achelig Adj. 1. ‘stachelig’, bes. von Grannen, 2: Wb-Altm 1, 4: Wb-Ak 63, Wb-Be. – 2. ‘finster, unfreundlich’, vom Aussehen,  brummig, 1: SA-Sla.
Lautf.: achlig, -lich SA-Sla, Wb-Altm 1; Nbf.: hach(e)lig, -lich, [ha()li] Wb-Altm 1, Wb-Ak 63, Wb-Be.
1ker m.(?) 1. ‘Kot’ 1/2: Volksspr-Altm 90. – 2. in der Verbdg.: ker p dass. wie  ks, 1: a.a.O. 90 (SA-Sla).
Lautf.: ker.
antrecken Vb. 1. (refl.) – a. ‘(sich) anziehen, ankleiden’ 2: vereinz. Altm. JE2, verstr. JE1, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – trecke die Handschen an, et is kolt! JE1-Zi; ick hewwe dän jung’n annetreckt Spr-Maa 440 (WO-Ol); Un nu sahkse, daß Weiweßen noch Biljetter krichten die nich so fein anjetrekt warn wie sie. Heimatkalender-Be 1936,154; ... Unnerhosen, Unnerjacke un Hanschen treckt’n wi nich an, dät war unner unse Würde, ... Heimatkalender-Je 1923,99 (JE2-Fi); Rda.: sick watt antreck’n ‘eine Äußerung auf sich beziehen’ Wb-Altm 6; Sprw.: wn dat Kld passet, dei trekket et n ‘wer sich angesprochen fühlt, ist gemeint’ Wb-We 8. – b. vorw. in versch. Verbdg.: ‘(sich) warm einhüllen, anziehen’,  inmummeln, 1: SA-Bre Sla, 2: verstr. n/sw Altm., WO-Ro, JE2-Ba KlWul, JE1-Grä Zi, 3: verstr. elbostf. – orndlich antrecken WA-Wa; bannich vöel antreckn SA-Kal; got wam Tüch antrecken SA-Sla; der hat seck dicke anetreckt BA-Rie. – 2a. ‘ein Seil straff ziehen’ 3: Wb-Nharz 16. – 2b. ‘etw. festziehen’ – ’ne Schrwe antrecken 3: HA-Oh. – 3. ‘sich (ruckartig) in Bewegung setzen’, von Pferden, 2: Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie), 3: vereinz. w elbostf., 4: Wb-Ak 24, Wäschke 61915,18 – Un da sase “Hü!”, de Pfere trecktn an, un durthin junks. a.a.O. 18; ... de olln Zirkuspäere wollten nich wedder antrecken; ... Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie). – 4. ‘gut eindringen’, von Feuchtigkeit in den Ackerboden, 3: Wb-Nharz 16. – 5. ‘irgendwo hinziehen und sich dort niederlassen’ 2: Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie), 3: Wb-Nharz 16 – d lde sint hr stern rscht netrekt a.a.O. 16.
Lautf., Gram.: antreck(e)n, -kk-, [antrekn] Inf., treckt an 3. Sg. Präs.; außerdem: [antrek] JE2-Scho, Mda-nwJe1b 64 (verstr. n JE1); anträcken GA-Wiep; träckt an 3. Sg. Präs. Bewohner-Altm 2,246; ahntreck(e)n, aan-, n-, -kk- vereinz. mittleres/s elbostf.; n-, [ntrek()n] OSCH-Har, QUE-Di, Wb-Ak 24, Wb-Be; 3. Sg. Prät.: antreckte Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie); 1./3. Pl. Prät.: trecktn an, treckt’n - a.a.O. 1923,99 (JE2-Fi), Wäschke 61915,18; Imp. Sg.: trecke an JE1-Zi, WE-Zi; treck -, [trek an] Matthies 1903,25, JE2-Ba Scho, Spr-Maa 440 (WO-Ol); Part. Prät.: anjetrekt Heimatkalender-Be 1936,154; an(n)etreckt Heimatkalender-Ma 1932,44 (JE2-Vie), vereinz. elbostf.; a(h)ne- vereinz. sw elbostf.; njetreckt Wb-Ak 24; antrackt OST-NiGö.
