Musselpter m. ‘Mensch, der alles durcheinander wühlt, Unordnung schafft’ 2: STE-Schi.
Nmenbr n. 1. ‘Bier, das der Gemeinde bei einem Besitzer- und damit Namenswechsel eines Bauernhofes, Gasthauses u.ä. ausgegeben wurde’ 2: vereinz. Altm. – … wenn so’n Hof en neien Herrn kreg, müßt de de Gemein’ ‘ne Tunn Brunbeer gewen. Un dat wart “Noam’beer” näumt, … Hausfr-Altm 1937,95. – 2. ‘bei Besitzerwechsel eines Bauernhofes durch Heirat am Tag nach der Hochzeit stattfindendes Mahl’, eingeladen wurden alle über Grundbesitz verfügenden Einwohner und deren Frauen, 2: Hochzeitsbrauch-Altm 353, STE-Schi.
Lautf.: Naombr Wb-Altm* 64, Wb-Altm** 44, Noam’beer Hausfr-Altm 1937,95; Nmbier STE-Schi.
nmten Vb. 1. ‘zwecks Überprüfung (erneut) messen’ 3: HA-Oh, Wb-We* 227, Wb-Nharz 132. – 2. ‘sich erbrechen’,  kotzenhäe hatt nohmäten 2: STE-Schi.
Lautf., Gram.: nmten HA-Oh; -mten Wb-Nharz 132; n’emt’n Wb-We* 227; nohmäten Part. Prät. STE-Schi.
Nassel m. ‘träger, antriebsloser Mensch’,  Trntte, 2: STE-Schi Wa.
Nlvedder m. dass. wie  Nler 2., 2: STE-Schi.
Lautf.: Nlvärrer.
olmen Vb. dass., 2: Wb-Altm 150, OST-De, STE-Schi, JE2-Schön – dat Holt fängt an to olm’n OST-De.
werkanddelt Adj. ‘überspannt, etwas geistesgestört’ 2: SA-Rie, STE-Schi Wa, 3: HA-Bee, BA-GrAls.
Lautf.: öwerkandidelt SA-Rie, STE-Schi Wa; ower- HA-Bee; öbber- BA-GrAls.
werschülpen Vb. 1. ‘(stoßweise) über den Rand eines Gefäßes fließen’ 1: SA-Dä, 2: STE-Schi, WO-Me, 3: HA-Bee – schilpt öbber ‘ist randvoll’, vom Eimer Wasser, WO-Me; dat Waoda hat aewaschüpat SA-Dä. – 2. dass. wie  werplanschen, 2: Wb-Altm 189, JE2-Scho, 3: OSCH-Di, WE-Oster – d sast d Melk nich öäwaschülp’m JE2-Scho.
Lautf., Gram.: werschülpen STE-Schi; äöw’rschülp’n Wb-Altm 189; [waülp] JE2-Scho; owerschülp(e)n HA-Bee, WE-Oster; [aewüpn] SA-Dä; schilpt öbber 3. Sg. Präs. WO-Me; obberschullepen OSCH-Di.