Mittelelbisches Wörterbuch, Band 2 (H-O), Spalte 966
Mr(e) m., f. 1. ‘gespenstisches Wesen, das nach dem
Volksgl. Albdrücken hervorruft, indem es sich auf die
Brust des Schlafenden setzt’ 2: Wb-Altm 134, Albrecht
21822 3,4, Kuhn 1843 Nr. 48, 3: Wb-We 87, BLA-Brau,
Id-Queb 10, 4: Brauch-Anhalt 6f. – de Mrt drücket mek
Wb-We 87;Wöck sähn de Alp,
wöck sähn de Moard,
De schleek’ sick bi uns rin.
Albrecht 21822 3,4;
Besprechungsformel gegen den M.:Mrte, salst mek nich driken un nich beriken,
salst ale Halme kniken,
salst ale Bme bestjen,
salst ale Wters berden.
BLA-Brau.
Volksgl.: Der M. kann sowohl männl. als auch weibl.
Gestalt annehmen. Die Augenbrauen sind zusammen-
gewachsen. Er gelangt durch das Schlüsselloch in das
Schlafzimmer. Verstopft jmd. das Schlüsselloch, wäh-
rend der M. einen Schlafenden drückt, so kann er nicht
hinaus und muss an der Stubentür stehen. Brauch-Anhalt
6f. – 2. ‘Albdrücken’ 3: vereinz. nö QUE, CA-Fö.
Lautf.: Mare Brauch-Anhalt 6f.; Mrte Wb-We 87, BLA-Brau;
Mahrt Kuhn 1843 Nr. 48, Wb-We 87, vereinz. nö QUE, CA-Fö,
mrt Id-Queb 10; Maort Wb-Altm 134; Moard Albrecht 21822
3,4. – Gram.: m. belegt Kuhn 1843 Nr. 48, Id-Queb 10; f. belegt
Brauch-Anhalt 6f.
Expandiere:
Lemma
Mr(e)
Grammatische Angabe
m., f.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘gespenstisches Wesen, das nach dem Volksgl. Albdrücken hervorruft, indem es sich auf die Brust des Schlafenden setzt’
Verbreitung
  • 2: Wb-Altm 134, Albrecht 21822 3, 4, Kuhn 1843 Nr. 48
  • 3: Wb-We 87, BLA-Brau, Id-Queb 10
  • 4: Brauch-Anhalt 6f.
Belege
  • de Mrt drücket mek Wb-We 87
  • Wöck sähn de Alp,
    wöck sähn de Moard,
    De schleek’ sick bi uns rin.
    Albrecht 21822 3,4
  • Besprechungsformel gegen den M.:Mrte, salst mek nich driken un nich beriken,
    salst ale Halme kniken,
    salst ale Bme bestjen,
    salst ale Wters berden.
    BLA-Brau.
  • Volksgl.: Der M. kann sowohl männl. als auch weibl. Gestalt annehmen. Die Augenbrauen sind zusammengewachsen. Er gelangt durch das Schlüsselloch in das Schlafzimmer. Verstopft jmd. das Schlüsselloch, während der M. einen Schlafenden drückt, so kann er nicht hinaus und muss an der Stubentür stehen. Brauch-Anhalt 6f.
2.
Bedeutung
‘Albdrücken’
Verbreitung
3: vereinz. QUE, CA-Fö.