letzt 1. Adj., auch subst. – a. ‘das Ende einer räumlichen, zeitlichen oder rangmäßigen Abfolge bildend’ verstr. – tau’n letzen Mle HA-Oh; der Ledsde ‘Schlag, den sich Kinder beim Auseinandergehen geben’ CA-Ak; lestn Nacht waiat tau dsta (dunkel) SA-Dä; dat is de erste un letzte nich Wb-We 81; hei is de Letzte (der Schlechteste) in de Schaule HA-Oh; Rda.: hei maket sien Letztes ‘er liegt im Sterben’ HA-War; et geiht upt Letzte dass., WA-Wa; das is main Ledsdes! ‘das kann ich nicht mehr verkraften’ CA-Ak; Sprw.: den Letzten bitt de Hunne HA-Oh. – b. in der Verbdg.: up(t) letzt ‘zuletzt, schließlich’ 2: STE-Scho, 3: verstr. elbostf. – 2. Adv. – a. ‘kürzlich, neulich’ 2: vereinz. Altm., 3: verstr. elbostf. – Letzt hört ick moal … Albrecht 21822 1,69. – b. ‘zuletzt’ 3: vereinz. elbostf. – hei bleif bet letzt HA-Oh.
Lautf.: letzt, letst; außerdem: ledsd CA-Ak; lest verstr. Altm., Wb-We* 223; [lst] Mda-Ar 25. – Etym.: Superl. zu mnd. lat, lt(e) ‘lässig, langsam, spät’, vgl. HWb-Mnd 2,751.
lthals Adj. 1. ‘mit lauter Stimme’ 1: vereinz. nwaltm., 2: vereinz. nbrdb., 3: vereinz. elbostf. – ludhals schräien ‘laut und heftig weinen’ STE-Scho; hei hat luthals elachet Id-Eilsa 77. – 2. ‘großsprecherisch, prahlerisch’ 2: OST-Sta.
Lautf.: lu(u)thals, lt-; außerdem: lud- vereinz. nwaltm., STE-Scho, HA-NHa; luuthaas SA-Ah; [ltals] Teuchert o.J. 83 (JE2-GrMa).
Maidag m. ‘der erste Mai’ 1: SA-Dä Han, 2: vereinz. Altm. – Bauernregel: sovöäl Daa de Swattdorn vorn Maidag blöht, sovöäl Daa wätt vöä Jakobi Aust (Ernte) STE-Scho; Sind in’n Maidag de Böm non nich grön, ick löw’, du krist keen’n Weiten to sehn. Bewohner-Altm 1,349.