aflutschen Vb. ‘ablutschen’ 3: HA-Oh, OSCH-Grö, 4: Wb-Be.
Lautf., Gram.: aflutschen HA-Oh; awweluttscht Part. Prät. OSCH-Grö; [aplutn] Wb-Be.
afmatten Vb. 1. ‘mit der  1Matte 1. abmessen’ 3: OSCH-Har. – 2. ‘einen festgelegten Anteil am Mahlgut als Lohn für das Mahlen einbehalten’ 3: Klaus 1936,21.
Lautf.: awmatten Klaus 1936,21; ab- OSCH-Har.
afmopsen Vb. 1. dass., 3: OSCH-Da. – 2. in der Verbdg.: n’n affmops’n ‘jmdm. kurz und unfreundlich antworten’ 2: Wb-Altm 139.
Lautf., Gram.: affmops’n Wb-Altm 139; afemopst Part. Prät. OSCH-Da.
Afnmekasten m. ‘Fotoapparat’ 3: OSCH-Grö.
Lautf.: Affnemmekasten.
afrten Vb. 2: vereinz. Altm., JE2-Gü, vereinz. ö JE2, Spr-Maa 431 (JE1-Ziep), ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. anhalt. 1a. ‘durch kräftiges Ziehen abreißen, abtrennen’ – dän Ndnul df’n nich afrd’n JE2-Scho; “Au”, schreeg hä, “lött los, ji rieten mi süß dän Kopp af.” Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie). – 1b. ‘sich ablösen, abgehen’ – de Knopp is aferetten HA-Oh; an dän (am Mantel) is dor Hänkl abjerissn DE-Or. – 2. ‘abreißen, niederreißen’ – De olle Schluse bei Ihleborg hem se afferäten un bei Güsen ne nei grote Schluse annelät. JE2-Gü. – 3. ‘(durch Nachlässigkeit oder mangelnde Pflege) abnutzen, verschleißen’ – Kinner rt’n väöl aff ‘Kinder benötigen viele Kleidungsstücke’ Wb-Altm 173; ich bin jans abjerissen ‘ich habe nichts Ordentliches anzuziehen’ Wb-Ak 8. – 4. ‘aufhören, enden’ – de rbeit rit nich f Wb-Nharz 6; Bei d reißt des Unjlicke  nich ab. Wb-Ak 8. – 5. ‘eine Zeit verbringen, herumbekommen’ – ... “Dat is doch nich slimm, ik hewe nu 60 Jahr hinder mik un de fünewe, de riete ik ob eine Arsbacke af.” OSCH-Wu; twei Jere hat e in’t Kitchen aferetten HA-Oh.
Lautf., Gram.: af(f)rt(e)n, -rit’n Wb-Altm 173, Spr-Maa 431 (JE1-Ziep), vereinz. n elbostf.; riete af 1. Sg. Präs. OSCH-Wu; rieten - 2. Pl. Präs. Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie); af(f)eräten Part. Prät. JE2-Bö Gü; [afrd] Part. Prät. Elbschifferspr. 320 (JE2-Mi), JE2-Scho; affräten Part. Prät. Francke 1904,58; affritt 3. Sg. Präs. Wb-Altm* 72; frten Wb-Nharz 6; [frtn] QUE-Di; abreißen Wb-Ak 8, Wäschke 61915,136; -jerissen Part. Prät. ZE-Roß, DE-Or; [apraisn] Wb-Be; Abraßen subst. Spr-Asch 40.
afrumpeln Vb. 1. dass. wie  afrubbeln 2., 2: ZE-Roß, 4: Wb-Ak 8 – wenn de dich jebott (gebadet) hast, mußte dich orntlich abrumpeln ZE-Roß. – 2. ‘durch kräftiges Reiben abwaschen’ 4: Wb-Be. – 3. dass. wie  afrwen 2., 3: OSCH-Da.
Lautf., Gram.: aferumpelt Part. Prät. OSCH-Da; abrumpeln ZE-Roß; -rumpel’l Wb-Ak 8; [aprumpln] Wb-Be.
afschwen Vb. 1. ‘durch Schaben entfernen, abschaben, abkratzen’, bes. dass. wie  afschellen, 2: Bewohner-Altm 2,303, JE2-Gü Jer, vereinz. ZE, 3: HA-Oh, OSCH-Grö, 4: KÖ-Ed, DE-Wa – den Bast von’n Tack affschahn JE2-Gü. – 2. ‘(durch Nachlässigkeit oder mangelnde Pflege) abnutzen, abwetzen, verschleißen’ – de Jacke is all sau affeschbet 3: HA-Oh.
