Mittelelbisches Wörterbuch, Band 1 (A-G), Spalte 1094
galsterig Adj. 1. ‘alt, gelblich, ranzig geworden, ver-
dorben’, von Lebensmitteln, bes. von Butter, Schmalz
oder Speck, auch ‘ranzig, verdorben schmeckend’ 2: Wb-
Altm 60, Albrecht 21822 2,71, ZE-Roß, 3: verstr. elb-[1095]
ostf., 4: Wb-Ak 74 – dat Speck kann’n km t’n, so
galstrig iss’t
Wb-Altm 60; ek hebbe son’ galstrigen smack
in’ munne.
Id-Quea 154. – 2. ‘ blass, bleich, kränklich
aussehend’ 2: Wb-Altm 60.
Lautf.: jalsterich Spr-Asch 42, BE-Gü, Wb-Ak 74; galstrig, -ch,
j-
Wb-Altm 60, Albrecht 21822 2,71, ZE-Roß, vereinz. elbostf.;
jelstrich Wb-Nharz 58; Nbf. auch mit möglichem Einfluss von
grall 4.: gralsterig, -ch vereinz. elbostf. – Etym.: zu mnd.
galstrich ‘ranzig’, vgl. HWb-Mnd 2,7.
Expandiere:
Lemma
galsterig
Grammatische Angabe
Adj.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘alt, gelblich, ranzig geworden, verdorben’, von Lebensmitteln, bes. von Butter, Schmalz oder Speck, auch ‘ranzig, verdorben schmeckend’
Verbreitung
  • 2: Wb-Altm 60, Albrecht 21822 2, 71, ZE-Roß
  • 3: verstr. elbostf.
  • 4: Wb-Ak 74
Belege
  • dat Speck kann’n km t’n, so galstrig iss’t Wb-Altm 60
  • ek hebbe son’ galstrigen smack in’ munne. Id-Quea 154.
2.
Bedeutung
‘ blass, bleich, kränklich aussehend’
Verbreitung
2: Wb-Altm 60.