Antwrt f. wie Standardspr., 1: SA-Sla, 2: vereinz. nbrdb., 3: verstr. n/w elbostf., QUE-Di, 4: vereinz. anhalt. – giff doch Antwurt! SA-Jeeb; Uff die Antwort haddich schon jelauert. Krause 1964,27.
Lautf., Gram.: Antwohrt, -wrt, ant- Spr-Maa 440 (WO-Ol), vereinz. w elbostf., QUE-Di; -woren Pl. WO-Gu; Antwoart Matthies 1903,8; -wort Id-Eilsa 49; -wort, [antwort] SA-Sla, Wb-Be, Krause 1964,27; -worten Pl. SA-Im, Wb-Ak 60, Richter o.J. 89; -wuhrt Bewohner-Altm 2,168; -wuort OSCH-Di; -wurt, -d SA-Jeeb, Pohlmann 1905,19, Heimatkalender-Je 1923,100 (JE2-Fi), BLA-Brau.
Arm m. 1a. ‘Körperglied (des Menschen) an der rechten bzw. linken Schulter’ verbr. – ’n Arm brken HA-Oh; en rm ful ‘ein wenig’ Wb-Nharz 17; Rda.: dä hat sinen Ackerhof unnern Arm von einem Barbier mit seinen Utensilien gesagt, scherzh., WE-Velt; den lette in schtiewe Arme affschtarben von jmdm. gesagt, der jmd. anderen bezwingen kann, Sprw-Börde; ’n un’ner de Arreme jreifen ‘jmdm. helfen’ Wb-Ak 25; du wist mik woll oppen Arm nehm? CA-Fö; mit’n krumm’ Arm kaom’n ‘jmdn. mit Geschenken zu bestechen suchen’ Wb-Altm 118; hei lächt sin’ fiuan Am bi sin lärring’ Dam ‘er legt seinen faulen Arm zu seinem leeren Darm’, Verspottung fauler Menschen, Volksspr-Altm 93; Sprw.: Arm’ un Been’ kann’ nich brännen. Entschuldigung für einen begangenen Holzdiebstahl, Bewohner-Altm 1,321; Kindervers:Arm, Darm,
Water warm,
Swieneken slachten,
Wörstchen maken;
Dat sall seggen: piep!
Hbl-Ohre 1933 Nr. 7/ohne Verf. (WA-
ABra).
– 1b. in der Verbdg.: n Arm vull ‘Menge, die man im Arm tragen kann’, bes. von Getreide, 1: SA-Sla, 2: vereinz. OST JE2, JE1-Stei, 3: verstr. w elbostf. WA, 4: vereinz. omd. – en Arm vull Koahn (Korn) OST-Alt; Hle m an Arremvull Hols rin! Wb-Ak 26. – 2. ‘Ärmel’ 3: vereinz. elbostf. –Denn word ne Elle mehr enommen.
Et kunn mal andre Mode kommen!
Mal niee Arme, andern Kragen,
Denn leit et sick noch länger dragen!
Gorges 1938,33.
– 3. Teil(e) an Geräten oder Vorrichtungen: – a. vorw. im Pl. ‘paarig gespreizte Holme am Vordergestell des Ackerwagens, zwischen denen die Deichsel gelagert ist’ 1: SA-Rist Roh, 2: ZE-Mü Ned, 3: vereinz. elbostf., 4: verstr. w anhalt. – b. vorw. im Pl. ‘Griffe am Hinterpflug zum Führen des Pfluges, Pflugarme’ 4: BE-Be Grö. – c. ‘Pumpenschwengel’ – Rätsel: höltern Mann mit’n isern Arm? – die Wasserpumpe, 2: JE2-Schön. – d. ‘das Querholz der Harke, an dem die Zinken sitzen’,  Harkenhft, 2: STE-Ste. – e. ‘Seitenholz an der Handspannsäge’ 3: Wb-Nharz 17. – f. ‘Teil des Stiels der Grassense zwischen Griff und Knebel’ 3: a.a.O. 17.
