Grel 1. m., n. ‘Grauen, Furcht, Abneigung, Widerwillen, Abscheu’ 2: Wb-Altm 71, ZE-Roß, 3: verstr. elbostf., 4: Wb-Ak 80 – da haww ick alln Jraul vor ZE-Roß; nu geit mick de Grul all an WO-Dru. – 2a. n. ‘widerwärtiger, abscheulicher Mensch’, Schimpfwort, 3: verstr. elbostf., 4: Wb-Be – dat’s en olles Jriel Sprw-Börde. – 2b. m. Schreckgestalt für Kinder,  Spkeding, 2: Vk-Anhaltb 49 f. (verstr. ZE). – 3. m. ‘Lärm, Geschrei’,  Spektkel, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 80, DE-Lau – maket nich saun Grühl Id-Eilsa 66.
Lautf.: (1.): Gruel Wb-Holzl 98; Gru(h)l, Grl Wb-Altm 71, verstr. elbostf.; Jraul ZE-Roß, Wb-Ak 80; Grl Wb-Altm 71; graül OSCH-Di; (2a.): Grl HA-Oh; Griel, grl, Jriel vereinz. mittleres/s elbostf.; graül OSCH-Di; [jrail] Wb-Be; (2b.): Grul Vk-Anhaltb 49 f. (vereinz. ZE); Graul a.a.O. 49 (ZE-Lu); Griel, Jriel a.a.O. 49 (vereinz. ö ZE); (3.): Grüel Rauch 1929,15, Wb-Holzl 98; Grühl Id-Eilsa 66; Jreiel DE-Lau; Jreil CA-GrRo, Wb-Ak 80.
Hackbrett n. ‘Brett zum Schneiden von Fleisch, Gemüse usw.’ 3: WO-Dru, HA-Oh, 4: BE-Grö, Wb-Be.
Lautf.: Hackbrett BE-Grö; Hacke- WO-Dru; -brt HA-Oh; [hakeprt] Wb-Be.
Handwter n. ‘zum Waschen der Hände bereitgehaltenes Wasser’, z.B. beim Schlachten – hal doch mal frisch Handwater her 3: WO-Dru.
Hwerre f. ‘Rispe des Hafers’,  Wappe, 1: SA-Bar Hö, 3: WO-Dru, HA-Bar War, OSCH-Ad, WE-Ha.
Lautf., Gram.: Hawerahre SA-Hö, WO-Dru, HA-War, OSCH-Ad; Haoferahren Pl. SA-Bar; Haäberaähre WE-Ha; Hawernahren Pl. HA-Bar.
Henkelkorf m. 1. ‘kleiner geflochtener Henkelkorb, in den die geernteten Kartoffeln gelegt werden’,  Kartuffelkorf, 2: SA-Bru, OST-Bi, GA-Kak, STE-Grie Scher, WO-Co. – 2. ‘kleiner geflochtener Henkelkorb, der als Handkorb besonders beim Einkauf benutzt wird’ 2: JE1-Mö Ziep, 3: WO-Dru, HA-Bee.
Lautf.: Henkelkorf; außerdem: -korb WO-Co.
hch Adj., Adv. verstr. 1. ‘von beträchtlicher Höhe, Ausdehnung in vertikaler Richtung’ – De Mauer is sre hk. Wb-Ak 70; dor Bm is hg, das Haus is noch hgor DE-Ca; Hüüt un morn is Faßlm, sau hauch sallt de Flass wassen. scherzh. Wunsch für eine gute Ernte, der von den Burschen beim Heischegang zur Fastnacht ausgebracht wird, wobei sie mit der Hand eine übertriebene Höhe anzeigen, Brauch-wAltm 26 (SA-Dä Jeeb); Rda.: de Himmel ward hooch ‘die Wolken steigen’ Wb-Holzl 105. –2a. ‘in beträchtlicher Entfernung vom Erdboden’ – ümmer högger ropp Hbl-Ohre 1925 Nr. 3/Wöhlbier (HA-Eim); Sprw.: Wer nich hoch stigt, kann nich deip dal fallen. WO-Gu. – 2b. ‘in relativ großer Höhe’ – Rda.: et hat nich hoch eläen ‘es wurde gestohlen’ WA-Schw; de nse hch drn ‘stolz, überheblich dahergehen’ Wb-Nharz 80. – 3. ‘eine bestimmte Höhe (Tiefe) aufweisend’ – Da liet datt Getreide sau twei Hänne hoch. Hbl-Ohre 1928 Nr. 22/Wöhlbier (HA-Eim); Mit de Wiele steg dat Water ümmer noch höjjer … Wedde 1938,74; h genug ‘ausreichende Wassertiefe’ Elbschifferspr. 395 (STE-Bit, CA-Ak). – 4. ‘auf, empor, hinauf, herauf’, meist in Verbzuss. – d Blauwippschtrt (Bachstelze) flt hch un dl JE2-Scho; hoch! ‘steh auf!’ ZE-Roß; hoch! op! Ruf beim gemeinsamen Heben, Wb-We 52. – 5. ‘zeitlich weit fortgeschritten’ – wu hoch is et? ‘wie spät ist es?’ HA-Erx; et is höjjeste Tt! HA-Oh. – 6. ‘eine große Summe beinhaltend’ – he Pacht HA-Oh. – 7. nur Kompar. ‘übernatürlich’ – ne höggere Macht WO-Dru. – 8. ‘ärgerlich, zornig’,  fuchtigdor is hg BE-Al. – 9. ‘lebhaft, turbulent’ – hch hrgn Wb-Nharz 80.
