Lütte m., f., n. 1a. ‘kleines  Kind’ 2: verstr. Altm., 3: verstr. elbostf. – wat Lüttjes kri’en ‘ein Kind bekommen’ Wb-Holzl 137. – 1b. ‘ 2Enkel’ 2: STE-Osth, CALV-Calv, WO-Gli, JE2-Alt, 3: vereinz. elbostf. – Oma hat dat Lütje up’n SchotCALV-Calv. – 2. ‘(junges) Schwein, auch Lockruf für (junge) Schweine,  Kusch-Kusch, 2: vereinz. s Altm., 3: verbr. n elbostf., vereinz. OSCH WE. – 3. ‘Kalb’, auch Lockruf für Kälber,  Mtsche, 3: vereinz. n elbostf. OSCH WE.
Lautf.:  lütt.
1nsen Vb. 1. ‘niesen’ vereinz. – Volksgl.: Einmal Niesen schit wat, zweemal Niesen bedit wat. Sprw-Börde. Niest man mehrmals morgens auf nüchternen Magen, erfährt man an diesem Tag etw. Neues. Sprw-Börde, CA-Lö, Vk-Anhalta 338 (KÖ-Tre). Es kann auch bedeuten, dass sich Besuch einstellt (ZE-Cos) oder dass man ein Geschenk erhält. (BA-Fro). Vk-Anhalta 338. Niest jmd. am Sonntagmorgen, stirbt bald eine nahe stehende Person. Abergl-Altm 26. – 2. dass. wie  2 nseln, 1: SA-HLa, 2: STE-Osth, JE1-Grä.
Lautf.: niesen [-z-]; außerdem: nß(e)n, [ns()n] OST-Ko, ZE-Roß, Wb-Ak 121, Wb-Be; nissen SA-HLa. – Gram.: nus st. 3. Sg. Prät. DE-Ro.