Lautf., Gram.: Arm Sg., -e Pl.; außerdem: Am, [m] SA-Rist, Volksspr-Altm 93; Arm, Arm’Pl. SA-Roh, vereinz. Altm.; Armen Dat./Akk. Pl. Heimatkalender-Ma 1931,85 (Altm.), Mda-Weg 105; Arrem, [arm] JE2-Scho, Wb-Ak 25; Orm Id-Eilsa 81; Orrem OSCH-Di; rm, ’rm Heimatkalender-Ze 1962,92 (ZE-Ze), Wb-Nharz 17, Mda-Sti 16, DE-Ca; [rm] Pl. BE-Gü, vereinz. w anhalt.; Ärme Akk. Pl. Heimatkalender-Ma 1932,46 (JE2-Vie); rm QUE-Di; [m] Mda-Ar 24.
dn Adj. 1. ‘angeschwollen’ 3: WE-He Strö – de Hand is dne WE-He; ... ein dicke dun kerle ... 1492, FB Zerbst 20. – 2a. ‘(sehr) betrunken’ 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm. JE2, verstr. JE1, ZE-Sta We, 3: verbr. n elbostf., verstr. mittleres/s elbostf., 4: CA-Chö, Wb-Be – ... dun sup’n ... Matthies 1912,22 (SA-Sla); ... dat hei halw duhn mit’n Kopp opp’n Disch in e slapen is. Rauch 1929,188; Verbdg.: H is all Daog dick un dn. Wb-Altm 42; Rda.: dn w ne Rhacke (Rodehacke) HA-Oh; Sprw.: besser duhn als dämlich WO-Gu.  der Bedeutungsumfang reicht von ‘leicht angetrunken (sein)’ bis ‘völlig betrunken (sein)’: afbten afhacken afknabbern alln andrinken anddeln an(ge)bimmelt an(ge)dselt an(ge)heitert angenasselt angenebelt an(ge)nuddelt angenusselt an(ge)pladdert an(ge)schickert an(ge)smrt an(ge)sselt ankwern ankümmeln annlen 1annuschen anrken anschten anstken antdern pe Audi Bataillon bedeppert bedonnert bedrselt beddeln bedseln befgt Bn benaut benweln benuddelt benusseln beschickert beslken besmkt besmrt bespen beswmeln beswippt beswipsen betdert 1Binde blkerig blsen blästern blau blmen bgeln bren Brten Buddel Dallasch Damp Dl dick Dörst 1Drke dran Duddel ddeldick Ddelsack dull dullerhgelvull Dsel fardig Frt ften fgen fett fisselig fleutjen Ft frten fuddern fselig Gang geng Gesicht Glas grau günnen Hacke Hr Hrbdel Haubenlerche Haubitze Himmel Hrn inkognit Jacke Kaldne Kanl 1Klster knabbern kndeldick knülle knüppeldick Ködderwter Kkse kpen Kopp Krackelstwel 1Krne 1Krsel Krz lachsfett 1lden 1Lampe 1löschen mlum Mütze Nse natt nmen nlig 1nusseln ge werdnig werpedden Panne pannenswart ppern picheln ppen pottswart Prsterken Pulle quasselig Reichstag rinnstndn Rdehacke sackgrau Sand schf schicker 1Schöpfer schrg Schutt slig sitten Slagsde Slunk Smt smettern snasseln strndick sternewetterbesoffen strnhgelbespen sternhagelblau strnhgelvull strnhgelwderbespen strnvull Stwel stf Stint str strvull 1Stoff Storm Strick Süll swart Swips Tacke(n) tanken T Timpe(n) Torkel Trampel Trn Trittjen trdeldn trdelig Tüttei umhängen Umstand underknpen uphelpen uphucken uprpen vl verhaften verlöten versacken vull weg Zopp. – 2b. ‘schwindelig, benommen’,  dselig, 2: JE2-Scho.
