Mittelelbisches Wörterbuch, Band 1 (A-G), Spalte 855
ke f. PflN ‘Eiche’ verstr. – disse Eeche is kleen DE-
Vo; dai Aek mütt iutköt (ausgeästet) wrn SA-Dä; Rda.:[856]
et sind wecke ut de fulle Aike von kerngesunden Men-
schen gesagt, Wb-Holzl 36 und 57; Bauernregel: wenn’t
ewer de klen eiken dendert
(donnert), dat jift kein gdes
jesselnjr
(Gänsejahr) Wb-Nharz 49; Abzählreim: Esche,
Eike, Beuken, du most seuken
WE-Be. -Volksgl.: Wer ein
hohes Alter erreichen will, soll in die Wurzel einer E.
bohren, den Saft ausziehen und löffelweise trinken.
Danach ist die E. zu fällen. Vk-Anhalta 289.
Lautf., Gram.: Eeke, [k] verstr. sw JE1 ZE, Dialekt-Ma 12
(CA-We); k, [k] Wb-Altm 45, Mda-Ar 36; Eike, Aike, [aik],
[aek]
SA-Jeg, WO-Mahl Ucht, JE2-Scho, Dialekt-Ma 12 (ver-
str. JE1, ZE-Dor Göd), verstr. elbostf.; Eiken Pl. vereinz. Altm.,
JE2-Gü, Vk-Harz 3,79; Ei(c)k, [aik], [aek] vereinz. nwaltm.,
verstr. Altm.; [ak] Mda-Ar 36; [äik()] Siedler-Je § 92 (JE2,
n/mittleres JE1); [ik], [ek] GA-We, STE-Gro; E(e)che, []
ZE-Roß, verstr. anhalt.; k QUE-Di; Aiche, aiche QUE-GrSchie,
Mda-Sti 30.
Expandiere:
Lemma
ke
Grammatische Angabe
f.
Bedeutung
PflN ‘Eiche’
Verbreitung
verstr.
Belege
  • disse Eeche is kleen DE-Vo
  • dai Aek mütt iutköt (ausgeästet) wrn SA-Dä
  • Rda.: et sind wecke ut de fulle Aike von kerngesunden Menschen gesagt, Wb-Holzl 36 und 57
  • Bauernregel: wenn’t ewer de klen eiken dendert (donnert), dat jift kein gdes jesselnjr (Gänsejahr) Wb-Nharz 49
  • Abzählreim: Esche, Eike, Beuken, du most seuken WE-Be. -Volksgl.: Wer ein hohes Alter erreichen will, soll in die Wurzel einer E. bohren, den Saft ausziehen und löffelweise trinken. Danach ist die E. zu fällen. Vk-Anhalta 289.