Koppflsch n. ‘Kopffleisch des Schweins’ 3: WA-Neu.
Lautf.: [kpflai].
Koppholt n. ‘Teil des Geschirrs, der auf der Stirn des Zugochsen aufliegt’ 3: Wb-Holzl 124, HA-Oh, WA-Neu.
Krnklapper f. 1. ‘kleine, transportable Maschine mit Windgebläse zum Reinigen des Getreides’ 3: HA-Oh, WA-Neu, CA-Fö. – 2. ‘Rassel, mit der die Vögel vom Kornfeld verscheucht werden’ 4: Wb-Be.
Lautf.: [krnklapr] WA-Neu; Kernklappere HA-Oh; Kornklapper, [kornklapr] CA-Fö, Wb-Be.
Ligusterhecke f. ‘Hecke aus Liguster’ 1: SA-Ho, 3: WA-Neu.
Lautf., Gram.: Legusterheckn Pl. SA-Ho; legusdrheken Pl. WA-Neu.
Lch n., m. ‘feuchte Niederung, sumpfiges Wiesen- und Weideland, Sumpf’,  Brk, 2: Id-Altm, Wb-Altm* 62, OST-Los, JE2-Fe, ZE-Roß, 3: WA-Neu, 4: Wb-Be; bes. in FlN, 2: vereinz. OST, verstr. JE2, vereinz. JE1 ZE, 4: verstr. DE – 1 stellstede im luche Amtsregister Wörlitz 1548, Landreg-Anhalt 2,266.
Lautf.: Luch, [l]; außerdem: Lug Id-Altm, ZE-Roß, WA-Neu; Lüch OST-Los, vereinz. JE2 JE1; Lüg Wb-Altm* 62; Liech Siedler-Je § 270. – Gram.: m. belegt ZE-Roß. – Etym.: zu nsorb. ług ‘Grassumpf, sumpfige Niederung’, poln. łag, ług ‘Morast’, Entwicklung von -g > -ch unter Einfluss des Deutschen, vgl. Schönfeld 1963,63ff., Nd-Elbe 11, Siedler-Je § 279 und 370, Kt. 18e.
mken Vb. 1. ‘tätig sein, etw. tun, unternehmen’ verbr. – det maken alle Liere ännersch ZE-Gri; Eck kan et nich machn Spr-Asch 19; dat warrt glks e’mket HA-Oh; ick wett nich, watt’er t mken sall HA-Oh; d is nischt b te mken Wb-Nharz 122; S was macht mor nich! Wb-Ak 108; No, wat makeste denn awer ok! Ausruf, wenn jmd. gestolpert ist oder einen Schaden angerichtet hat, Sprw-Harzvorlg 264; Rda.: mket anderst! secht Beksmann ‘es ist nun einmal so’ Mda-Weg 106. – 2a. ‘etw. herstellen, verfertigen’ verbr. – Körw moaken STE-Hü; … ik moake mei ne Piepe … ZE-Nu; Kannste mich m anne Scharze (Schürze) machen? Wb-Ak 108. – 2b. ‘etw. hervorbringen, erzeugen’ verbr. – Feier machen Wb-Ak 108; Rda.: Make kan’n Summs nich ‘lass dein Gerede’ Spr-Asch 19. – 2c. ‘seine große Notdurft verrichten’,  schten, verstr. – dat Kind hat eben wat e’ mket HA-Oh. – 2d. ‘ein Kind zeugen’ vereinz. – hei hat’t ‘n Kind e’mket HA-Oh. – 2e. ‘sprechen, erzählen’ – platt moakn 2: Mda-Ze (verstr. ZE). – 3a. ‘etw. bearbeiten, für einen bestimmten Verwendungszweck herrichten’ verbr. – Jrs machen Wb-Ak 109; Sejl moken ‘Strohseile zum Garbenbinden vorbereiten’ WA-Neu; s Bedde machen CA-Ak; Haß (heiß) Wasser maken Spr-Asch 19; sich de Hre machen CA-Ak; de Holthauersch kunten sich nah’n Feierahnd noch ne Karre full Holt vör sich moken JE2-Gü; Unsen Acker machte Kselr. Wb-Ak 108. – 3b. ‘Speisen und Getränke zubereiten’ vereinz. – was machemor denn haide ds Midd? CA-Ak. – 3c. ‘hinzugeben’ verbr. – moag en bißchen Kümmel an Wittkohl OST-Na; Mir machen kne Semmel’l inne Lewwerworscht. Wb-Ak 108. – 3d. in der Rda.: Make deck nischt opn Schlips ‘bekleckere dich nicht’ 3: Spr-Asch 19. – 3e. ‘anziehen’ – Herr Lehre, kann mr uns in’n Tornanzuch machn 3: Spr-Asch 19. – 