Lödderitz ON – in der Verbdg.: Ledderitz, Ledderitz, Patzetz (ON) ein Tanz, 4: Wäschke 71913,43.  Dornhacker.
Löfte f. ‘Verlobung’, auch die Verlobungsfeier, veralt., 1: verbr. nwaltm., 2: verstr. Altm., 3: Mda-Ohre (GA-Rä), Sprw-Harzvorlg 254 –Ok ick mütt gratoleern
To düs Löft un fro Fest:
Mücht’ noch ju Glück vömehrn,
Düt wer dät Allerbest.
Kredel 1929,167.
– Brauch: Zur L. kamen die beiden Familien zusammen, um zunächst Mitgift und Besitzverhältnisse zu regeln. Anschließend wurde der Termin für die Hochzeit festgelegt. Einigte man sich nicht, kam die Verlobung nicht zustande. Durch ein deutliches Jawort und einen Kuss der Verlobten, nur slt. auch durch das Wechseln von Verlobungsringen, wurde der Bund besiegelt. Eine gemeinsame Mahlzeit beschloss die L. Hochzeit-Altm 12f., Hochzeitsbrauch-Altm 349.
Lautf.: Löfte Mda-Ohre (GA-Rä), Sprw-Harzvorlg 254; Löf(f)t verbr. nwaltm., verstr. Altm., Lövt Hochzeitsbrauch-Altm 349; [lft] Mda-Ar 30. Zus.: Hand-.
Löfteantog m. ‘Anzug, der bei der  Löftevom Verlobten getragen wurde’ 3: Sprw-Harzvorlg 254.
Lautf.: Löfteanzug.
Löftekld n. ‘Kleid, das bei der  Löftevon der Verlobten getragen wurde’ 3: Sprw-Harzvorlg 254.
Löfteschten n. ‘Schießen der Burschen zu Ehren des Paares bei der Verlobungsfeier’ 2: Beiträge-Stendal 2,155 (SA-Jee), Brauch-wAltm 12 (vereinz. mittlere Altm.).
Lautf.: Löftschießen.
Löftnis n. dass. wie  Löfte, 2: Id-Altm.
Lögenpanse(n) m. dass. wie  Lgner, 2: verbr. JE1, 3: verbr. w JE1, Wb-Holzl 136.
Lautf.: [ljnpansn], [ln-] verbr. JE1; [ljnpans] Mda-sJe1 11 (vereinz. w JE1); Löggenpanze Wb-Holzl 136.