afjacheln Vb. refl. ‘sich abhetzen und davon kraftlos, erschöpft werden’ 3: WE-Oster.
Lautf.: afjackeln.
afjachern Vb. refl. dass., 3: WE-Oster.
Lautf.: afjackern.
afkobolzen Vb. ‘etw. heimlich besprechen, verabreden’ 3: WE-Oster.
Lautf.: affkabalzen.
afkrucken Vb. 1. ‘mit der  Krück(e) 4b. Schmutz abkratzen, säubern’ – de Strte afkrucken 3: HA-Oh. – 2. ‘vollständig aufessen’ 3: a.a.O. – 3. dass. wie  afkrackeln 2., 3: HA-Oh, WE-Velt.
Lautf., Gram.: afkrucken HA-Oh; afekrucket Part. Prät. WE-Velt.
afkuranzen Vb. 1. ‘abschrubben’ 3: WE-Oster. – 2. ‘ausschimpfen, schelten’ 3: a.a.O., Id-Quea 141.
Lautf.: affkuranzen WE-Oster; f- Id-Quea 141.
afpauken Vb. dass. wie  1afnuschen, 3: WE-Velt.
Afrpeplock m. ‘pflockähnliches Holzgerät zum Garbenbinden’,  Bindeplock, 3: WO-Gu, HA-Sie, WE-Si.
Lautf.: Afrapeplock, Aw- WO-Gu, HA-Sie; Aaf- WE-Si.
afrutschen Vb. 1. ‘abgleiten, abrutschen’ 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 9, Krause 1964,32 – Jede Minute mußte jewartich sin, dasse in an Loch abrutschn tat. a.a.O. 32; Rda.: dick is woll en Schparren aferutscht? ‘du bist wohl nicht recht gescheit?’ CA-Bie. – 2. ‘mit der Bahn abfahren, abreisen’ 3: Wb-Nharz 6. – 3. ‘sterben’, auch in versch. Verbdg.,  starwen, 2: vereinz. w Altm. (außer n GA CALV), 3: WE-Velt, BLA-Ca – hei is afrutscht SA-HHe; de will afrutschen OST-Bi. – 4. in der Verbdg. mit lassen: ‘jmdn., der sich selbst lobt, abweisen, nicht beachten’ 4: Vk-Anhaltc 108.
Lautf., Gram.: afrutschen OST-Bi, HA-Oh; rutsch(e)t aff 3. Sg. Präs. SA-Va, WE-Velt; aferutscht Part. Prät. CA-Bie; afrutscht Part. Prät. SA-HHe; frutschen Wb-Nharz 6, BLA-Ca; abrutsch(e)n vereinz. anhalt.; -gerutscht Part. Prät. OST-Schr.
afschrammen Vb. 1. (refl.) ‘durch Schrammen beschädigen’, bes. dass. wie  afschinden 2a., 2: Wb-Altm* 69, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 10, Wb-Be – de Haut is en betchen abjeschrammt Spr-Asch 43; Rda.: ’t hät noch äw’n so affschrammt ‘es ist gerade noch glimpflich abgegangen’ Wb-Altm* 69. – 2. dass. wie  2 afschren, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Be – schramme ap! a.a.O. – 3. ‘sterben’, auch in versch. Verbdg.,  starwen, 1: SA-Roh, 2: verstr. brdb. (außer ZE), ZE-Roß, 3: verbr. n/mittleres elbostf., WE-Alt, 4: Wb-Ak 10 – he wörd auk woll bald afschrammen OST-Sa; de ohle Pastoor is ja nu ohk awweschrammt HA-Bee.
Lautf., Gram.: Inf.: afschramm(e)n, aw- verstr. Altm., JE2-Bö HSe, JE1-Sche, vereinz. elbostf.; affschramm, -schram’m, aw- vereinz. ö Altm., GA-Wef, Wb-Holzl 52; fschrammen Wb-Nharz 7, Id-Quea 141; of- CA-Bie; ab- WO-Mahl Zi, JE1-Bu Bü; -schramm, -schram’m ZE-Roß, Wb-Ak 10; [apra] Wb-Be; 3. Sg. Präs.: schrammt af(f) verstr. nbrdb., vereinz. s JE1 elbostf.; schrammet - GA-Wal, WO-Och, OSCH-Schl; schrammt aaf OSCH-He; schrammt ab JE2-Ki, vereinz. n CA; Imp. Sg.: [rame ap] Wb-Be; Part. Prät.: affeschrammt WO-Schr, vereinz. n elbostf.; awwe- HA-Bee; affeschrammet HA-Oh, OSCH-Di, WA-Ble; af(f)schrammt vereinz. Altm.; abjeschrammt Spr-Asch 43; abbe- JE1-Dan.
Afsde f. 1. ‘Kübbung, Seitenraum im Niedersachsenhaus’ 3: Pessler 1906,200 (GA-Bös). – 2. ‘Dachwinkel, unter der Schräge liegender Raum auf dem Dachboden’ 3: WE-Kö. – 3. ‘Toilette’,  Aftritt, 2: Wb-Altm* 48.
Lautf.: Affsd Wb-Altm* 48; Afsie, afse Pessler 1906,200 (GA-Bös), WE-Kö.