4a. ‘bewirken, verursachen, hervorrufen’ verbr. – Drsch (Mühe, Arbeit), Spß machen Wb-Ak 109; Ummestenne mken HA-Oh; Stank maken Spr-Asch 19; Sprw.: ten mket Spss, Frten noch mer HA-Oh. – 4b. ‘in einen bestimmten Zustand versetzen’ verbr. – wach, warm machen Wb-Ak 108; sich schmuck machen ‘sich herausputzen’ CA-Ak; w hem’m Molthp’m (Maulwurfshügel) jlatt emokt JE2-Scho; du kannst einen vorrückt mken HA-Oh; diu hat uns doch raen kateosk (ärgerlich, wü- tend) maokt SA-Dä. – 5. ‘sich in bestimmter Weise verhalten, gebärden’ verstr. – Rda.: an Jesichte machen ‘das Gesicht in besonderer Weise verziehen’ CA-Ak; de mokt n pa Ogn ‘er staunt sehr’ STE-GrMö. – 6. ‘sich in einer Entwicklung, einem bestimmten Zustand befinden’ – a. ‘sich in positiver Weise entwickeln’ verbr. – et mkt sek Wb-Nharz 122; t macht sich Wb-Be. – b. ‘ein bestimmtes Befinden haben’ verbr. – wat mkste ‘wie geht es dir’ Wb-Nharz 122; … wat moakt Dien Wief? Albrecht 21822 2,3; was machsde denn immer noch? CA-Ak; mahkt gut Abschiedsgruß, QUE-Di. – c. in Rda. euphem. vom Sterben,  starwen, verstr. – alle machen ‘sterben’ Serimunt 1930 Nr. 82; de moakt nich mehr lang ‘er stirbt bald’ GA-Vo. – d. ‘eine bestimmte Eigenschaft, Beschaffenheit besitzen’ verstr. – de Weg moket an Berje ne Böje (Kurve) WE-Heu. – 7. in der Verbdg.: sik t nichts wat mken – a. nur mit variabler Angabe der Pers. im Nom. ‘gleichgültig bleiben, sich nicht beeinflussen lassen’ verstr. – b. mit variabler Angabe der Person im Nom. sowie des betreffenden Objekts im Dat. ‘etw., jmdn. nicht schätzen, nicht mögen’ verstr. – t rsbr make ek mek nischt Wb-Nharz 122. – 8. ‘gehen, fahren, reisen, sich irgendwohin begeben’ verbr. – mir machn hr langk Wb-Be; du moksd tem Ploien(Pflügen) SA-Die; morjen machmer na Zarwest ZE-Roß; Mr machen mit de Bne n Machdeborch. Wb-Ak 108; Wir machen uns jleich ibern Marcht weck zu Hause. Spr-Asch 19; upn Kn mken ‘sich von Land wieder auf den Kahn begeben’, Schifferspr., Elbschifferspr. 347 (WO-Ro); Rda.: op de Sock’n maken ‘sich auf den Weg machen’ Spr-Asch 19. – 9. ‘eilen, sich beeilen’ verbr. – mke doche Id-Eilsa 77; swinne mken HA-Oh; fiks mkng STE-Buch; Ich muß machen, daß ich n de Ellewe komme, der Damper hat all jetutt. Wb-Ak 108; Rda.: Trab machen ‘sich beeilen’ a.a.O. 108; Vers: Makt, makt, et wörd kolt! Ausdeutung des Krächzens der Krähe, WO-Schn. – 10. in der Verbdg.: (sik) wat mken ‘etw. heimlich entnehmen, beiseite schaffen’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 351 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 351 (CA-Ak), Wb-Ak 108. – 11. in der Verbdg.: Mach sachte ‘vorderer, ungefalteter Teil des Frauenrocks’, wird von der Schürze bedeckt, 2: Wb-Altm 130. – 12. in der Verbdg.: Maok di lustig, frölich upp un trurig daol ‘Mittel zur Erregung der Brunst bei Tieren’ 2: Wb-Altm 134. – 13. Part. Prät. – a. ‘wohlhabend, angesehen’ 3: vereinz. elbostf. – dat is’n jemachter Mann HA-Oh. – b. ‘verloren’ – kr ek dek, denn biste jemacht 3: Wb-Nharz 58.
