anfleuten Vb. 1. ‘behexen, bezaubern’ 2: Beiträge-Altm 1,137, Wb-Altm 5 – ämm iss watt anfleit a.a.O. 5. – 2. ‘betrügen, übervorteilen’,  bedrgen, 1: SA-Dä, 2: vereinz. Altm. – dai Keopmann hat mik gants gehoirich anflait SA-Dä.
Lautf., Gram.: anfleuten STE-Wa; -fleit(e)n Wb-Altm 5 und 253, STE-Wa; [anflait], [-d-] SA-Dä; [anflat] Mda-Ar 38; anfleit Part. Prät. Beiträge-Altm 1,137.
beswgen Vb. 1. ‘ohnmächig werden’, vorw. im Part. Prät. ‘ohnmächtig’,  mächtig, 1: verstr. nwaltm., 2: Beiträge-Altm 1,137, Wb-Altm 16 und 255, GA-Fau, JE2-Ba, JE1-Wo – dai hat beschwaucht SA-Hö. – 2. ‘beschwichtigen’ 2: Wb-Altm* 49, 3: HA-Bee.
Lautf., Gram.: beswög’n Wb-Altm 255, Wb-Altm* 49; -swöj’n HA-Bee; Part. Prät.: beschwöht JE1-Wo; -schwoht JE2-Ba; [bwaut] verstr. nwaltm.; [-waot] SA-Dä; Nbff.: beswöw’n Wb-Altm 16; Part. Prät.: -swöwt Wb-Altm 16; [bwft] GA-Fau; beschwooft Beiträge-Altm 1,137.
Beswgnis f. ‘Ohnmacht’,  mächtig, 1: SA-Dä El, 2: Beiträge-Altm 1,137, Wb-Altm 16 und 255, GA-Fau.
Lautf.: Beswögnitz Wb-Altm 255; [bwaunis] SA-El; [bwaonis], [-wuinis] SA-Dä; Nbff.: Beswwnitz Wb-Altm 16; [bwfnis] GA-Fau; Beschwoofnitz Beiträge-Altm 1,137.
betwern Vb. ‘bezaubern’ 2: Beiträge-Altm 1,37, Wb-Altm 16.
Blk m. 1. ‘Rauch, rußiger Qualm, feiner Ruß’ 2: Beiträge-Altm 1,137, Wb-Altm 19, Land/Leute-Je 1923 Nr. 2/Busch (JE2-Schö), 3: CA-Fö – De Dönns (Wohnstube) is swart von Blaok. Wb-Altm 19. – 2. ‘nichtiges, unsinniges, unwahres Gerede, Geschwätz’,  Quassel, 2: JE1-Dö, 3: Spr-Asch 32, CA-Fö – rede doch nich sonnen Blaak Spr-Asch 32.
Lautf.: Blaak; außerdem: Blaok Wb-Altm 19, JE1-Dö.
blecken Vb. 1. ‘entblößen, sehen lassen’, bes. von den Zähnen, 2: Wb-Altm 20. – 2. ‘durchschimmern, nicht mehr vollständig bedeckt sein’, vom Holz eines Baumes bei sich lösender Rinde – de Wid’n de blecken all 2: OST-Kau. – 3. ‘sich ablösen (lassen)’ – de Wd’n bleck’n gd 2: Wb-Altm* 50. – 4. ‘die Rinde eines Zweiges abschälen’,  afschellen, 2: Beiträge-Altm 1,137, vereinz. OST, 3: HA-AHa. – 5. ‘die Haut eines toten Tieres abziehen’ 2: Beiträge-Altm 1,137, Wb-Altm 20.
Lautf.: bleck(e)n; außerdem: bläcken OST-Bre. – Etym.: zu mnd. blken ‘erscheinen, sich zeigen’, vgl. HWb-Mnd 1,202, mhd. blecken ‘sichtbar werden, sich entblößen’, vgl. HWb-Mhd 1,301, im Gebiet bei der Vokallänge auch semantische Differenzierung ( 2blken), neben der trans. Bed. auch noch Erhalt von intrans. Bed. (vgl. 2., 3.), ausf. vgl. Pfeifer 1989,186.
Bofst m. 1. PflN ‘Staubpilz’ 1: SA-Dä, 2: Wb-Altm 159, Beiträge-Altm 1,142, ZE-Roß, 3: Mda-nwJe1a 45 (JE1-Ra). – 2. ‘kraftloser, schwächlicher Mensch’, abw., 2: Wb-Altm 159, Beiträge-Altm 1,142.
Lautf.: [bfs] ZE-Roß; Pofi(e)st, [pfst] Wb-Altm 159, Beiträge-Altm 1,142, Mda-nwJe1a 45 (JE1-Ra); [pamfs] SA-Dä.
Blken Pl. ‘leibliche Geschwister’ 2: Wb-Altm 22, Beiträge-Altm 1,137.
dken Vb. 1. ‘einen Damm errichten’ 3: Wb-Holzl 75. – 2. ‘eindämmen, hemmen, unterbinden’ 2: Beiträge-Altm 2,48, Bewohner-Altm 2,129, 3: vereinz. w elbostf. – he kann’t nich mehr dieken ‘er kann die finanziellen Lasten seines Hofes nicht mehr tragen’ Bewohner-Altm 2,129; du kannst ’n Döst woll wär nich dieken? HA-Bee.
eisch Adj. 1. ‘ungezogen, unartig’,  unrtig, auch ‘böse’, von Kindern, 2: vereinz. nbrdb., verstr. mbrdb., 3: JE1-Bie, CA-Fö – aisch sin de Kahlen a.a.O.; Jef doch’en Onkel de schmucke Hand, musst jo nich so eisch sinn. Spr-Mab 433 (JE1-Kö). – 2a. ‘schmutzig’,  smuddelig, 2: Wb-Altm 46, Beiträge-Altm 1,138 – Nimm dat nich, ’t is eisch Zuruf an Kinder, die etw. Schmutziges in die Hand nehmen wollen, Wb-Altm 46. – 2b. in der Verbdg.: et’s aisch ‘es ist recht schlechtes Wetter’ 3: Vk-Ask 232.