Mittelelbisches Wörterbuch, Band 1 (A-G), Spalte 1224
grapschen Vb. 1a. ‘hastig und gierig nach etw. grei-
fen, zugreifen (und an sich nehmen)’ 2: verstr. brdb., 3:
verstr. elbostf., 4: verstr. omd. – Rda.: Er jrabscht, was’e
kann.
von einem raffgierigen Menschen, Vk-Anhaltc 107.
– 1b. ‘stehlen’,  klauen, 2: ZE-Dor, 3: WO-El, BLA-
Brau. – 2. ‘mit kleinen Tonkugeln spielen’,  snappen,
2: vereinz. sö SA, verstr. OST, STE-KlSchwa.
Lautf.: grap(p)sch(e)n, grab(b)sch(e)n, j- (anhalt.: [jrabn]);
außerdem: [jrapsn] ZE-Kö; [jrpn] Wb-Be; grobschen STE-
KlSchwa; gräppschen SA-Vien; jräebschen OST-Meß. – Etym.:
neben grapsen Iterativbildung zu mnd. grabben ‘greifen, raf-
fen’, vgl. HWb-Mnd 2,146, bes. in den Mundarten des nd. und
md. Sprachraums verbreitet, daneben Bezug zu engl. grab,
grasp
und anord. grápa ‘an sich reißen’, vgl. Kluge 242002,369,
DWB 4,1,5,1896 f.
Expandiere:
Lemma
grapschen
Grammatische Angabe
Vb.
Gliederung
1a.
Bedeutung
‘hastig und gierig nach etw. greifen, zugreifen (und an sich nehmen)’
Verbreitung
  • 2: verstr. brdb.
  • 3: verstr. elbostf.
  • 4: verstr. omd.
Belege
Rda.: Er jrabscht, was’e kann. von einem raffgierigen Menschen, Vk-Anhaltc 107.
1b.
Bedeutung
‘stehlen’,  klauen
Verbreitung
  • 2: ZE-Dor
  • 3: WO-El, BLA-Brau.
2.
Bedeutung
‘mit kleinen Tonkugeln spielen’,  snappen
Verbreitung
2: vereinz. SA, verstr. OST, STE-KlSchwa.