genten Vb. 1. ‘mit Freude, Genuss auf sich wirken lassen’, bes. ‘(mit Appetit) essen oder trinken’ 1: SA-Rist, 2: Wb-Altm 63, STE-Wa, 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 34 – sn lbent jeneiten Wb-Nharz 59; ik hewwe hte noch nist jenten HA-Oh. – 2. ‘aus etw. Nutzen ziehen’ 3: Wb-Nharz 59.
Lautf.: gent’n Wb-Altm 63; [gndn] SA-Rist; jenszen Mda-Sti 34; genäten STE-Wa; -neiten, -ai-, j-, [jnait] verstr. elbostf.; ginaiten OSCH-Di; jinten QUE-Di. – Gram.: 2./3. Sg. Präs.: ge-, jenittst/-nitt vereinz. elbostf.; 1./3. Sg. Prät.: gent, j- vereinz. elbostf.
Gper m. ‘Begierde, starkes Verlangen nach etw.’, bes. nach Essen und Trinken, 2: Wb-Altm 64, STE-Wa, Heimatkalender-Ma 1930,81 (JE2-Vie), 3: vereinz. elbostf., 4: Mda-Sti 154 – ... ick häwe doch tue groten Gieper up de Semmel ... Heimatkalender-Ma 1930,81 (JE2-Vie).
Lautf.: Gieper, gper, J-; außerdem: jipper Mda-Sti 154.
glitschen Vb. 1a. ‘gleiten, rutschen’, auch ‘aus der Hand gleiten’ 2: Wb-Altm 65, STE-Wa, 3: vereinz. elbostf., 4: Mda-Sti 117 – ... de Krickel (Kurbel am Drehbrunnen) glitsche Fieken ut de Hänne ... Lindaub o.J. 6. – 1b. ‘ausgleiten, ausrutschen’ 2: STE-Wa, 3: vereinz. elbostf. – 1c. dass. wie  glissen 2., 2: OST-See. – 2. ‘flache Steine so auf eine Wasserfläche werfen, dass sie mehrmals springen’,  Botterstulle, 2: SA-Rie.
Lautf., Gram.: glit(t)schen, j-.
glotzen Vb. ‘gaffen, mit starrem, verwundertem Blick auf etw., jmdn. schauen’ 2: STE-Wa, 3: vereinz. w elbostf., 4: Mda-Sti 117, Wb-Be – wat hat’e te glotzen? HA-Oh.
Lautf.: glotzen, j-, [jlotsn].
glpsch Adj. 1a. ‘finster, unfreundlich’, vom Aussehen,  brummig, auch ‘trotzig, böse’ 1: SA-Han, 2: vereinz. nbrdb., 3: WE-Elb, QUE-Schn – hei sieht glupsch ut WE-Elb. – 1b. ‘boshaft, niederträchtig, unaufrichtig, hinterlistig’ 1: SA-Dä, 2: Mda-Ar 49, 3: vereinz. mittleres/s elbostf., 4: Mda-Sti 85. – 2a. ‘derb, grob, kräftig (zupackend)’ 2: Wb-Altm 65, Schwerin 1859,3, 3: vereinz. elbostf., 4: Mda-Sti 85 – ’n glpsche Fust Wb-Altm 65; ... glupsch schloan ... Schwerin 1859,3; sie nich so jlupsch Sprw-Börde. – 2b. ‘stark, heftig’, bes. vom Regen, 1: SA-Dä, 2: STE-Wa – dat hat tau glpsch rigngt SA-Dä.
Lautf.: gluupsch, glpsch, j- vereinz. nbrdb. elbostf., Mda-Sti 85; glupsch (Kürze?) Schwerin 1859,3, vereinz. elbostf.; glubsch SA-Han; [glp] SA-Dä; glübsch HA-Ack; glpsch, j- Wb-Nharz 62, Mda-Sti 85; [glup] QUE-Di; glübbsch OSCH-Ba.
gnapsen Vb. dass. wie  gnabben 2., 2: Wb-Altm 66, STE-Wa.
gnarren Vb. 1. ‘(leise vor sich hin) weinen’,  wnen, bes. von kleinen Kindern, auch wenn sie in weinerlichem Ton ( jammern) unablässig um etw. bitten, quengeln,  beddeln, 1: SA-Han, 2: vereinz. Altm., 3: verstr. elbostf., 4: Wb-Be, BE-Gier – wat hat’t ümmertau te gnarren HA-Oh. – 2. dass. wie  gnäckern 1., 1: SA-Dä, 2: STE-Wa. – 3. ‘laut schreien, brüllen’ 3: Wb-Holzl 96.
Lautf.: gnarr(e)n; außerdem: [knarn] Wb-Be; gnar(e)n, gnr(e)n Wb-Altm 123, GA-KloNeu, QUE-Di; [gnrn] SA-Dä; gnahn SA-Han.
gnattern Vb. 1. ‘ein knallendes, knatterndes oder knisterndes Geräusch hervorbringen’, u.a. von brennendem Holz oder nahendem Donner, vgl. gntern 1a., 3: vereinz. w elbostf., 4: Mda-Sti 109, Wb-Be – dat Fer knattert dulle HA-Oh. – 2. ‘mürrisch, verdrießlich, launisch sein, etw. auszusetzen haben, herumkritisieren’, vgl. gntern 2., 2: Wb-Altm 66, STE-Wa, 3: verstr. w elbostf.  TZ: brammeln bramsen bröddeln brummen gnäckern gnaddeln gngeln gnarren gntern gnatzen gnauen gnaulen gnwen 1gnibbeln gnseken gnittern gnöckeln gnöckern gnseln gnötteln gnutteln gnuttern knauscheln knurgeln knurren kurren lnen mopsen mucken muckschen mucksen muffeln muffen mlen 2murkeln murken murren; nur ‘nörgeln, herumkritisieren’: blubbern krkeln mkeln meckern mengen nängern nöckeln nöckern nörgeln öckern, weitere Synonyme  quengeln.
Lautf.: gnattern vereinz. sw elbostf.; knattern, [knatrn] vereinz. w elbostf., Mda-Sti 109, Wb-Be; gnaddern Wb-Altm 66, STE-Wa.
gnöckern Vb. 1. dass. wie  gnöckeln 1., 1: SA-Dä, 2: Wb-Altm 67, STE-Wa, 3: vereinz. n elbostf., Wb-Holzl 96 (WA-KlWa) – dai hat ümma wat tu gnöckan SA-Dä. – 2. ‘wiehern’, vom Pferd,  wern, 1: SA-Schm, 2: vereinz. SA, OST-Möl.
Lautf.: gnöckern; außerdem: [gnökn] SA-Dä; gneckern, [gnekrn] Beiträge-Nd 62 (WO-HWa), Wb-Holzl 96 (WA-KlWa).
gnurkeln Vb. ‘ungeschickt schneiden’,  kaddeln, 2: STE-Wa.
Lautf.: gnurkeln; Nbf.: nurkeln.