Lautf.: hch, [h] verstr. ö nwaltm. ö Altm., JE2-Scho, verstr. JE1 ZE elbostf., Mda-Sti 151, BA-Sil; [hch] QUE-Di; hk verstr. anhalt.; hg BLA-Brau, CA-Su, BE-Al, Mda-Fuhne 20 (DE-Ca); [h] Elbschifferspr. 395 (STE-Bit, CA-Ak); [hou] CALV-Uth Zo; hech Mda-Weg 98; hauch SA-Rist, BrauchwAltm 26 (SA-Dä), verbr. w Altm.; huoch OSCH-Di; [he] Mda-Ro; [heo] verstr. nwaltm. – Gram.: Kompar.: höjer STE-Wi; höjjer Wb-Holzl 105, HA-Oh, Id-Eilsa 68, Wedde 1938,74; höger Wb-Altm 83, Bewohner-Altm 1,348; högger Wb-Altm 83, Hbl-Ohre 1925 Nr. 3/Wöhlbier (HA-Eim), WO-Dru; [hr] ZE-Roß, Dialekt-Ma 7 (verstr. w JE1); [hjr] ZE-Roß, Dialekt-Ma 7 (verstr. w JE1 nö CA); [hjr] verstr. ZE; hejer Wb-Nharz 80, BLA-Brau; hecher Wb-Nharz 80, Mda-Sti 151; [hr] BA-Ha; [hegr] QUE-Di; [hgr] Mda-Fuhne 20 (DE-Ca); hker Wb-Ak 70; hejr Mda-Ro; Superl.: de höjjeste Wb-Holzl 105, HA-Bee Oh; hejeste Wb-Nharz 80; [hst] Mda-Ze (ZE-Roß); [an hstn] ZE-Roß; an hechste BLA-Brau, hechste Mda-Sti 151; [hst] verstr. ZE. Zuss.: zu 1.: hs-, manns-; zu 2.: himmel-.
Hoffdr f. ‘vom Haus oder von der Straße auf den Hof führende Tür’ 3: Rauch 1929,138, WO-Dru, Klaus 1936,24, 4: Wb-Ak 70, Wb-Be, Wäschke41919,40 – se hett in de Hoffdör stan WO-Dru.
Lautf.: Hoffdöhr, -dör WO-Dru, Rauch 1929,138, Klaus 1936,24; -tre Wb-Ak 70, [hoftre] Wb-Be; Hoftiere Wäschke 41919,40.
3Holm m. 1. ‘Querbalken über dem Scheunentor’ 3: Wb-Holzl 106 – öwwern Holmen a.a.O. 106 (HA-Sie). – 2. ‘oberster Verbindungsbalken eines Flusswehrs’ 3: Wb-We 53. – 3. ‘dem Rand der steinernen Kuhkrippe aufgesetzter Balken’, an ihm werden die Kühe angekettet, 3: Wb-Holzl 106, Wb-Nharz 81 – an’n Holmen festbinnen Wb-Holzl 106 (WO-Dru). – 4. ‘das Querholz der Harke, an dem die Zinken sitzen’,  Harkenhft, 2: JE1-Scha. – 5. ‘Längsstange einer Leiter’ 3: Wb-Holzl 106.
Hurtjewachtel f. ‘kleiner, flinker Mensch’ 3: Wb-Holzl 108 (WO-Dru), HA-Bee – wu willt denn dä beid’n ol’n Hurtjewachteln sau rasch hen? HA-Bee.
inwümpeln Vb. refl. dass. wie  inwickeln 2., 3: WO-Dru, WA-See.
Lautf.: inwümpeln WO-Dru; -wimpeln WA-See.