Klunkklanker (Genus?) ‘Schaukel der Kinder’,  Schunkel, 3: GA-Ge Rä.
Lautf.: Klunklanker GA-Ge; -e GA-Rä.
kratzen Vb. ‘mit etw. Spitzem ritzen oder schaben’, bes. mit den Fingernägeln oder Krallen, auch refl. ‘sich an einer Körperstelle scheuern’, verstr. – Nu kratze sick Ernst Hoppe denn doch hinder de Ohren. Lindaua o.J. 23; Verbdg.: de Angker kradsen ‘die Anker schleifen eine Weile auf dem harten Boden, bevor sie Halt finden’, Schifferspr., Elbschifferspr. 313 (WO-Ro); Rda.: ik glö- be hei gaht kratzen ‘er stirbt bald’ GA-Ge; Sprw.: Sleit hei mei, dänn kratz ick äm. ‘Gleiches wird mit Gleichem vergolten.’ Bewohner-Altm 1,360; for ummesüss kratzet kein Haun HA-Oh.  TZ: hkeln hölken inkrabben 1ktern klauen 1kleien klwen knweln krabbeln krabben krallen krimmen kritzeln kritzen krucken lsen nabbeln nubbeln.
Lautf.: kratzen, [kratsn], [kradsn]; außerdem: krtzen Mda-Sti 96.
Kbel m. 1. ‘größeres hölzernes Gefäß (vorw. mit 2 Henkeln)’,  Tubbe(n), 2: SA-Chei, OST-Hö, 3: GA-Ge, vereinz. s elbostf., 4: vereinz. omd. – 2. ‘grober, unflätiger Mensch’ 3: QUE-He.
Lautf.: Kübel OST-Hö, GA-Ge, WE-Kö, DE-Lin; [kvl] SA-Chei; kwel Mda-Sti 159; Kübbel QUE-GrSchie, BA-Ba, BE-La; Kibell BE-He; Kiwell, kiwel vereinz. s elbostf. omd. Zus.: zu 2.: Mast-.
Kkenblme f. PflN 1. ‘Buschwindröschen’ 3: Vk-Harz 3,50, Wb-Nharz 96. – 2. ‘Märzglöckchen’ 3: Wb-Nharz 96 (BLA-Hü). – 3. ‘Wiesenschaumkraut’,  Wischenschmkrt, 2: SA-Win, GA-Ro, 3: GA-Ge. – 4. ‘Rittersporn’ 3: Id-Eilsa 75.
Lautf., Gram.: Kükenbloame GA-Ro; -blaume Id-Eilsa 75; -blaumen Pl. GA-Ge; Kückenblom SA-Win; Kikenblaume, kken- Vk-Harz 3,50, Wb-Nharz 96.
licken Vb. 1. ‘mit der Zunge über etw. streichen, mit der Zunge aufnehmen’ verbr. – de Kattn sittn hinnä dän Schtain un lickng sich SA-Ku; Rda.: wie jelickt ‘sehr sauber’ Sprw-Börde; licke Fett derbe Abweisung, CA-Fö; likk mek in Marse (Gesäß) dass., Wb-We 82; dicke daun un Rotz licken über einen großspurigen Menschen, HA-Oh; Sprw.: de eimol lickt, de wett wi’t smeckt, de lickt den ganzen Kübel weg GA-Ge. – 2. ‘naschen’ 2: ZE-Roß, 3: BLA-Tr, 4: BLA-All Sti – die Kleene leckt jarne n bißchen ZE-Roß. – 3. ‘(Alkohol) trinken’ – Tiet is’t naug (genug), un Döst haste ok, – sast in’n Kraug gahn un noch einen licken! 3: Lindaub o.J. 68. – 4. refl. ‘sich heftig küssen’ 2: Wb-Altm 126.
Lautf.: lick(e)n, [lik()n] verbr. nd., Mda-Sti 172; [lik] verbr. nwaltm., verstr. w Altm.; leck(e)n, [lekn] Mda-Ze (verstr. ZE), BLA-All, vereinz. anhalt.; [lek] SA-Wü, verstr. n WO, ZE-Roß; [läk] verbr. mittlere/ö Altm.; [lk] verstr. ö/sö Altm.
Lke f. 1. ‘durch Klappen oder Läden verschließbare Öffnung’, bes. in Gebäuden, verbr. – a. ‘Fensteröffnung im Dach’, von Wohnhäusern, Ställen und Scheunen, auch ‘Dachvorbau’ – mache m de Lauge uff DE-Ca; Rda.: Kickst du ut de Luk? ‘So ist es gemeint.’ Bewohner-Altm 1,348; Tanzlied:Kiek uut’e Luuke! Iss de Luft noch rain?
