hensmten Vb. 1. ‘zu Boden werfen, achtlos hinwerfen’, auch ‘ausstreuen’ 1: SA-Dä, 2: JE2-Scho, 3: HA-Oh, Wb-Nharz 76, CA-Fö, 4: CA-Ak, Wb-Be – schmt man dai Huina an Göbsch (eine Hand voll) Waid’n hen SA-Dä; schmais de Dasse nich hin CA-Ak. – 2. ‘vergeuden, wegwerfen’ – Rda.: d schmit et jelt man sau hen 3: Wb-Nharz 76. – 3. in der Verbdg.: sik hen un hr smten ‘sich schlaflos hin und her wälzen’ 2: OST-Bi Wal, STE-Ho Wi, 3: GA-Wa, HA-Va, QUE-West.
Lautf.: hensmten OST-Bi, STE-Ho, GA-Wa, HA-Oh; -schmten, [henmitn] SA-Dä, OST-Wal, STE-Wi, JE2-Scho, HA-Va, Wb-Nharz 76, QUE-West, CA-Fö; [hinmaisn] CA-Ak; [-maisn] Wb-Be.
hgen Vb. 1. ‘nach etw. gieren, heftig verlangen’,  gpern, 2: OST-Klei, GA-KloNeu, STE-Ho. – 2. refl. ‘sich erfreuen an etw.’ 2: Wb-Altm 76, Bewohner-Altm 2,133, SA-Rie, Mda-Ar 32, STE-GrMö Schi Wa – he het sik wat STE-Schi; So, nu häg di! sagt die Mutter zum Kind, wenn sie es zu Bett bringt und zudeckt, Bewohner-Altm 2,133. – 3. ‘heimlich und schadenfroh lächeln’,  grnen, 1: SA-Han Rist, 2: SA-Meh Rie, OST-Ar, GA-Wern.
Lautf., Gram.: hö(ö)g(e)n vereinz. Altm.; het 3. Sg. Präs. STE-GrMö Schi; höch 3. Sg. Prät. GA-Wern; [hj] Mda-Ar 32; [h] SA-Rist; höägen STE-Ho; häög’n Wb-Altm 76, SA-Meh; hägen Bewohner-Altm 2,133.
hopp Interj. 1. Ermunterung, Aufforderung zum Sprung, bes. bei Pferden, 2: Matthies 1912,7 (OST-Erx), OST-Bö, STE-Wa, 3: HA-Oh, Wb-Nharz 81 – Reim (wenn man ein Kind auf den Knien reiten lässt):Hopp, hopp, hopp noah Möll’n!
De Prester ritt upp’t Föll’n,
de Köster upp de bunte Koh:
hopp, hopp, hopp noah Möll’n to!
Matthies 1912,7 (OST-
Erx);
Hopp, hopp, hopp, hopp Reiter,
wenn er fällt, dänn schreit er,
fällt er in dän’n Grawen,
fräten äm de Rawen
. STE-Wa;
Bastlösereim:Hopp, hopp, hopp, hopp, Heister gaohn,
lat se nich so wide gaohn,
dat se bald werrer kaomen
. OST-Bö.
– 2. ‘vorwärts’, Zuruf an Pferde,  j, 2: OST-Sto, STE-Ho Scho, JE2-Kar, außerdem in Verbdg. mit  h. – 3. in der Verbdg.: hopp torügge ‘rückwärts’, Zuruf an Pferde, wenn ein Wagen rückwärts bewegt werden soll, 3: HA-Bee, Wb-Nharz 81.
Lautf.: (3.): hopptrüjje HA-Bee; hop tarr Wb-Nharz 81.
Hottendorf ON – Von H. wird erzählt, dass über dem Tisch ein Hering hänge, an den man beim Abendessen mit der Pellkartoffel stoße; wenn er aufgebraucht sei, würde die Kartoffel in Richtung des noch hängenden Stricks gehalten. 2: STE-Ho; Neckvers: Hottendörp is Hottendörp, Jung schwieg still. 2: GA-KloNeu; Regnet es mehrere Tage, so sagt man: Jetzt geit’t uns so wiet Hottendörpschen, de hemm dree Doag gar keen Wäder hat. 2: GA-KloNeu; Neckreim:In Hottendorp un Jävenitz
do häm de Lüe sei Läwe nichts.
