Hinderprte f. 1. ‘hintere Eingangstür’ 3: Wb-We 52. – 2. dass. wie  Hinderparlament, 3: WO-Gu, HA-Oh, Wb-We 150 – Sprw.: Hinderpoorten open, brukst du nich tum Doktor lopen WO-Gu.
Lautf., Gram.: Hinderporte Wb-We 150; -perte HA-Oh; -poorten Akk.(?) WO-Gu; Hinterpörtchen Dim. Wb-We 52.
hch Adj., Adv. verstr. 1. ‘von beträchtlicher Höhe, Ausdehnung in vertikaler Richtung’ – De Mauer is sre hk. Wb-Ak 70; dor Bm is hg, das Haus is noch hgor DE-Ca; Hüüt un morn is Faßlm, sau hauch sallt de Flass wassen. scherzh. Wunsch für eine gute Ernte, der von den Burschen beim Heischegang zur Fastnacht ausgebracht wird, wobei sie mit der Hand eine übertriebene Höhe anzeigen, Brauch-wAltm 26 (SA-Dä Jeeb); Rda.: de Himmel ward hooch ‘die Wolken steigen’ Wb-Holzl 105. –2a. ‘in beträchtlicher Entfernung vom Erdboden’ – ümmer högger ropp Hbl-Ohre 1925 Nr. 3/Wöhlbier (HA-Eim); Sprw.: Wer nich hoch stigt, kann nich deip dal fallen. WO-Gu. – 2b. ‘in relativ großer Höhe’ – Rda.: et hat nich hoch eläen ‘es wurde gestohlen’ WA-Schw; de nse hch drn ‘stolz, überheblich dahergehen’ Wb-Nharz 80. – 3. ‘eine bestimmte Höhe (Tiefe) aufweisend’ – Da liet datt Getreide sau twei Hänne hoch. Hbl-Ohre 1928 Nr. 22/Wöhlbier (HA-Eim); Mit de Wiele steg dat Water ümmer noch höjjer … Wedde 1938,74; h genug ‘ausreichende Wassertiefe’ Elbschifferspr. 395 (STE-Bit, CA-Ak). – 4. ‘auf, empor, hinauf, herauf’, meist in Verbzuss. – d Blauwippschtrt (Bachstelze) flt hch un dl JE2-Scho; hoch! ‘steh auf!’ ZE-Roß; hoch! op! Ruf beim gemeinsamen Heben, Wb-We 52. – 5. ‘zeitlich weit fortgeschritten’ – wu hoch is et? ‘wie spät ist es?’ HA-Erx; et is höjjeste Tt! HA-Oh. – 6. ‘eine große Summe beinhaltend’ – he Pacht HA-Oh. – 7. nur Kompar. ‘übernatürlich’ – ne höggere Macht WO-Dru. – 8. ‘ärgerlich, zornig’,  fuchtigdor is hg BE-Al. – 9. ‘lebhaft, turbulent’ – hch hrgn Wb-Nharz 80.
Lautf.: hch, [h] verstr. ö nwaltm. ö Altm., JE2-Scho, verstr. JE1 ZE elbostf., Mda-Sti 151, BA-Sil; [hch] QUE-Di; hk verstr. anhalt.; hg BLA-Brau, CA-Su, BE-Al, Mda-Fuhne 20 (DE-Ca); [h] Elbschifferspr. 395 (STE-Bit, CA-Ak); [hou] CALV-Uth Zo; hech Mda-Weg 98; hauch SA-Rist, BrauchwAltm 26 (SA-Dä), verbr. w Altm.; huoch OSCH-Di; [he] Mda-Ro; [heo] verstr. nwaltm. – Gram.: Kompar.: höjer STE-Wi; höjjer Wb-Holzl 105, HA-Oh, Id-Eilsa 68, Wedde 1938,74; höger Wb-Altm 83, Bewohner-Altm 1,348; högger Wb-Altm 83, Hbl-Ohre 1925 Nr. 3/Wöhlbier (HA-Eim), WO-Dru; [hr] ZE-Roß, Dialekt-Ma 7 (verstr. w JE1); [hjr] ZE-Roß, Dialekt-Ma 7 (verstr. w JE1 nö CA); [hjr] verstr. ZE; hejer Wb-Nharz 80, BLA-Brau; hecher Wb-Nharz 80, Mda-Sti 151; [hr] BA-Ha; [hegr] QUE-Di; [hgr] Mda-Fuhne 20 (DE-Ca); hker Wb-Ak 70; hejr Mda-Ro; Superl.: de höjjeste Wb-Holzl 105, HA-Bee Oh; hejeste Wb-Nharz 80; [hst] Mda-Ze (ZE-Roß); [an hstn] ZE-Roß; an hechste BLA-Brau, hechste Mda-Sti 151; [hst] verstr. ZE. Zuss.: zu 1.: hs-, manns-; zu 2.: himmel-.