Lautf.: mak(e)n, [mk()n] SA-Max, JE2-NeuWa, vereinz. mbrdb., verbr. elbostf.; maok(e)n, [mk()n] verstr. nbrdb., vereinz. mbrdb., CA-Atz Bru Gli, [mkn] CALV-Uth Zo, WO-HWa, WA-Neu; [mk] JE2-Schö, [mk] verstr. s nwaltm., verbr. Altm., Siedler-Je § 137a; [maok] verstr. n nwaltm.; moken STE-Schl, JE2-Gü; [makn] verstr. ZE; [mak] ZE-Kö; macken HA-Iv; mach(e)n, [ma()n] ZE-Roß, Spr-Asch 19, Mda-Ro, verbr. anhalt.; mchen Mda-Sti 2. – Gram.: 3. Sg. Präs.: maakt, [mkt] verstr. HA, OSCH-Grö, WA-Sche West, vereinz. s elbostf.; makt (bes. bei Belegen aus JE2 JE1 ist Kürze zu vermuten) SA-Darn GrGe, OST-KlBeu, GA-Le, CALV-Calv, JE2-Cab, JE1-Ziep, verstr. elbostf.; magkt BLA-Hü, BA-Ra; magt OSCH-Dee; magd WA-Do; maket GA-Oeb, HA-Oh, OSCH-Ad, Sprw-Harzvorlf 22, verstr. WE, BLA-Rü; mak WE-Schie; mäkt WO-Zie; moakt, [mkt] verstr. nwaltm. Altm., JE2-Fi Tu, verstr. w JE1, WO-Je, vereinz. HA, OSCH-Pa, vereinz. WA, QUE-Di Ga Hau, verstr. nö CA; moakt SA-Ah, vereinz. Altm.; maogt OST-Na, OSCH-Crot; moaket WE-Ost; mk OST-De; mookt SA-Han Lie, OST-Hi Ost, HA-NHa, moockt WO-Gli; mokt (bes. bei Belegen aus JE2 JE1 ZE ist Kürze zu vermuten) SA-Le, verstr. Altm. JE2, JE1-Mö We, verstr. ZE, OSCH-Nie, QUE-Schn, CA-Sta; mogt (bes. bei Belegen aus JE2 JE1 ist Kürze zu vermuten) vereinz. SA GA, JE2-De, JE1-Wa, HA-Bar, WA-Schl; moket WE-Heu; mackt GA-Schw, JE2-Neu Schön; [mkt] JE2-KlWu Par Schön; mockt, [mokt] OST-Sto Ze, verstr. JE2, verbr. JE1, verstr. ZE; mock JE2-Ba; möckt STE-Ost Ta, WO-Ro, JE2-Kam Schön; mökt STE-Bir, WO-We, JE2-Bö; macht, [maxt] vereinz. brdb. elbostf., verstr. omd.; [maxd] vereinz. anhalt.; mcht BA-Sip. Zuss.: zu 1.: hen-, mit-, n-; zu 2c.: hen-, in-; zu 2e.: heruntermachen; zu 3.: in-; zu 4b.: heranmachen, ls-, nedder-; zu 8.: hen-, hinaufmachen, hineinmachen, ls-, mit-; zu 9.: hen-; sonstiges: lucker-.
mandeln Vb. 1. ‘Getreidegarben zu  1Mandeln 2. zusammenstellen oder -legen’ 3: WA-Neu, Wb-Nharz 122. – 2. ‘reichlich  1Mandeln 2. ergeben’ – Dät Kaorn hat gt mannelt … 2: Wb-Altm* 62.
Lautf., Gram.: mandeln Wb-Nharz 122; [mand] WA-Neu; mannelt Part. Prät. Wb-Altm* 62. Zus.: zu 1.: in-.
Mlworm m. TiN 1. ‘Maulwurf’,  Moll (Kt.), 1: verbr. nwaltm., 2: verstr. w Altm., 3: verbr. elbostf. (außer CA). – 2. ‘Wühlmaus’ 3: WA-Neu.
Lautf.: Mu(u)lworm, [mlworm]; außerdem: -wor(r)em OSCH-Di, WE-La, QUE-Di; -waorm GA-Pe, HA-Ro; [ml-vrm] HA-Uep; [-vm] SA-Chei Rie; Mu(u)lwurm vereinz. elbostf. (außer CA); Muolworm SA-Ku; Mua- verstr. nwaltm.; [mvm] SA-Hi; Mue- SA-Schm; Miuawoem SA-Dre; [miuovm] SA-Ch; Morworm SA-Stap; Mo(o)- SA-Bon Fa; [mvm] SA-Ku; [mo-] SA-Ev; [m-] SA-Al Hö Pü; Maureworm SA-Böd; Maur- SA-Ko; Maua- vereinz. n nwaltm.; Mauo- SA-HDo; [mauovm] SA-GrGe. – Gram.: n. belegt WA-KlWa. – Etym.: Anlehnung an  Mollworm (Mullworm), im ersten Glied auch volksetym. Bezug (wie in der Standardspr.) auf  1Ml ‘Mundöffnung’.
Nwass m. 1. ‘aus ausgefallenen Körnern gewachsenes Getreide’ 2: Mda-nwJe1b 77 (JE1-Rie Scha), 3: vereinz. w JE1, Beiträge-Nd 66 (WO-HWa), HA-Oh – opp’n Felle steit fel Nwass HA-Oh. – 2. ‘Getreide, das später als gewöhnlich gekeimt hat’ 3: Rauch 1929,119, Wb-Nharz 133. – 3. ‘Getreidehalme, die auf Grund ihrer Kürze nicht zum Binden geeignet sind und deshalb zu kleinen Haufen zusammengelegt werden’ 3: WA-Neu.
Lautf.: Nahwaß, Nwas(s) Rauch 1929,119, HA-Oh, Wb-Nharz 133; [nvas] Mda-nwJe1b 77 (JE1-Rie Scha), vereinz. w JE1, Beiträge-Nd 66 (WO-HWa); nawuks WA-Neu.
Ndeldisch m. ‘Tisch, auf dem die Wäsche gemangelt wird’ 3: WA-Neu.
Lautf.: [nuoldi].