Mittelelbisches Wörterbuch, Band 2 (H-O), Spalte 839
Lemmel n. 1. ‘ Klinge eines Messers’, auch ‘Mes-
serschneide’, 2: verstr. mittlere Altm. – 2. ‘Messergriff’
1: vereinz. nwaltm., 2: vereinz. ö SA – dat Lemm faot
sick schoin an
SA-Dä. – 3. ‘Messer, von dem der Griff
abgegangen ist’ 2: Wb-Altm 122.
Lautf.: [lem]; außerdem: Lämmel Wb-Altm 122; [lem] SA-Da
Dä. – Etym.: zu mnd. lemmelen ‘Degenklinge, Messerblatt’ und
mndl. lemmen, lemmel, lemmer ‘Metallplatte, Klinge’, entlehnt
aus lat. lamina ‘dünne Platte, Eisenblech, Schwertklinge’ bzw.
aus lat. lamella, dem Dim. von lamina (vgl. Wb-Meckl 4,897);
im Brdb. gilt es als ndl. Siedlerwort, vgl. Teuchert 21972,69f.,
Frings 21966/1968, 1,162f.
Zus.: zu 1., 3.: Metzer-.
Expandiere:
Lemma
Lemmel
Grammatische Angabe
n.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘ Klinge eines Messers’, auch ‘Messerschneide’
Verbreitung
2: verstr. mittlere Altm.
2.
Bedeutung
‘Messergriff’
Verbreitung
  • 1: vereinz. nwaltm.
  • 2: vereinz. ö SA
Belege
dat Lemm faot sick schoin an SA-Dä.
3.
Bedeutung
‘Messer, von dem der Griff abgegangen ist’
Verbreitung
2: Wb-Altm 122.