Hp(en) m. 1. ‘hügelartig Angehäuftes’ 2: Wb-Altm* 56, ZE-Roß, 3: vereinz. WE, CA-Ba Fe, BE-Gü, 4: Mda-Sti 31, verbr. anhalt. – an Hfen Sand CA-Ak; Rda.: an richtijes Hfchn Unjelicke Wb-Be; … der Stad Gardelegen eygendohm tosinde vnd bliwen van den ersten vpgeworpen hopen edder grauen benedden dem eycholte vor den Radewisschen gelegen Na dem dorpe luffinge wart … Gardelegen 1488, Cod. dipl. Brdb. 1.6,152. – 2. ‘Heuhaufen auf der Wiese’,  Heuhocke(n), 1: SA-Han, 3: BE-Gü, 4: verstr. BE, KÖ-Preu Wo – in Hfen brengen ‘Heu auf der Wiese zu Haufen schichten’ KÖ-Pre. – 3a. ‘acht übereinander liegende Garben auf dem Feld’ 3: CA-Ca. – 3b. ’15 übereinander liegende Getreidegarben auf dem Feld’, vgl. 1Mandel 2., 4: Wb-Ak 70. – 4a. ‘grö- ßere Menge’ 2: ZE-Hu, 4: CA-Ak, DE-Ca – dor had doch a Hfen Jeld DE-Ca. – 4b. ‘Schar, größere Anzahl von Personen, z.T. auch von Tieren’,  Korps, 2: ZE-Roß, 4: Wb-Ak 70, BE-Wa, Alt-Cöthen 7 – an Hfen Leite Wb-Ak 70; … an Hoofen junke, hibsche Mächens … Alt-Cöthen 7.
Lautf., Gram.: Hp’n Wb-Altm* 56; hope ZE-Hu; Hp Wb-Altm* 56; Hp Wb-We 53; Höp Pl.(?) SA-Han; Hoof(e)n, [hf()n] ZE-Roß, CA-Ca, verstr. anhalt.; Houpen WE-Abb Is; Höupen WE-Ost; Haupen WE-Lü; [hfn] BE-Me Sa; Haufen, [haufn] Mda-Sti 31, vereinz. CA, BE-Dro; [haufn] ZE-Roß. – Gram.: f. belegt: ZE-Hu. – Etym.:  Hp(en). Zuss.: zu 2.: Heu-; sonstiges: Maulwurfshaufen, Mess-, Moll-, Molt-, Moltworm-.
2Hornske f. 1. ‘altes, baufälliges Haus’,  Bde, 4: BE-GrWi Wa, DE-Ca Schie – das is awwor anne le Hornsge DE-Ca. – 2. ‘einfaches Wirtshaus, Schenke’, abw.,  1Krg, 4: BE-Wa. – 3. ‘kleines schmutziges Zimmer’ 3: Wb-Holzl 106 (HA-Wa).
Lautf.: Hornske DE-Schie; [hornsg] BE-GrWi Wa, DE-Ca; Hornsje Wb-Holzl 106 (HA-Wa). – Etym.: zu slaw. hornica ‘Obergemach’, vgl. Eichler 1965,49.
Hundektel m. dass. wie  Hundekkel, 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. Altm., ZE-Roß, 3: WO-HWa Mei, BE-Gü, 4: BE-Wa – d ld an Hunnegeddel BE-Gü.
Lautf.: Hunnekeetel ZE-Roß; [hunkötl] vereinz. s Altm.; [-ködl] WO-Zi; [-ketl] vereinz. WO; [-gedl] BE-Gü Wa; [hukdl] STE-Je; [-köt] SA-Ku; [-ködl] vereinz. nwaltm., verstr. Altm.; [-köl] SA-Ev Pü.
jähzornig Adj. ‘reizbar, leicht zornig aufbrausend’,  kribbelig, 4: BE-Wa.
Lautf.: [jdsorni].
Kaffeemärte f. ‘Brot oder Kuchen, in Kaffee aufgeweicht’ 4: BE-Wa, DE-Ca – haide jiwweds Gaffmorde DE-Ca.
Lautf.: [gafmrd].
Kanldeckel m. ‘großes Fünfmarkstück’, scherzh., 3: HA-Eil, 4: BE-Wa, KÖ-KlZe.
Lautf.: Kanaldeckel; außerdem: [ganldegl] BE-Wa.
Keitschkenmilch f. dass. wie  Keisekenmelkaus de Blden mach mor Gädschgenmilch 4: BE-Wa.
Knätscher m. 1. ‘Person, die wählerisch im Essen ist’,  Kmsnte, 4: KÖ-Rie. – 2. ‘Schwein, das wählerisch im Fressen ist’ 4: BE-Wa.
Lautf.: Knettscher KÖ-Rie; [gnedr] BE-Wa.
Kopflöne f. ‘Vorstecker, durch die Achse gesteckter Nagel, der das Wagenrad vor dem Abgleiten von der Achse schützt’,  Lüns(e), 4: BE-Wa.
Lautf.: [gobln].
Krickelster f. TiN ‘ Elster’ 3: Mda-Weg 104, BA-Re, 4: Vk-Anhalta 79, Wb-Be, BE-Wa.
Etym.: 1. Glied lautmalend, vgl. Krickelente.