Mittelelbisches Wörterbuch, Band 2 (H-O), Spalte 84
1Hecke f. 1. ‘in sich geschlossene, ineinander ver-
wachsene Reihe von Büschen und Sträuchern, meist
als Umzäunung oder Abgrenzung angepflanzt’ verstr.
hinder de Hejje, n’ Stock t de Hejje snn HA-Oh. – 2.
‘abgebrochene oder vom Baum gefallene dürre Zwei-
ge, Reisig’,  2Knack, 3: verstr. Nharz., 4: verstr. nthür.
en Bund Hecke ‘ein Bund Tannenreisig’ BLA-Ha; dr
(trockene) Hekke BLA-Ca; Hecke soll an den ortern
geholt werden, da inen des rats holtzforster zue ider zeit
hinweisen wirth.
1551–52, Baurdinge-Que 91. – Volksgl.:[85]
Mit der Formel mn hekkelken, mn schtekkelken
brachte um 1800 in Neuwerk eine als Hexe verdächtigte
Frau in kurzer Zeit reichlich Reisig zusammen. Wb-
Nharz 74.
Lautf.: Hecke; außerdem: Heck verstr. nwaltm. Altm.; Hegge
Klaus 1936,57, OSCH-Di, [heg] verbr. BE; Hejje verstr. n
elbostf.
Zuss.: zu 1.: Liguster-; zu 2.: Lse-.
Expandiere:
Lemma
Hecke (Homonymziffer 1)
Grammatische Angabe
f.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘in sich geschlossene, ineinander verwachsene Reihe von Büschen und Sträuchern, meist als Umzäunung oder Abgrenzung angepflanzt’
Verbreitung
verstr.
Belege
hinder de Hejje, n’ Stock t de Hejje snn HA-Oh.
2.
Bedeutung
‘abgebrochene oder vom Baum gefallene dürre Zweige, Reisig’,  2Knack
Verbreitung
  • 3: verstr. Nharz.
  • 4: verstr. nthür.
Belege
  • en Bund Hecke ‘ein Bund Tannenreisig’ BLA-Ha
  • dr (trockene) Hekke BLA-Ca
  • Hecke soll an den ortern geholt werden, da inen des rats holtzforster zue ider zeit hinweisen wirth.1551
  • 52, Baurdinge-Que 91.
  • Volksgl.: Mit der Formel mn hekkelken, mn schtekkelken brachte um 1800 in Neuwerk eine als Hexe verdächtigte Frau in kurzer Zeit reichlich Reisig zusammen. Wb-Nharz 74.