Mittelelbisches Wörterbuch, Band 1 (A-G), Spalte 171
anken Vb. 1. ‘ächzen, seufzen, stöhnen’, auch vor
Schmerzen,  stnen, 1: verstr. nwaltm., 2: Id-Altm, SA-
Al Win, vereinz. mittleres OST, verstr. mittlere/s Altm.
(außer CALV), 3: verbr. n/w elbostf., verstr. WA, vereinz.
sö elbostf., 4: Mda-Sti 125 – hei anket un stnt ümmertau
HA-Oh; anken vor Weida (Schmerzen) WA-ABra; subst.:
Dat Jammern un Anken word dulder. Lindauc o.J. 69;
Rda.: dä hat doch nist de anken ‘sie hat keinen Grund zur
Klage’ OSCH-Ba; Sprw.: Angken un Knüör’n is et hal-
lebe Büör’n
‘eine Arbeit (Heben, Tragen) ist unter Äch-
zen und Stöhnen schon halb getan’ OSCH-Schl. – 2.
‘sehnsüchtig nach der Mutter die Arme ausstrecken’, von
kleinen Kindern, 4: vereinz. w BE.
Lautf., Gram.: ank(e)n, angk’n, [akn]; außerdem: ank(e)t
3. Sg. Präs. SA-Dä, STE-Schl, GA-Lock, vereinz. mittleres/sw
elbostf.; ank’nt subst. Spr-Maa 437 (WO-Ol); [ak] vereinz.
nwaltm., SA-Al; [agn] vereinz. w BE; ahnken OSCH-Schw,
BLA-Tr; nken Mda-Sti 125; ang(e)n GA-Bö Kak; angt 3. Sg.
Präs. SA-Han.
Expandiere:
Lemma
anken
Grammatische Angabe
Vb.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘ächzen, seufzen, stöhnen’, auch vor Schmerzen,  stnen
Verbreitung
  • 1: verstr. nwaltm.
  • 2: Id-Altm, SA-Al Win, vereinz. mittleres OST, verstr. mittlere/s Altm. (außer CALV)
  • 3: verbr. n/w elbostf., verstr. WA, vereinz. elbostf.
  • 4: Mda-Sti 125
Belege
  • hei anket un stnt ümmertau HA-Oh
  • anken vor Weida (Schmerzen) WA-ABra
  • subst.: Dat Jammern un Anken word dulder. Lindauc o.J. 69
  • Rda.: dä hat doch nist de anken ‘sie hat keinen Grund zur Klage’ OSCH-Ba
  • Sprw.: Angken un Knüör’n is et hallebe Büör’n ‘eine Arbeit (Heben, Tragen) ist unter Ächzen und Stöhnen schon halb getan’ OSCH-Schl.
2.
Bedeutung
‘sehnsüchtig nach der Mutter die Arme ausstrecken’, von kleinen Kindern
Verbreitung
4: vereinz. w BE.