Lautf., Gram.: afschben HA-Oh; affschaam’m OSCH-Grö; -schahn JE2-Gü, ZE-Gri; afschoben JE2-Jer; abschaben ZE-Dor, KÖ-Ed, DE-Wa; schab ab Imp. Sg. Brauch-Rie 743.
Afsenker m. ‘Pflanzensteckling’, bes. von Blumen,  Senker, 2: SA-Ne, WO-Sa, 3: GA-Bös Nie, verbr. HA OSCH w WA, verstr. sw elbostf., 4: vereinz. nthür.
Lautf.: Af(f)senker, Av-, Aw-; außerdem: Aaf-, Ahf-, f- vereinz. n BLA; Ab- verstr. HA, vereinz. OSCH; Ob-, op- vereinz. nthür.
afsnden Vb. 1. ‘durch Schneiden abtrennen, abschneiden’ 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. Altm., JE2-Scho, JE1-Zi, 3: verstr. elbostf., 4: Vk-Anhaltb 76 (BA-Sip), vereinz. anhalt. – schneile mich m anne Bemme ab DE-Ca; Dei Seisse glisse man sau dorcht dichte Wieschengras, un sung un klung, wenn se de Koornhalme afsnien mußte. Rauch 1929,10; Rda.: da kannste dik en Stücke von afschnieden ‘daran kannst du dir ein Beispiel nehmen’ CA-Fö; Sprw.: wer seck de Näse afsnitt, de verschüppt (verunstaltet) seck sin Gesichte ‘wer schlecht über jmdn. aus der eigenen Familie spricht, schadet sich selbst’ OSCH-Schw. – 2. ‘den Weg abkürzen’ 3: Lindauc o.J. 28, HA-Oh, 4: Wb-Ak 10 – Jk dn Wch lank, denn schnittste anne janze Ecke ab. a.a.O. 10. – 3. ‘etw. verhindern, vereiteln’, auch ‘jmdm. etw. vorenthalten, entziehen’ 3: HA-Bee Oh – sne mick nich dat Wert af HA-Oh; jüt mal mien Beirglass rijtij vull un sniet nich de Hälfte af! HA-Bee.
Lautf., Gram.: Inf.: awsnied’n Pohlmann 1905,60; afsnen HA-Oh; af(f)snien, -snie’n, aw- vereinz. n/w elbostf. (außer sw); -snäijn OST-Ho; af(f)schnied(e)n, -schnd’n Matthies 1912,27 (SA-Dre), Firmenich 1854,131 (STE-Ste), Spr-Maa 431 (JE1-Ran), CA-Fö; af(f)schnieen, -schnen JE1-Zi, Spr-Maa 431 (WO-Ol); afschnien Sprw-Börde, awschnien SA-Dam; -schni’n SA-Dre; fschnn Wb-Nharz 2; abschnei’n Wb-Ak 10; [apnai] Wb-Be; 1. Sg. Präs.: schneid ab Vk-Anhaltb 76 (BA-Sip); 3. Sg. Präs.: afsnitt vereinz. Altm., OSCH-Schw; affschnitt, [afnit] SA-Dä, Spr-Maa 436 (WO-An); schnitt af Vk-Harz 3,63 (QUE-Tha); schnadet ab Spr-Asch 38; 1. Pl. Präs.: sniet aff Lindauc o.J. 28; 3. Sg. Prät.: snitt af/aw Lieder-Ma Nr. 352 (WE-Ha), WE-Wa; snett aw WE-Dar; schnet - WA-Un; snt - WE-Zi; snait af/aw vereinz. w elbostf. (außer s WE); snait aaf OSCH-Ba; sneit aof Lieder-Ma Nr. 351 (WE-Ro); 1. Pl. Prät.: snädden aff Hbl-Ohre 1929 Nr. 10/Wöhlbier (HA-Eim); Imp. Sg.: sniet aff HA-Bee; sne af HA-Oh; schniet - BLA-Ben; snitt - Vk-Harz 3,63 (WE-Schau); schnitt – Vk-Harz 3,63 (QUE-Que); schnidd aff Matthies 1912,27 (STE-Na); [nail ab] DE-Ca; Part. Prät.: affesnetten Held 1963,103; [afni] JE2-Scho; [fschnedn] QUE-Di; abjeschnittn Krause 1964,61.