Mittelelbisches Wörterbuch, Band 2 (H-O), Spalte 1087
[1087]Mörtel m. 1. ‘breiartiges, schnell erhärtendes Ge-
misch aus Wasser, Sand und Zement, Kalk u.ä., das als
Bindemittel oder zum Verputzen von Decken und Wän-
den dient’ – de Mreker smitt Mertel twischen de Steine
3: HA-Oh. – 2a. ‘Teich, kleinere Wasseransammlung im
Gelände oder auf dem Acker’,  Dk, auch ‘stets feuchte
Stelle im Acker’,  Springstde, 2: Bauernwelt-Ze, Ldk-
Anhalt 2,62 (ZE-Li), ZE-We. – 2b. dass. wie  Mr-
wische
, 2: JE2-Zo. – 2c. in FlN mit Bezug auf (2a.) und
(2b.), 2: vereinz. w Altm., verbr. ö Altm. JE2 JE1, ver-
einz. ZE, 3: verstr. w JE1, 4: Siedler-Je § 335 (vereinz.
ö anhalt.).
Lautf.: Mörtel JE2-Zo, Möhrtel Ldk-Anhalt 2,62 (ZE-Li);
Mertel HA-Oh; Meertel Bauernwelt-Ze; Märtel ZE-We.
– Etym.: wie  Mser entlehnt aus lat. mortrium ‘Mörser’,
auch ‘Mörtelpfanne, Mörtelgrube’, in FlN ndl. Siedlerwort zu
gleichbed. mndl. morter, mortel, vgl. Kluge 231995,570,
Teuchert 21972,178.
Expandiere:
Lemma
Mörtel
Grammatische Angabe
m.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘breiartiges, schnell erhärtendes Gemisch aus Wasser, Sand und Zement, Kalk u.ä., das als Bindemittel oder zum Verputzen von Decken und Wänden dient’
Belege
de Mreker smitt Mertel twischen de Steine 3: HA-Oh.
2a.
Bedeutung
‘Teich, kleinere Wasseransammlung im Gelände oder auf dem Acker’,  Dk, auch ‘stets feuchte Stelle im Acker’,  Springstde
Verbreitung
2: Bauernwelt-Ze, Ldk-Anhalt 2, 62 (ZE-Li), ZE-We.
2b.
Bedeutung
dass. wie  Mrwische
Verbreitung
2: JE2-Zo.
2c.
Bedeutung
in FlN mit Bezug auf (2a.) und (2b.)
Verbreitung
  • 2: vereinz. w Altm., verbr. ö Altm. JE2 JE1, vereinz. ZE
  • 3: verstr. w JE1
  • 4: Siedler-Je § 335 (vereinz. ö anhalt.).