Mittelelbisches Wörterbuch, Band 1 (A-G), Spalte 1191
gnarren Vb. 1. ‘(leise vor sich hin) weinen’,  wnen,
bes. von kleinen Kindern, auch wenn sie in weinerli-
chem Ton ( jammern) unablässig um etw. bitten, quen-
geln,  beddeln, 1: SA-Han, 2: vereinz. Altm., 3: verstr.
elbostf., 4: Wb-Be, BE-Gier – wat hat’t ümmertau te
gnarren
HA-Oh. – 2. dass. wie  gnäckern 1., 1: SA-Dä,
2: STE-Wa. – 3. ‘laut schreien, brüllen’ 3: Wb-Holzl 96.
Lautf.: gnarr(e)n; außerdem: [knarn] Wb-Be; gnar(e)n, gnr(e)n
Wb-Altm 123, GA-KloNeu, QUE-Di; [gnrn] SA-Dä; gnahn
SA-Han.
Expandiere:
Lemma
gnarren
Grammatische Angabe
Vb.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘(leise vor sich hin) weinen’,  wnen, bes. von kleinen Kindern, auch wenn sie in weinerlichem Ton ( jammern) unablässig um etw. bitten, quengeln,  beddeln
Verbreitung
  • 1: SA-Han
  • 2: vereinz. Altm.
  • 3: verstr. elbostf.
  • 4: Wb-Be, BE-Gier
Belege
wat hat’t ümmertau te gnarren HA-Oh.
2.
Bedeutung
dass. wie  gnäckern 1.
Verbreitung
  • 1: SA-Dä
  • 2: STE-Wa.
3.
Bedeutung
‘laut schreien, brüllen’
Verbreitung
3: Wb-Holzl 96.