Mittelelbisches Wörterbuch, Band 2 (H-O), Spalte 551
kltern Vb. 1. ‘erzählen, schwatzen, Nichtiges re-
den’,  nlen, 1: SA-Dä, 2: Id-Altm, Pohlmann
1905,45, OST-Na, STE-Kö Steg Wa – subst.: Nu geiht
dat Nöähl’nt un Kläöternt an, As jedwereen sick denken
kann.
Pohlmann 1905,45. – 2a. ‘mit etw. klappern’,
auch ‘klingeln’ 2: Id-Altm, STE-Wa. – 2b. ‘in geringen
Zwischenräumen einen einfachen sich wiederholenden
Ton verursachen’, von Regentropfen – Datt kläötert
recht
die Regentropfen fallen so, dass man den Ton, den
sie erzeugen schon hören, aber noch die Zwischenräume
unterscheiden kann, 2: Wb-Altm 103. – 3a. ‘schnell
laufen’ 3: HA-War, Hbl-Nharz 1929 Nr. 5/ohne Verf.
(WE-Rho) – de kann aber kleutern! HA-War. – 3b. ‘hin-
und hergehen, herumgehen’, ohne ein bestimmtes Ziel,
3: Beiträge-Nd 64 (WO-HWa), HA-Bee Oh, OSCH-Di,
4: Mda-Sti 109 – klötere mick nijj ümmer for de Fäute
rum – gah wejj hier!
HA-Bee. – 3c. ‘viel ausgehen’ 3:
Wb-Holzl 121 (WA-KlWa). – 3d. ‘durch Schmutz lau-
fen’ 3: a.a.O. 121 (WA-KlWa).
Lautf., Gram.: klö(ö)tern STE-Kö Steg Wa, HA-Bee, Hbl-Nharz
1929 Nr. 5/ohne Verf. (WE-Rho); klödern OST-Na; klöätern
HA-Oh, kläötern Wb-Altm 103; Kläöternt subst. Pohlmann
1905,45; kltern, [kltrn] Beiträge-Nd 64 (WO-HWa), Mda-
Sti 109; kleutern HA-War, kloitern Wb-Holzl 121 (WA-KlWa);
klaütern QUE-Di; klaetern Id-Altm; [klidn] SA-Dä. – Etym.:
k. ist ebenso wie  kltern die im Nd. weit verbreitete Form mit
Umlaut, zurückzuführen wohl auf klottern bzw. klattern, was
zum einen soviel wie ‘klappern, prasseln’ zum anderen auch
‘schwatzen’ bedeutet, vgl. DWB 5,1016 und 1248. Denkbar ist
bei der unter 3d. angegebenen Bed. auch ein Bezug zu nd. 
Klter ‘Schmutz’, vgl. Kluge 231995,446.
Zus.: zu 3.: hinderhr-.
Expandiere:
Lemma
kltern
Grammatische Angabe
Vb.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘erzählen, schwatzen, Nichtiges reden’,  nlen
Verbreitung
  • 1: SA-Dä
  • 2: Id-Altm, Pohlmann 1905, 45, OST-Na, STE-Kö Steg Wa
Belege
subst.: Nu geiht dat Nöähl’nt un Kläöternt an, As jedwereen sick denken kann. Pohlmann 1905,45.
2a.
Bedeutung
‘mit etw. klappern’, auch ‘klingeln’
Verbreitung
2: Id-Altm, STE-Wa.
2b.
Bedeutung
‘in geringen Zwischenräumen einen einfachen sich wiederholenden Ton verursachen’, von Regentropfen
Belege
Datt kläötert recht die Regentropfen fallen so, dass man den Ton, den sie erzeugen schon hören, aber noch die Zwischenräume unterscheiden kann, 2: Wb-Altm 103.
3a.
Bedeutung
‘schnell laufen’
Verbreitung
3: HA-War, Hbl-Nharz 1929 Nr. 5/ohne Verf. (WE-Rho)
Belege
de kann aber kleutern! HA-War.
3b.
Bedeutung
‘hin- und hergehen, herumgehen’, ohne ein bestimmtes Ziel
Verbreitung
  • 3: Beiträge-Nd 64 (WO-HWa), HA-Bee Oh, OSCH-Di
  • 4: Mda-Sti 109
Belege
klötere mick nijj ümmer for de Fäute rum – gah wejj hier! HA-Bee.
3c.
Bedeutung
‘viel ausgehen’
Verbreitung
3: Wb-Holzl 121 (WA-KlWa).
3d.
Bedeutung
‘durch Schmutz laufen’
Verbreitung
3: a.a.O. 121 (WA-KlWa).