Brken m. ‘dicht nebeneinander und durcheinander gewachsene Pflanzen, Gestrüpp’ 2: Mda-Ma 77 (JE1-Prö, ZE-Dor), 3: verstr. w JE1, Mda-Ma 77 (vereinz. nö CA) – dat is alles n Brken Mda-sJe1 26 (JE1-Pe).
Lautf.: [brkn].
Empore f. wie Standardspr.,  Chr, 2: OST-Schra, vereinz. s Altm., 3: JE1-Pe, WA-West, vereinz. WE, 4: BA-Ha Schie, BE-Fr.
Lautf., Gram.: Empore Sg., -n Pl.; außerdem: [embr] BE-Fr; Porn Pl. BA-Schie.
Flittjel m. dass. wie  Flittje(n) 1., 2: JE1-Lei, 3: JE1-Pe.
Lautf.: Flitgel JE1-Pe; Flütchel JE1-Lei.
Fpe f. 1. ‘aus einem Weidenzweig gefertigte Flöte’ 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. n/mittlere Altm., verstr. s Altm. n/mittleres JE2, Mda-nwJe1b 68 (JE1-Ih), 3: Mda-sJe1 28 (JE1-Pe) – maok mik doch enns an Faup SA-Dä; ... will’r sick Tackens awsnied’n. Dao will’r sick Fleuten van maoken un Fopen. Pohlmann 1905,60; Bastlösereim:Foop, Foop Bastjoahn,
loat de Foop afjoahn,
loat se nich verderw’n
loat’n Foop ut wär’n.
STE-Wa.
Die versch. Arten der Pfeifen werden von den Kindern aus einem Weidenzweig oder einem hohlen Pflanzenstängel, bes. im Frühling, wenn die Pflanzen voll im Saft stehen, gefertigt. Dazu trennt man ein astloses Stück von einem Weidenzweig ab und klopft es anschließend so lange, bis sich die Rinde löst und abgedreht werden kann. Das Aufsagen von Bastlösereimen (vgl. u.a. kloppen, Ppe, Sebastian) soll ein Platzen der Rinde verhindern. Bei einer einfachen kleinen Pfeife, die nur einen brummenden Ton von sich gibt (deshalb u.a. die Benennung Brummer, auch die F. gehört dazu), wird die Rindenhülse an einem Ende abgeschabt und breit zusammengedrückt, so dass man ein Mundstück erhält, das auch für die Schalmei Verwendung findet. Ein anderer Typ besitzt vorn ein (eingesetztes) Mundstück, eine Kerbe am vorderen oberen Teil und einen hinteren Verschluss (aus dem Holz des abgetrennten Zweiges), der entweder fest oder beweglich ist, was dann eine Veränderung der Tonhöhe ermöglicht. Durch das Einsetzen einer Erbse o.ä. in die Kerbe entsteht eine Trillerpfeife.  Aufzählung unabhängig von den versch. Arten: Bass Bastfleute Blubberfleute Botterfleute Brammer Brummbass Brumme 1Brummel Brummelfpe Brummer Ddelbass DdelsackDdelsackppe Dwrfleute Dwrppe Fpe Fleutdse Fleute Fleutje(n)ppe Flottenppe Fuppe Füppke Heppe Hopper Huppe Huppeh Huppeppe Huppeppe Hupper Huppo 1Huppup Kloppeppe Kloppfleutje Knarre Kuckucksfleute Lappje Ppe Pper Parpe Ppe Plockfleutje Plock(s)ppe Ploppppe 2Ppe Purpe Purpel 1Quke Quarke Quarre Ringelfpe Schalmei Stempelfleute Trar Traratt Waldhrn Wdenfleute Wdenfpe Wdenppe. – 2. ‘Gummisauger der Kleinkinder’,  Nuckel, 4: BLA-All, BE-Gier KlSchie.
Lautf., Gram.: Fope, [fp] SA-Win, OST-Zeh, verstr. s Altm. n/mittleres JE2, Mda-sJe1 28 (JE1-Pe); Foop, -b, [fp] vereinz. ö nwaltm., verbr. n/mittlere Altm.; Fop(e)n Pl. vereinz. Altm.; [fb] BE-Gier KlSchie; Pfope STE-Gro; Pfoop GA-Ga, STE-Wei; Faup, [faup] verbr. nwaltm.; [feop] SA-Jü; Fopje Dim. WO-Ke Sa; [fp] Mda-nwJe1b 68 (JE1-Ih); Fappe BLA-All.
Hkbm m. ‘Gestell an der Sense zum Mähen von Gerste und Hafer’,  Hwertog, 3: JE1-Pe.
Huschel f. ‘unordentliche, liederliche Frau’,  Slampe, 3: JE1-Pe.
Kartuffelschle f. 1. dass. wie  Kartuffelschelle 1., 2: STE-KlSchwa, vereinz. s JE2 JE1, 3: WO-Je, JE1-Pe, QUE-Wa, 4: BA-Sil, CA-Do. – 2. dass. wie  Kartuffelpelle 1., 2: JE1-La.
Lautf.: Kartuffelschale JE1-Pe; -schoale WO-Je; Kartüffel- vereinz. s JE2; Kartoffelschale STE-KlSchwa, vereinz. JE1, QUE-Wa, BA-Sil, CA-Do.
lsrdebrken Vb. 1. ‘mit der ungeschickten und geräuschvollen Ausübung einer Tätigkeit beginnen’ 3: Wb-Holzl 159. – 2. ‘erregt und ungestüm umherfahren’ 3: Mda-sJe1 26 (JE1-Pe).
Lautf.: losra’braken Wb-Holzl 159; [ls rbrakn] Mda-sJe1 26 (JE1-Pe).
Mkälfken n. 1. TiN ‘Marienkäfer’,  Marenkwer, 3: QUE-Nei, 4: DE-Wö. – 2. im Kinderreim über M. von Halberstadt, vgl. Bk, 3: JE1-Pe.
Lautf.: Muhkäfchen QUE-Nei; -kälbchen JE1-Pe; [mkelbn] DE-Wö.
nharken Vb. ‘das auf dem Stoppelfeld liegen gebliebene Getreide zusammenharken’,  sstarwen, 1: SA-Bee Ku, 2: vereinz. Altm. w JE2, JE1-Ka Kö Ste, ZE-HLe, 3: vereinz. s GA, WO-El, JE1-Pe, HA-Oh, WE-Is, Wb-Nharz 131, 4: CA-Ak Chö, BE-Grö, verbr. KÖ DE – uff unsen Aggor muss noch najehrgd worn Mda-Fuhne* § 374 (DE-Ca).
Lautf.: na(h)harken SA-Bee, GA-Wa, STE-Buch, WO-Loi, HA-Oh, WE-Is, Wb-Nharz 131, CA-Chö, verstr. KÖ DE; [n-hrgn] Mda-Fuhne* § 374 (verstr. KÖ DE); [-harkn] CA-Ak; nachharken OST-Ber Bre, WO-Uetz, JE2-HBe, JE1-Kö Ste, BE-Grö, vereinz. KÖ DE; -härken SA-Ka; naoharken OST-Gie, vereinz. GA n WO, WO-El, JE2-Alt Me, JE1-Ka Pe, ZE-HLe; [nhrgn] Mda-Fuhne* § 374 (vereinz. ö DE); naohhärken SA-NFe; [nhrk] WO-Col; [-härk] SA-Ku, GA-Ku; noharken vereinz. ö Altm., JE2-Scha Schön; -hagen SA-La Ra.