Mittelelbisches Wörterbuch, Band 1 (A-G), Spalte 782
Drm m., n., veralt. 1. ‘Garnfäden, Fadenenden, die
nicht mehr verwebt werden können’, finden anderweitig
zum Binden und Flechten Verwendung, 1: SA-Rist, 2:
Wb-Altm 39, Bewohner-Altm 2,302, 3: HA-Bee, OSCH-
Har – haste all Drohm von’n Linneweber halt tau’n
Wöste taubin’n?
HA-Bee. – 2. ‘Endstück eines Gewebes,
Saum’ 3: Wb-Holzl 79, Wb-We 31. – 3. ‘äußerstes Ende
der Peitschenschnur’,  Ptschensnr, 2: STE-Elv. – 4.
FlN für ein am Ende, Rand liegendes Ackerstück, 3:
vereinz. n/mittleres elbostf., ausf. vgl. FlN-Ma/Anhalt 60,
Burghardt 1967,189.
Lautf.: Dräö(h)m vereinz. Altm.; Droom, Drohm vereinz. w elb-
ostf.; [dröm] SA-Rist. – Etym.: zu mnd. drm, drm ‘End-
stück’, bes. ‘der letzte Teil des Aufzugs beim Weben, Faden-
ende’, daneben mit Kürzvokal mnd. drum, mhd. drum, trum
‘Endstück, Ende, Stück’,  Drümmel, Trumm, vgl. HWb-Mnd
1,484, Pfeifer 1989,1853.
Expandiere:
Lemma
Drm
Grammatische Angabe
m., n.
Bedeutung
veralt.
Gliederung
1.
Bedeutung
‘Garnfäden, Fadenenden, die nicht mehr verwebt werden können’, finden anderweitig zum Binden und Flechten Verwendung
Verbreitung
  • 1: SA-Rist
  • 2: Wb-Altm 39, Bewohner-Altm 2, 302
  • 3: HA-Bee, OSCH-Har
Belege
haste all Drohm von’n Linneweber halt tau’n Wöste taubin’n? HA-Bee.
2.
Bedeutung
‘Endstück eines Gewebes, Saum’
Verbreitung
3: Wb-Holzl 79, Wb-We 31.
3.
Bedeutung
‘äußerstes Ende der Peitschenschnur’,  Ptschensnr
Verbreitung
2: STE-Elv.
4.
Bedeutung
FlN für ein am Ende, Rand liegendes Ackerstück
Verbreitung
3: vereinz. n/mittleres elbostf., ausf. vgl. FlN-Ma/Anhalt 60, Burghardt 1967, 189.