Mittelelbisches Wörterbuch, Band 2 (H-O), Spalte 546
kloppen Vb. 1a. ‘klopfen, schlagen, hämmern’ 2:
Wb-Altm 106, Spr-Altm 79, ZE-Roß, 3: vereinz. HA
OSCH, Wb-We 67, Wb-Nharz 100, QUE-Di, 4: vereinz.
omd. – an Nl inne Wand klopp’m Wb-Ak 91; hei het al
umme dreije klopt
Wecken durch Klopfen, Wb-Nharz
100; Rda.: hei is med den Dummbüdel ekloppet ‘er ist
dumm, nicht bei Verstand’ Wb-We 67; Upp’n Busch
klopp’n
‘jmdm. Informationen entlocken’ Wb-Altm 106.
– 1b. ‘die Sense dengeln, durch Hämmern schärfen’ 1:
verbr. nwaltm., 2: verbr. mittleres SA, vereinz. OST,
verbr. mittlere/s Altm. JE2 mbrdb., 3: verbr. elbostf.,
4: BLA-Sti, QUE-Frie, vereinz. BA, verbr. ö CA BE,
KÖ-Bie Cör, vereinz. DE – haste nau schon de Sese
jekloppt?
ZE-Steu. – Brauch: In der Feierabendzeit sa-
ßen die Mäher auf der Straße vor den Haustüren und
klopften ihre Sensen. Die Sense wurde auf einen Am-
boss gelegt und die Schneide langsam weiterrückend
mit einem Hammer solange geklopft, bis sie haarscharf
war. HA-Ack.  denneken hmern 1hren. – 1c. ‘durch
wiederholte Schläge Bast von einem Weidenzweig zur
Fertigung einer Flöte lösen’, dabei wurden Bastlöser-
eime gesungen oder gesprochen, 1: Matthies 1912,7
(SA-Fa), 2: vereinz. Altm. (außer GA), verstr. mbrdb., 3:
vereinz. nw elbostf., verstr. sö elbostf., 4: verstr. nthür.,
vereinz. anhalt. – Bastlösereim:Klopp, klopp Stoak’n
will’n Fleit moak’n.
All Wied’n goahn aff,
un du geihst ouk aff.
Matthies 1912,7 (SA-Fa).
1
d. ‘Getreide dreschen’,  dörschen, 4: BE-Neu. – 1e.
‘Steine mit dem Hammer zerkleinern’, bes. solche, die
zur Instandhaltung der Chausseen dienten, 3: HA-Oh,
Wb-Nharz 100. – 2. refl. ‘sich  balgen, prügeln’ 1:
SA-Bee, 2: Wb-Altm* 78, SA-Pre, GA-Ga Ro, STE-Ta,
JE2-Me Schar, vereinz. mbrdb., 3: vereinz. n elbostf.
w JE1, Wb-We 67, WE-Be, Wb-Nharz 100, 4: vereinz.
w anhalt. – se hebben sek hellesch eklopt Wb-Nharz 100.
– 3. ‘kaufen’ 3: Id-Queb 4.
Lautf., Gram.: klopp(e)n; außerdem: klopp’m, kloppm SA-Brie,
GA-Lo, JE2-GrWud, JE1-Wo, QUE-Di, CA-Atz, Wb-Ak 91,
KÖ-Kör, DE-Ra; [klop] GA-Sche, JE2-Scho, JE1-Re, Wb-
Be, DE-Els; klopp Imp. Sg. Matthies 1912,7f. (SA-Fa NFe,
STE-Hü), OST-Sa, STE-Ho Schä, BE-Nie; kloppe Imp. Sg.
GA-Fe, WO-An, verstr. mbrdb., vereinz. nw elbostf., verstr. sw
elbostf., vereinz. omd.; gekloppt Part. Prät. JE2-Schar; [klpm]
Siedler-Je § 252, HA-Uep; klobb(e)n SA-Mel, STE-Han Sto,
WO-Ri; klobm, [klob] SA-Dä Rist, CA-Ak; [glob] verbr.
