimmt nicht wahr’ Wb-Ak 65; Sprw.: wat Hänsken nich lrt, lrt Hans nimmer mr Wb-We 46; Neckreim:Hans, fat de Katte an Swanz WE-Oster;Lied:Hans seet in’n Schoarnsteen
un flickt sick sien’ Schouh,
dunn kamm ‘n wackres Mäk’n
un keek em flietig tou.
Hans, wenn du freen wudd,
kannst du freen mick;
ick hew ‘n blank’n Doaler,
deann will ick gew’n dick.
Hans, nimm se nich!
Hans, nimm se nich!
Se heatt joa ‘n loahm’n Fout!
Deatt schoad’t joa nich,
deatt schoad’t joa nich,
deatt wea’d joa all werr’ gout!
Matthies 1912,25 (SA-Fa);
Hans, Hans Lewerworst
Laewet diene Frue noch?
Joa, joa se laewet noch,
Liet int Bedde un zappelt noch.
Jiff se ‘n Stücke Keese un Broot,
Sloa se met de Kiele doot.
Lieder-Ma Nr. 905 (HA-Bü).
– 2. zur Personenbezeichnung, verstr. – a. als Appellativum mit charakterisierendem, meist abw. 2. Glied: Hans rs, Hans Harlekn, Hans Kasper, Hans Narr, Hans Quast, Hans Taps; Hans Ungeschickt nur in der Rda.: Hans Ungeschickt lässt grüßen; Hans Fatzke, Hans Larts ‘eitler Mensch’,  Monsieur; Hansgrte ‘Junge mit starken weibl. Zügen’;  Hansworst. – b. in versch. Verbdg.: grter Hans ‘wichtige Persönlichkeit’; Hans vorm Schp ‘vorlauter Mensch’; Hans in allen Gatzen ‘jmd., der überall dabei ist, der sich überall (oberflächlich) auskennt’. – 3a. Name für einen  Kobold, 4: Vk-Anhalta 121. – 3b. in der Verbdg.: Hans mit dem langen Swanz ‘maskierte Gestalt im Pfingstumzug, die einen Fuchsschwanz trug und eine Peitsche mit sich führte’,  Pingsten, 2: Brauch-wAltm 80 (STE-Kö). – 4. in versch. Verbdg.: Hans-frg-er-nicht-nch Mittel gegen Krätze, Wb-We 46; Hans-fraog-nich-nao dass., Wb-Altm 135; Hans-isst-es-nicht dass., a.a.O. 135; Hans-habe-nicks dass., a.a.O. 135. – 5a. gebr. Name des Ziegenbocks oder des Pferdes, 3: HA-Oh, Wb-Nharz 69, 4: Wb-Ak 65. – 5b. in der Verbdg.: Hans, Hans, auch: kumm, Hans, kumm Lockruf für Kälber,  Mtsche, 2: verbr. n WO JE2 JE1, 3: GA-Dö Fle, verbr. s WO ö HA, WA-La, WE-Mi Si, 4: CA-Ak. – 7. in der Verbdg.: Hans-Jochen-Winkel ‘der nw der Jeetze gelegene Teil des Kreises Salzwedel’ 2: vereinz. Altm.
Zuss.: zu 2.: Klau-, Klöppel-, Knapp-, Knp-, Knwel-, Knr-, Mäkel-, Nl-.
inbrunzen Vb. dass. wie  inbten, 3: WE-Mi.
Lautf., Gram.: innebrunzet Part. Prät.