Lautf.: du(h)n, duun, dn verstr. ö nwaltm., verbr. Altm. n JE2, vereinz. mittleres/s JE2 JE1, Rauch 1929,188, WO-Gu, verstr. nw elbostf. OSCH, vereinz. WE; tuhn CA-Ca; du(h)ne, [dn] vereinz. s STE, verstr. n WO mittleres/s JE2 JE1, ZE-Sta We, vereinz. nw elbostf., verbr. s WO, OSCH-Gu, verstr. WA s elbostf., CA-Chö; [tne] Wb-Be; diun, [diun] verbr. n/w nwaltm.
gwen Vb. allg. 1a. ‘aushändigen, überreichen’ – jiff mick man mal ’n Afflejjer HA-Bee; ... un gaw dat den Burn. Hausfr-Altm 1929,24 (STE-KlMö); or jiwwed seine Fraue en Schlissel BE-Ra; Den Breef kann ik Se nu nich gewen ... Heimatkalender-Je 1923,95 (JE2-Vie). – 1b. ‘schenken, spenden’ – där jift mick wat WA-Alt; Sprw.: je’m armet nich Wb-Holzl 112; Wer jäern jifft, fräggt nich lange. Vk-Harz 3,58; mit jeben wuchert man am besten OSCH-Grö. – 1c. ‘reichen, zum Nehmen hinhalten’, auch ‘als Nahrung oder Futter reichen/gereicht werden’ – de Klne de Brust j’m Wb-Ak 75; ... denn jaab’n sich de beed’n Partn’r de Hand ... Heimatkalender-Ze 1962,92 (ZE-Ze); Wat gift et tau ten? Wb-We 36; Melk will ick Kättken gäwen ... Bewohner-Altm 2,165; hei schall de Küih Waorer gä’m SA-Um. – 1d. ‘zuteil werden lassen, verabreichen’, auch ‘jmdm. etw. antun, zufügen’ – n Kuß jehm JE2-Zo; Rda.: de Jacke voll geben ‘prügeln, schlagen’ JE1-Bu; ne Wucht jeben dass., WA-West; et is ne nich ejben ‘er hat die Fähigkeit nicht’ Wb-Nharz 57; Sprw.: Jift Gott Häseken, Jift’e ook Gräseken. Vk-Harz 3,60. – 1e. in festen Verbdg. mit Subst. ‘bieten, gewähren’ – t kannst mich m an j’n Rt jm Wb-Be; Se jähn mich immer sonne dumme Antworten ... Richter o.J. 89; Rda.: Bescheid geben ‘ausschimpfen, schelten’ JE2-Zo. – 2. ‘an etw. tun, hinzugeben’ – Giw lüttgan Kümma an’n Wittkäoa SA-Dä. – 3a. ‘erzeugen, hervorbringen’, auch ‘Ertrag bringen’ – ditt Joar het’t nich vöal Oawet gäb’n SA-Sla; d kau jift fl melk Wb-Nharz 57. – 3b. ‘äußern’ – et nich fon sek jben kennen Wb-Nharz 57; Deatt was deatt erste Woart, watt Möller voan sick gaww ... Matthies 1903,3. – 4a. ‘auf etw. Wert legen, etw. Bedeutung beimessen’ – da wart nist op e’jem’n HA-Oh. – 4b. ‘etw. von jmdm. halten’ – wat op en’n gwen Wb-We 39. – 5. refl. – a. ‘sich in bestimmter Weise verhalten, benehmen’ – ... sall sick ... gäwn as ’n Knecht. Hausfr-Altm 1928,99 (Kredel). – b. ‘sich beruhigen, mäßigen’ – giff di man! Wb-Altm 