Mittelelbisches Wörterbuch, Band 2 (H-O), Spalte 596
Knochengalgen m. ‘eine mit Knochen behängte, zu-
vor zurechtgestutzte Tanne’ 2: Gebräuche-Altm 88f.,[597]
Bewohner-Altm 2,65, Brauch-wAltm 54 – Brauch: Am
Karfreitag oder Ostermontag zogen die Jungen des Dor-
fes aus, um die Pfingstweide auszustecken.  Hge-
graststken
. Diejenigen, die zum ersten Mal Pferde
hüten sollten oder die neu in den Ort gekommen wa-
ren, mussten Knochen heranschaffen. Die anderen hol-
ten eine Tanne, deren Äste gekürzt wurden. Der älteste
und stärkste Junge wählte einen Hügel in der Nähe der
Pfingstweide, stellte dort die Tanne auf und schmückte
sie mit den gesammelten Knochen. Die Spitze des K.
zierte ein Pferdeschädel. Gebräuche-Altm 88f.
Expandiere:
Lemma
Knochengalgen
Grammatische Angabe
m.
Bedeutung
‘eine mit Knochen behängte, zuvor zurechtgestutzte Tanne’
Verbreitung
2: Gebräuche-Altm 88f., Bewohner-Altm 2, 65, Brauch-wAltm 54
Belege
Brauch: Am Karfreitag oder Ostermontag zogen die Jungen des Dorfes aus, um die Pfingstweide auszustecken.  Hgegraststken. Diejenigen, die zum ersten Mal Pferde hüten sollten oder die neu in den Ort gekommen waren, mussten Knochen heranschaffen. Die anderen holten eine Tanne, deren Äste gekürzt wurden. Der älteste und stärkste Junge wählte einen Hügel in der Nähe der Pfingstweide, stellte dort die Tanne auf und schmückte sie mit den gesammelten Knochen. Die Spitze des K. zierte ein Pferdeschädel. Gebräuche-Altm 88f.