Mittelelbisches Wörterbuch, Band 1 (A-G), Spalte 1248
grsig Adj. 1. ‘mit frischem, saftigem Gras bedeckt’,
bes. von feuchten, sumpfigen Wiesen, 2: JE1-GrLüb. – 2.
‘herb,  bitter, sauer schmeckend’, bes. von unreifem
Obst oder Kohl, der nicht abgekocht wurde, 2: Wb-Altm
71, ZE-Kö, 3: HA-Bee, Wb-Nharz 64, 4: CA-Ak – de
Pl’m sinn jrschik
ZE-Kö; de Zuppe smeckt ’n beet’n
grausij
HA-Bee. – 3. ‘schäumend’, bes. von kochendem
Pflaumenmus, 4: Wb-Ak 82.
Lautf.: grosig Wb-Altm 71; grausich, -j HA-Bee, Wb-Nharz 64;
grusig, -ch Wb-Altm 71, JE1-GrLüb; [jri] ZE-Kö; jrschich,
[jri]
Wb-Ak 82, CA-Ak; [jrik] ZE-Kö.
Expandiere:
Lemma
grsig
Grammatische Angabe
Adj.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘mit frischem, saftigem Gras bedeckt’, bes. von feuchten, sumpfigen Wiesen
Verbreitung
2: JE1-GrLüb.
2.
Bedeutung
‘herb,  bitter, sauer schmeckend’, bes. von unreifem Obst oder Kohl, der nicht abgekocht wurde
Verbreitung
  • 2: Wb-Altm 71, ZE-Kö
  • 3: HA-Bee, Wb-Nharz 64
  • 4: CA-Ak
Belege
  • de Pl’m sinn jrschik ZE-Kö
  • de Zuppe smeckt ’n beet’n grausij HA-Bee.
3.
Bedeutung
‘schäumend’, bes. von kochendem Pflaumenmus
Verbreitung
4: Wb-Ak 82.