61. – c. ‘vergehen, nachlassen, aufhören’ – dat jifft sik HA-Oh. – d. ‘sich begeben’ – sick in Galopp je’m Wb-Holzl 112; Wie andern gaben uns denn opp’n Wegg nah’n Holte ropp. Heimat-Ohre 1922/Wöhlbier (HA-Eim). – 6. unpers. ‘vorhanden sein, existieren’ – Giwt et dat wu anders? Klaus 1936,2; inne Haie jefft Jrnlinge (Pilzsorte) JE2-Scho; Inne Ellewe jb’s frer ville Fische. Wb-Ak 75; To dohn gawt ja nog ... Heimatkalender-Ma 1931,85 (Altm.); ... un wasses sonst noch von Mächens uf son’n Howe jiwwet ... Wäschke 61915,77; Rda.: So wat ... dat giwt nich. ‘Das kann nicht sein.’ Pohlmann 1905,93; Sprw.: s jiwwet sonne un s jiwwet sonne. Heese 21919,5. – 7a. unpers. ‘kommen, geschehen, stattfinden, sein werden’ – et jift frost Wb-Nharz 57; dat jifft ne grete Hochtt HA-Oh; jetz jibbets jlei n Knall DE-Ho; ’s jiwwet noch was ‘es wird noch regnen’ Vk-Anhalta 68. – 7b. ‘ergeben, zum Ergebnis, zur Folge haben’ – dat jift zank Wb-Nharz 57; fannt Rinnflsch jefft ne jje Suppe JE2-Scho; Bauernregel: Lichtmess hell un kloar, jifftn jut Flaßjoahr GA-Bo.
Lautf.: Inf.: gew(e)n, j- SA-Ku Win, vereinz. Altm., Heimatkalender-Je 1923,95 (JE2-Vie), vereinz. w elbostf.; geb(e)n, j- JE2-Zo, JE1-Bu, vereinz. w elbostf., WA-Re West; jehbm QUE-Di; jem’n HA-Erx; gehm, ge’m, j-, [j] JE2-Zo, Wb-Holzl 112, verstr. ö elbostf. (außer nö); [jeb] Id-Eilsa 64; jem’n HA-Oh; gäw(e)n, j-, [jv()n] Wb-Altm 61, Bewohner-Altm 2,165, Hausfr-Altm 1928,99 (Kredel), verstr. OST n STE; jäb(e)n SA-Sta Vi, Heimatkalender-Ze 1962,90 (ZE-Ze), Spr-Asch 28, Heimatkalender-Börde 1925,64 (CA-Sa); jäbm JE1-Gra; jäm’n Heese 21919,110; gä’m, j-, [g], [j] verbr. nwaltm. (außer n) w/s Altm., JE1-Pre, Mda-Ze (ZE-Roß), WO-Mei, HA-NHa, BA-Ha, Wb-Ak 75, Wb-Be; [j] BA-Ha; jä(h)n JE2-Schl Ve, verstr. anhalt. (außer w/s); [gäi] verbr. n nwaltm.; [jävn], [jä] Siedler-Je § 81 (ö/s JE2 JE1); [ja] verstr. mbrdb.; [jon] vereinz. ö STE; jäun, [jun], [jn] STE-Wa, verstr. n/w JE2, Mda-nwJe1a 45 (JE1-Ih Pa); gieben OSCH-Di; jn Mda-Sti 28; 3. Sg. Präs.: gif(f)t, -ww-, j- verstr. nwaltm. w Altm., vereinz. ö Altm., verbr. elbostf., Mda-Sti 5; giwwet, j-, [jiwd] ZE-Hu, Vk-Ask 167, BA-Ha, verstr. anhalt.; gibt, j- Vk-Anhaltc 76 (ZE-Cos), Heimatkalender-Ze 1964,89 (ZE-Ze), vereinz. sö elbostf. ö DE; jibbet KÖ-Ra, DE-Ho; gef(f)t, j- STE-KlSchwa, vereinz. n/mittleres