Berßel ON – dä Bersselschen Blinnen NeckN für die Bewohner, 3: WE-Schau; Neckreim: de Bersselschen Blinnen könnt vorr Negenen (9 Uhr) ’n Weg nich finnen 3: WE-Oster.
Bibberchen n. PflN ‘Zittergras’ 3: Vk-Harz 3,51 (WE-Schau).
Lautf.: Bebberchen.
Bornwippe f. dass. wie  Bornswengel, 2: verstr. Altm. (außer OST), JE2-HSe, 3: vereinz. s GA, WE-Schau, BLA-Ben, 4: BLA-Sti.
Lautf.: Bornwippe CALV-Uth, WO-Bl, JE2-HSe, vereinz. s GA, BLA-Ben; Porn- BLA-Sti; Bornwipp GA-Sa, STE-Schö; Bormwippe WE-Schau; Bo(a)rmwipp verstr. Altm. (außer OST).
Dämmerige f. dass. wie  Dämmerung, 3: WE-Schau Wa.
Lautf.: Dämmerije WE-Wa; Dämmerig WE-Schau.
Dnstbde m. ‘Hausangestellte(r)’, im Pl. ‘ Gesinde’ 2: STE-Osth, JE2-GrWud Kam, 3: HA-Bar, WE-Schau, 4: DE-Lin.
Lautf., Gram.: Deenstboien Pl. STE-Osth, JE2-GrWud; Deinstbot(e)n Pl. HA-Bar, WE-Schau; Diensboje JE2-Kam; Dienstboten Pl. DE-Lin.
Hinderschütt n. 1. ‘Schütz, herausnehmbares Gitter am hinteren Ende des Leiterwagens’,  Schütt, 2: OST-Flee, STE-Da, 3: Lindauco.J. 9, WE-Schau Wa, 4: Vk-Anhalta 21 – Ole Bachmann kam mit de Tobelkiepe uten Huse, nahm dat Hinderschütt uten Wa’n un sette sick oppen Bund Heu. Lindauc o.J. 9. – 2. ‘Schütz, herausnehmbares Querbrett am hinteren Ende des Kastenwagens’ 3: OSCH-Har, Vk-Ask 200.
Lautf.: Hinderschütt OSCH-Har, Lindauc o.J. 9, WE-Schau; Hinnerschott OST-Flee; Hinne- STE-Da; hinnrschutzVk-Ask 200; Hinterschütt WE-Wa; -schutz Vk-Anhalta 21.
Hornburg 1. ON – Rda.: sau bunt wie Hornborg 3: WE-Dee; Neckreim:Ut Hornborg kummet kein gut Wind,
noch vel wenniger en gut Kind
. 3: WE-Schau;
In Hrenborg,
da kannste nich vor Drecke dorch
. 3: WE-Be;
Horenburg is dö Lumpenstadt,
in Seinsteh
(Seinstedt) sind de Mäkens glatt,
in Heper
(Hedeper) sind se kecke,
in Wetzlewe
(Wetzleben) stecket se in Drecke.
Rokel
(Roklum) is dä Goldknop,
in Winigsteh
(Winnigstedt) is et Waterlock,
in Hessen schriebet se bunte Breibe,
in Velten
(Veltheim) gift et Holddeiwe,
in Osteroh
(Osterode) sind se steinrike
un in Rhohn
(Rhoden) roket se de langke Piepe. 3: WE-Rok.
– 2. Hornburger WgenWgen.
1Hucken n. Spiel der Kinder, bei dem man in bestimmter Weise über eine auf den Boden gezeichnete Figur hüpfen muss,  Humpeln, 3: OSCH-Grö, WE-Schau Ve, QUE-Di.
Zus.: Kmerken-.
1Kaff n. ‘kleines Dorf’, meist abw., 2: verstr. ö brdb., 3: WE-El Sta, QUE-Hau, CA-Fö, 4: CA-Ak, Wb-Be – fon was forr an Kaff is denn d? CA-Ak. 2Kaff n., f. 1. ‘Spreu’, der aus Hülsen und Grannen bestehende Abfall des Getreides nach dem Dreschen, allg. – Das K. wurde dem Vieh ans Futter gemengt oder im Stall ausgestreut, es wurde auch zum Räuchern verwendet: dat Kaff wd fer Schwn furrat un fr Hai bruit SA-Dä; wat vör de Säu affefall’ waor, is Kaff JE2-Gü; Kaf un Schrät WE-Schau; Kieb vull Kaff GA-La; en Sack KaffGA-Vi; Rda.: h hat Geld ass Kaff Wb-Altm 94; där quatscht Korn un Kaff dorchenanner ZE-Roß; Se hat Samt upp’n Liw un Kaff in Mag’n. Spr-Altm 78; Sprw.: wer sich opp Kaf mengt, denn fretten de Schwiene HA-Va. – Brauch: In der Altm. streuten die Burschen den unbeliebten Mädchen in der Pfingstnacht Kaff vor das Haus. Brauch-wAltm 58. – 2. ‘unnützer, wertloser Gegenstand’,  Krm, 2: Wb-Altm 94, STE-Wa, JE1-Pa, 3:Wb-Holzl 115, HA-Va – datt iss man Kaff ‘das taugt nichts’ Wb-Altm 94. – 3. ‘nichtiges Gerede, Geschwätz’,  Quassel, 2: STE-Wa.
Lautf., Gram.: Kaf(f), [kaf] allg. nwaltm. brdb. elbostf. ö der Elbe, Id-Eilsa 70, WA-Ble, WE-Lan Si, Wb-We 60, CA-Löd, DE-Els; [gaf] Mda-Fuhne* § 390 (DE-Or); Kahf, [kf] verbr. elbostf., CA-Sa; [kf] Mda-Ar 24, QUE-Di, Mda-Ma 61 (vereinz. nö CA); [kf], [gf] Wb-Ak 83, verbr. BE, Mda-Fuhne* § 390 (KÖ-Preu); kwe f. Mda-Sti 156, Kawe f. BA-Ha Sip. Zuss.: zu 1.: Hwer-, Heu-, Knutten-, Luzernen-.