Morjen will’ wie lustig sein,
Wenn de Hund mit de Wosst oowr’n Eckstain springt,
Trudiderallalla,
De Katte vor Angest opm Füerheerd schitt,
Trudiderallalla!
Lieder-Ma Nr. 978 (WO-Ol).
– b. ‘Öffnung in der Wand’, bes. Zugang zum Dachboden des Wohnhauses oder der Scheune – dai Liuk is bannich heoch SA-Dä; jebb mich ma’t Hei dorch de Luke rinn ZE-Roß; Rätsel: in Sommer fritt’t op, in Winter spuckt ut – die Luke in der Scheune, GA-Ge. – c. ‘Lade- öffnung auf Kähnen mit flachem Deck’, auch ‘Falltür zur Kajüte der Mannschaft’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 153 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 153 (CA-Ak). – 2. ‘Mund’,  1Ml – Rda.: Make de Luke tau, et komm’n Flejn ran. 3: Spr-Asch 48. – 3. ‘Klappe, Laden, mit dem eine Öffnung verschlossen wird’, bes. ‘Fensterladen’ 2: Wb-Altm 129, JE2-Scho, 3: OSCH-Di – met jrne Far (Farbe) sünd de Lkng schtrkng JE2-Scho.
Lautf.: Luke; außerdem: Lk verbr. nwaltm. Altm.; [luük] SA-Die; [liuk] verstr. w nwaltm.; Lauke vereinz. anhalt.; [laug] Mda-Fuhne 21 (DE-Ca).
2Mre f. 1. ‘weibl. Zuchtpferd’, bes. wenn es gefohlt hat,  Stte, 1: verbr. nwaltm., 2: verstr. w/mittlere Altm., vereinz. nö Altm., 3: GA-Ge Nie, WE-He, Wb-We 86, BLA-Brau – dai Maia hat faot (gefohlt) SA-Dä. – 2. ‘altes, schlechtes Pferd’,  Gaul, auch in der Verbdg.: olde Mre 1: SA-Pü, 2: verstr. brdb., 3: vereinz. elbostf., 4: BLA-All Sti, Wb-Ak 114. – 3. ‘faule, unordentliche, liederliche Frau’,  Slampe, auch in der Verbdg.: fle Mre, 2: Wb-Altm 132, 3: WE-Oster.
Lautf.: Mähre, Mre; außerdem: Mehre WE-Oster, mre BLA-Brau; Mä(h)r, Mr verstr. nwaltm., Wb-Altm 132, verstr. w/mittlere Altm., JE2-Scha; Mäer SA-Die KlGe; [m] verbr. nwaltm., vereinz. w/mittlere/nö Altm.; [maia] SA-Dä; [mäi] vereinz. n nwaltm.; Mre Wb-Ak 114.
Mrenkopp m. 1. ‘rundes Gebäckstück, das mit Sahne oder Creme gefüllt und mit Schokolade überzogen ist’ 2: JE2-Schön, 3: GA-Ge, HA-Oh, Heimatgesch-Bad 52, 4: Wb-Be. – 2. TiN Taubenart mit dunklem Kopf, 2: Wb-Altm 44.
Lautf., Gram.: Mohrenköppe Pl. GA-Ge; Mohrnkopp, [mrnkop] Heimatgesch-Bad 52, Wb-Be; Mrnköpp’ Pl. Wb-Altm 44; Mernkopp HA-Oh; Muhrenköpfe Pl. JE2-Schön.
Nharke f. 1. ‘die große Harke, mit der das auf dem Stoppelfeld liegen gebliebene lose Getreide zusammengeschleppt wird’,  Sstarwe, 2: SA-NFe Rie, OST-Bre Me, GA-Ku, vereinz. n WO, 3: GA-Ge Nie Wa, WA-Un, WE-Is, 4: CA-Chö, verbr. KÖ DE. – 2. dass. wie  Nharkels, 4: DE-Or.
Lautf.: Na(a)harke GA-Wa, WE-Is, CA-Chö, verstr. KÖ DE; [nhrg] Mda-Fuhne* § 374 (verstr. KÖ DE); Nachharke vereinz. KÖ DE; -hark OST-Bre; Naoharke GA-Nie, vereinz. n WO, WA-Un; [nhrg] Mda-Fuhne* § 374 (vereinz. ö DE); Naohärk SA-NFe; Nchharke DE-Ra; [nhrk] SA-Rie, GA-Ku; Nohharke GA-Ge; -hork OST-Me.