afsplen Vb. ‘durch Spülen entfernen, mit Wasser reinigen’ 3: vereinz. w elbostf., 4: Wb-Be, Heimathefte-Be 1956,242 (BE-GrWi) – dat Jeschirre afspeulen HA-Oh; Un trappel di trappel – jung’t nah’n Dieke taun Affspeulen. Lindauc o.J. 43.
Lautf., Gram.: af(f)speul(e)n, -spoilen vereinz. nw elbostf.; afschpl’n, -schpail’n Wb-We* 198; fschpeulen, -schpoil’n a.a.O. 198, Wb-Nharz 2; [appln] Wb-Be; abjespielt Part. Prät. Heimathefte-Be 1956,242 (BE-GrWi).
afsprken Vb. 1. ‘etw. mit jmdm. besprechen, verabreden’ 3: Wb-Holzl 52 (HA-Eil), HA-Oh – dat möwwe noch ml afsprken a.a.O. – 2. ‘jmdm. etw. aberkennen, absprechen, streitig machen’ 3: vereinz. elbostf. – Rda.: einen et lbent fschprken von jmdm. behaupten, dass er nicht wieder gesund wird, Wb-Nharz 7; de kann dick et Leben afschpreken von jmdm. gesagt, der üble Nachrede über andere führt, Sprw-Börde. – 3. ‘Krankheiten durch Besprechen zu heilen versuchen’ 4: Vk-Anhaltb 13 (KÖ-GrPa).
Lautf.: af(f)spreken, -sprken Wb-Holzl 52, HA-Oh; afschpreken Sprw-Börde; fschprëken Wb-Nharz 7; absprechen Vk-Anhaltb 13 (KÖ-GrPa).
afspringen Vb. ‘herunterspringen’ 3: vereinz. w elbostf., 4: Wb-Be.
Lautf., Gram.: afspringen HA-Oh; sprung aff 3. Sg. Prät. Lindauc o.J. 13; fschpringen Wb-Nharz 2; [apprin] Wb-Be.
afstackeln Vb. ‘mit einer Stange abschlagen, herunterschlagen’, bes. von Obst,  afnmen, vgl. afstockeln, 3: vereinz. w elbostf. – lat unsch en paar Swetschen afstackeln Id-Eilsa 94.
afstkeln Vb. dass., 1: SA-Da Dä, verstr. ö nwaltm., 2: verstr. n/mittlere Altm. (außer n OST).
Lautf.: [afstk()ln] SA-Al Sal Zie, OST-Meß, GA-Ku; [-tkln] verstr. n/mittlere Altm. (außer n OST); [-stkon] SA-Ah Ev; [-tkon] SA-GrGe Pü; [-tkn] SA-Jü Wü; [-taokon] SA-Ch Gie; [-taokn] SA-Da; [-taokn] SA-Dä; [-stk] SA-Rist. – Etym.: zu Grunde liegt wohl mnd. stken, Subst. Stke ‘dicker Knüppel, Stock’, möglich ist aber auch ein Anschluss an mnd. stken ‘stochern’. Eine klare Entscheidung ist wegen des Zusammenfalls der langen - und -Laute in der Altm. nicht möglich.
afstken Vb. ‘Heu abladen’ 1: SA-Rist, 3: HA-Oh.
Lautf.: afstken HA-Oh; [afst] SA-Rist.
afstammen Vb. ‘Nachkomme sein, abstammen’ 3: vereinz. elbostf.
Lautf.: afstammen HA-Oh; affschtamm’m Spr-Maa 432 (JE1-Ran); fschtammen Wb-Nharz 2.
afstampeln Vb. refl. ‘durch vieles Umherlaufen ermü- den’, von Kindern, 3: HA-Oh.
afstn Vb. 1. ‘von etw. abstehen, entfernt sein’ 2: STE-Sto, 3: vereinz. w elbostf. – de Hser stt wt von’n ander af HA-Oh; Abzählreim:Ella, bella, baf,
du steißt af
STE-Sto.
– 2. ‘jmdm. etw. überlassen, abtreten’ 3: WE-Oster, Wb-Nharz 7. – 3. ‘von etw. Abstand nehmen, zurücktreten’ – von’n Kep will’k wer afstn 3: HA-Oh. – 4. ‘verschmutztes Wasser längere Zeit stehen und sich absetzen lassen’ 3: Wb-Nharz 7.
Lautf., Gram.: afstahn, -stn HA-Oh, WE-Oster; stunnen af 3. Pl. Prät. Wedde 1938,77; steißt af 2. Sg. Präs. STE-Sto; fschtn Wb-Nharz 7.
afstarwen Vb. 2: Bewohner-Altm 2,318, Zauber-Ma 93 (GA-Mie), ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 11, Wb-Be. 1a. ‘sterben’,  starwen – Rda.: hei hlt w wenn ne einder afestrben is HA-Oh. – 1b. ‘(allmählich) aufhören zu leben, absterben’ – dä Boom is affestorben HA-Bee; De Kartoffel’l sin abjestorre’m, mor ken’n se langen. ‘Das Kartoffelkraut ist vertrocknet, wir können die Kartoffeln ernten.’ Wb-Ak 11. – 2. ‘gefühllos, taub werden’, von Körperteilen – mich sinn meine Finger janz abjestorm ZE-Roß.
Lautf., Gram.: afstarben HA-Oh; affschtarben Sprw-Börde; affestorben Part. Prät. HA-Bee; stärw’n aw 3. Pl. Präs. Bewohner-Altm 2,318; stärbm aff 3. Pl. Präs. Zauber-Ma 93 (GA-Mie); fschtarben Wb-Nharz 2; abstarre’m Wb-Ak 11; abjestorm Part. Prät. ZE-Roß; [aptar] Wb-Be.