Mittelelbisches Wörterbuch, Band 2 (H-O), Spalte 936
Maibm m. 1. ‘langer, entästeter, geschmückter
Baum, der zu Volksfesten (bes. zu Pfingsten) im Ort
aufgestellt wurde’ – Brauch: Mit einem geschmück-
ten Wagen wurde der Baum, meist zusammen mit den
Maien 1.,am Tag vor Pfingsten aus dem Wald ge-
holt, anschließend durch das Dorf gefahren und von den
Mädchen mit Bändern und Tüchern versehen (DE-Que
Vo). Am Abend stellten die jungen Männer den M., der
z. T. noch an einer langen Stange befestigt war, an einem
zentralen Platz des Ortes auf. Während des Pfingstfe-
stes bildete er den Mittelpunkt der Tanzveranstaltung.
2: Bewohner-Altm 2,254 (GA-Le), 4: Vk-Anhalta 230.
– 2. dass. wie  Maie 1., 3: vereinz. elbostf. – Maiböme
hemm’n se dick non nich e brocht …
Rauch 1929,29.
Lautf.: Maibm, Mei-; außerdem: Meibem HA-Oh.
Expandiere:
Lemma
Maibm
Grammatische Angabe
m.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘langer, entästeter, geschmückter Baum, der zu Volksfesten (bes. zu Pfingsten) im Ort aufgestellt wurde’
Belege
Brauch: Mit einem geschmückten Wagen wurde der Baum, meist zusammen mit den  Maien 1.,am Tag vor Pfingsten aus dem Wald geholt, anschließend durch das Dorf gefahren und von den Mädchen mit Bändern und Tüchern versehen (DE-Que Vo). Am Abend stellten die jungen Männer den M., der z. T. noch an einer langen Stange befestigt war, an einem zentralen Platz des Ortes auf. Während des Pfingstfestes bildete er den Mittelpunkt der Tanzveranstaltung. 2: Bewohner-Altm 2,254 (GA-Le), 4: Vk-Anhalta 230.
2.
Bedeutung
dass. wie  Maie 1.
Verbreitung
3: vereinz. elbostf.
Belege
Maiböme hemm’n se dick non nich e brocht … Rauch 1929,29.