JE2, verstr. mbrdb.; jäft, [jft] JE2-Mü, JE1-Ge, ZE-Kö; [jept] Mda-Ze (ZE-Roß); Imp. Sg.: giff, giw(w), j-, [gif], [jif] verstr. nwaltm. n Altm., verbr. elbostf.; jib(b), -p verstr. omd.; [jp] BA-Ha; jeff, jeww verbr. mbrdb., JE1-Wol; jeb, [jep] JE1-Zi, Mda-Ze (ZE-Roß); 1./3. Sg. Prät.: ga(a)f, j- verstr. elbostf.; gaff, gaww, j-, [gaf], [jaf] vereinz. Altm., Heimatkalender-Ma 1932,47 (JE2-Vie), Dialekt-Ma 11 (vereinz. mittleres JE1); jab, jap, jp Spr-Asch 41, vereinz. omd.; jb Wb-Ak 75; gew, [gf], jeef SA-Ku, OST-Schön, Heimatkalender-Je 1923,100 (JE2-Fi); geiw Ehlies 1960b 298; Part. Prät.: Stammvokal wie Inf.
Holtgede f. ‘das Querholz der Harke, an dem die Zinken sitzen’,  Harkenhft, 1: SA-Sla.
Lautf.: Holtecht.
krabbeln Vb. 1a. ‘sich kriechend fortbewegen’, sowohl von Insekten als auch von Menschen, 2: Wb-Altm 115, STE-Wa, ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf., 4: Mda-Sti 95, Wb-Ak 97, Wb-Be – de Ms krawwelt in’n Str HA-Oh; Reim:harr kanter, harr kanter,
wat is denn dat,
in mnen bke krawelt wat.
Wb-Nharz 106.
1b. ‘klettern’,  klattern, 1: SA-Sla, 2: STE-Ost – he krabbelt upp dann Bom SA-Sla. – 2a. ‘mit den Fingern  kratzen, kraueln, kitzeln’ 1: SA-Ku, 2: Wb-Altm 115, Id-Altm, SA-Sa, 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. omd. – Krawwele mich doch m uffen Bukkel. Wb-Ak 97. – 2b. ‘von Juckreiz befallen sein, Juckreiz verspüren’, bes. in der Nase,  kribbeln, 2: JE2-KlWul, ZE-Roß, 3: vereinz. mittleres/s elbostf., 4: Mda-Sti 96, BE-Be – Volksgl.: mich krawweltet so in de linke Hand, da werick woll noch Jeld krien ZE-Roß.
Lautf., Gram.: krabbeln SA-Sla, Id-Altm, STE-Ost Wa, JE2-KlWul, vereinz. s elbostf.; krawweln Wb-Altm 115, SA-Ku Sa, verstr. elbostf., Mda-Sti 95f., Wb-Be; krawwelte 3. Sg. Prät. Wäschke 71913,2; krawwel’l, [kraw] ZE-Roß, Wb-Ak 97.
Lkenfr f. ‘Totenwäscherin’,  Ddenfr, 1: SA-Sla, 2: verbr. Altm. JE2 JE1, verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: BLA-Sti, verstr. anhalt.
Lautf.: Lik(e)nfru vereinz. SA OST, verbr. GA, vereinz. STE JE2, verstr. elbostf.; -frue verstr. elbostf.; -frau verbr. Altm. JE2, vereinz. CA; -frou OST-Ost Schön Spä, GA-KloNeu; [lkfrau], [-frao] verstr. Altm.; Likefrau WA-ABra; Lükenfruhe BLA-Rü; Liechenfraue BLA-Sti; Leichenfrau JE1-Scha, verstr. ZE anhalt.; -fraue, [lainfrau] verstr. JE1 anhalt.; -frue JE1-Ca Pre, CA-Wer We; Leijnfrau DE-Je.