BE, Mda-Fuhne 16 (DE-Ca); klopfen OST-Möl[547]
Ucht, STE-Schä, WO-Ro, JE2-Alt Ge, vereinz. JE1, ZE-Ra, CA-Schw;
klopfe Imp. Sg. BA-Neu Sip, KÖ-Ma; [glub] veralt. Mda-
Fuhne 16 (DE-Ca).
Zus.: zu 1a.: in-.
Expandiere:
Lemma
kloppen
Grammatische Angabe
Vb.
Gliederung
1a.
Bedeutung
‘klopfen, schlagen, hämmern’
Verbreitung
  • 2: Wb-Altm 106, Spr-Altm 79, ZE-Roß
  • 3: vereinz. HA OSCH, Wb-We 67, Wb-Nharz 100, QUE-Di
  • 4: vereinz. omd.
Belege
  • an Nl inne Wand klopp’m Wb-Ak 91
  • hei het al umme dreije klopt Wecken durch Klopfen, Wb-Nharz 100
  • Rda.: hei is med den Dummbüdel ekloppet ‘er ist dumm, nicht bei Verstand’ Wb-We 67
  • Upp’n Busch klopp’n ‘jmdm. Informationen entlocken’ Wb-Altm 106.
1b.
Bedeutung
‘die Sense dengeln, durch Hämmern schärfen’
Verbreitung
  • 1: verbr. nwaltm.
  • 2: verbr. mittleres SA, vereinz. OST, verbr. mittlere/s Altm. JE2 mbrdb.
  • 3: verbr. elbostf.
  • 4: BLA-Sti, QUE-Frie, vereinz. BA, verbr. ö CA BE, KÖ-Bie Cör, vereinz. DE
Belege
  • haste nau schon de Sese jekloppt? ZE-Steu.
  • Brauch: In der Feierabendzeit sa- ßen die Mäher auf der Straße vor den Haustüren und klopften ihre Sensen. Die Sense wurde auf einen Amboss gelegt und die Schneide langsam weiterrückend mit einem Hammer solange geklopft, bis sie haarscharf war. HA-Ack.
1c.
Bedeutung
‘durch wiederholte Schläge Bast von einem Weidenzweig zur Fertigung einer Flöte lösen’, dabei wurden Bastlösereime gesungen oder gesprochen
Verbreitung
  • 1: Matthies 1912, 7 (SA-Fa)
  • 2: vereinz. Altm. (außer GA), verstr. mbrdb.
  • 3: vereinz. nw elbostf., verstr. elbostf.
  • 4: verstr. nthür., vereinz. anhalt.
Belege
  • Bastlösereim:Klopp, klopp Stoak’n
    will’n Fleit moak’n.
    All Wied’n goahn aff,
    un du geihst ouk aff.
    Matthies 1912,7 (SA-Fa).
1
d.
Bedeutung
‘Getreide dreschen’,  dörschen
Verbreitung
4: BE-Neu.
1e.
Bedeutung
‘Steine mit dem Hammer zerkleinern’, bes. solche, die zur Instandhaltung der Chausseen dienten
Verbreitung
3: HA-Oh, Wb-Nharz 100.
2.
Grammatikalische Angabe
refl.
Bedeutung
‘sich  balgen, prügeln’
Verbreitung
  • 1: SA-Bee
  • 2: Wb-Altm* 78, SA-Pre, GA-Ga Ro, STE-Ta, JE2-Me Schar, vereinz. mbrdb.
  • 3: vereinz. n elbostf. w JE1, Wb-We 67, WE-Be, Wb-Nharz 100
  • 4: vereinz. w anhalt.
Belege
se hebben sek hellesch eklopt Wb-Nharz 100.
3.
Bedeutung
‘kaufen’
Verbreitung
3: Id-Queb 4.