In Elsebeck un Beerenbrok
do äten de Lü blos Speck un Brot
. 2: GA-Ro.
weiteres  Trüstedt.
hubberig Adj. 1. ‘(leicht) fröstelnd, vor Kälte schaudernd’ 2: SA-Rie, 3: Beiträge-Nd 63 (WO-HWa), WA-Dom, WE-Dar, 4: Wb-Ak 73, Wäschke 41919,52 – mek is hubberich WE-Dar; … s war de Amnde ummer noch kalt, un se war ewwehoopt an Heppchen huwwerich … Wäschke41919,52. – 2. ‘nasskalt, kühl’, vom Wetter,  nattkolt, 2: SA-HHe, OST-Ker Meß, STE-Ho, 3: GA-Wie, WO-Gu – hubberiges Wäder GA-Wie.
Lautf.: hubberig GA-Wie, WO-Gu; hubberich OST-Ker, WE-Dar, [hubri] Beiträge-Nd 63 (WO-HWa); hubrig STE-Ho; huwwerig SA-HHe Rie; huwwerich WA-Dom, Wb-Ak 73, Wä-schke 41919,52; huwrig OST-Meß.
Hucke f. 1. ‘Rücken, Nacken, Schulter’, vorw. in Rda., 2: STE-Ho, JE2-Gü Scho, ZE-Jü Kö Roß, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 72, Wb-Be, DE-Ca – ik harr dät Kind up de Hucke JE2-Scho; op de Hucke sitten Sprw-Börde; Rda.: einen de Hucke full sln ‘jmdn. verprügeln’ HA-Oh; ’n de Hucke vull len ‘jmdn. anlügen’ Wb-Ak 72; ’n te Hucke vull schtrchn dass., Wb-Be; Huk uptrecken ‘jmdn. übervorteilen’ STE-Ho. – 2. dass. wie  Huckekpe, 4: DE-Ca. – 3. ‘kleiner Haufen, Bündel von etw.’, auch ‘auf dem Rücken getragene Last’ 2: ZE-Dor Göd Nu, 3: verstr. elbostf., 4: BA-Ha, Wb-Ak 72, DE-So – eine Hucke Rees DE-So; ne Hucke Riesig QUE-St; Denn jungen a vele Wiewer ins Holz un holten manniche Tare zwa oder dra Hucken. BA-Ha. – 4. ‘eine große Menge, sehr viel’ 3: HA-Oh, 4: Wb-Be, Mda-Fuhne 111 (verstr. anhalt.) – ne ganze Hucke full HA-Oh; anne Hugge Ginnor DE-Ca.
Lautf.: Hucke, [huk]; außerdem: Huk STE-Ho; [hug] Mda-Fuhne 111 (verstr. anhalt.).
hgeln Vb. dass. wie  hken 2., 2: SA-Pa, OST-Ze, STE-Ho, 3: HA-Um.
Lautf., Gram.: hügeln SA-Pa, STE-Ho; hüchelt 3. Sg. Präs. OST-Ze; heucheln HA-Um.
Hundeförtel m. dass. wie  Hundebrössel, 2: BrauchwAltm 80 (GA-Jä), STE-Ho.
Lautf.: Hunnevördel Brauch-wAltm 80 (GA-Jä); Hunnwörtel STE-Ho.
indennen Vb. 1. ‘sich (mit Schlamm oder Mist) beschmutzen’ 2: STE-Ho. – 2. ‘hart, fest werden’, vom Erdboden – dee Eer is indennt 2: GA-Ga.
jackeln Vb. 1. ‘hin und her, auf und ab bewegen’ 2: STE-Ho, 3: Id-Eilsa 69. – 2. ‘(unnötig) mit dem Wagen reisen’ 2: Wb-Altm* 58. – 3. ‘Trab reiten’ 3: Id-Eilsa 69.