Hpedt m. ‘der (erhoffte und deshalb) lange nicht eintretende Tod eines anderen’, vorw. in versch. Sprw.: Hopedot starwet nich 3: Sprw-Eils 39; Hopedood mot erst foort 3: WO-Gu; Hoffedot it lange Brot 3: BA-GrAls; Hoffedot lewet lange 3: WE-Oster.
hren Vb. 1. ‘akustisch wahrnehmen’ verstr. – W Frderich … dat te hr’n kraich, word’e rsich. Tiedge 1954,39; hre ml! OSCH-De; ich hre je s schwr Wb-Be; Rda.: d is s klk, d kann Palaukng (Regenwürmer) blaff’n (husten) han JE2-Scho; dat Jrs wassen hern ‘sehr klug sein’ HA-Oh. – 2. ‘gehorchen’ 1: SA-Dä, 2: ZE-Kö Roß, 3: WO-Gu, Wb-Holzl 107, HA-Oh, Wb-Nharz 77, 4: vereinz. omd. – tr Junge kann toch nich hrn Wb-Be; dat mken hrt nich n mek (hen) Wb-Nharz 77; Sprw.: wer nich hören kann, mot fäulen WO-Gu. – 3. ‘in jmds. Besitz sein’, auch ‘zugehören’, vgl. gehren, 1: SA-Dä, 2: vereinz. Altm., JE2-Scho, 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 148, Wb-Ak 69 – Das hrt uns nich. Wb-Ak 69; Db km’n se an’n Seelschen See, d k tau Arxlä hr’n dai. Tiedge 1954,39; tu n Schtje han sechtsn Jr’m JE2-Scho; in dai Schtoll hoian vae (viele) Taudaod’n SA-Dä; Rda.: hai höört da tehuse ‘er ist dort geboren, stammt von dort’ Wb-Holzl 107; Sprw.: wme de Kau hert, d ft se b ‘n Swanze ‘wer zuständig ist, der möge sich kümmern’ HA-Oh. – 4. refl. ‘sich geziemen, sich schicken’, vgl. gehren, 2: Wb-Altm 85, 3: HA-Oh, Wb-Nharz 77, Id-Quea 159 – dat hert sik nich HA-Oh; ass sick dat hört un gebrt Wb-Altm 85.
Lautf.: hören WO-Gu, Wb-Holzl 107, Id-Quea 159; [hn] SA-Jü, vereinz. w nwaltm., verstr. n Altm., WO-Zi Zie; [hn] verstr. s Altm.; [hr] Siedler-Je § 128 (sö JE2, n JE1); hr’n Tiedge 1954,39, hör’n Wb-Altm 85; hern HA-Oh; heeren, hren WO-Wo, Wb-Nharz 77, Richter o.J. 116; [hr] Siedler-Je § 128 (s JE1); hr’n Wb-Ak 69; [hrn] verstr. ZE, Wb-Be; haer’n Mda-Sti 42; [hern] QUE-Di; [hrn] Mda-Fuhne 83 (verbr. anhalt.); [hn] OST-Kru, verstr. STE; [hn] STE-Buch Steg, [han] JE2-Scho; [hän, hr] Siedler-Je § 128 (JE2, außer sö); hüören OSCH-Di; hern Mda-Ro; [hrn] Mda-Fuhne 83 (verbr. s CA KÖ w DE) (ältere Generation); [hoin] verstr. n nwaltm.; [hoin] SA-Dä. – Gram.: 1. Sg. Präs.: [hre] Wb-Be; 3. Sg. Präs.: hö(ö)rt vereinz. Altm., JE2-Sa, Wb-Holzl 107, OSCH-Schw, Id-Quea 159; [ht] JE2-Scho; hert HA-Oh; hrt WO-Sa, Wb-Nharz 77, Spr-Asch 42, Wb-Ak 69; hürt Bewohner-Altm 1,345; 1. Sg. Prät.: hierte Alt-Cöthen 12; 3. Sg. Prät.: höre Klaus 1936,49; 1./3. Sg. Prät.: hrte Mda-Sti 23; hrte, hr Wb-Nharz 77; Part. Prät.: ehört Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie); [jhrt] DE-Els; Imp. Sg.: hür Pohlmann 1905,23; hre vereinz. w elbostf.; hoire WA-Un; hre Wb-Nharz 77; [hrg] Mda-Fuhne 108 (verstr. anhalt., jüngere Generation). Zuss.: zu 1.: hen-, hr-, wer-; zu 3.: hen-.
hubberig Adj. 1. ‘(leicht) fröstelnd, vor Kälte schaudernd’ 2: SA-Rie, 3: Beiträge-Nd 63 (WO-HWa), WA-Dom, WE-Dar, 4: Wb-Ak 73, Wäschke 41919,52 – mek is hubberich WE-Dar; … s war de Amnde ummer noch kalt, un se war ewwehoopt an Heppchen huwwerich … Wäschke41919,52. – 2. ‘nasskalt, kühl’, vom Wetter,  nattkolt, 2: SA-HHe, OST-Ker Meß, STE-Ho, 3: GA-Wie, WO-Gu – hubberiges Wäder GA-Wie.
Lautf.: hubberig GA-Wie, WO-Gu; hubberich OST-Ker, WE-Dar, [hubri] Beiträge-Nd 63 (WO-HWa); hubrig STE-Ho; huwwerig SA-HHe Rie; huwwerich WA-Dom, Wb-Ak 73, Wä-schke 41919,52; huwrig OST-Meß.
Hund m. 1. TiN ‘Hund’, z.T. bes. das männl. Tier, verbr. – Rda.: dat kein Hund ‘n Schticke Brot von ne nimmtdie Schwere eines moralischen Versagens kennzeichnend, Sprw-Börde; uffen Hund kom’m ‘verarmen, abmagern’ Wb-Ak 72; de geit vor de Hunne ‘er stirbt’ WE-La; da liet der Hund bejraben ‘das ist der entscheidende Punkt’ Sprw-Börde; wickelt sich in’n Hund ‘er schweigt, gibt keine Antwort’ Sprw-Börde; Dao krei’t wädder Hund noch Haohn noa. ‘Das ist völlig unwichtig.’ Bewohner-Altm 1,340; kann keinen Hund ut’n Backoben locken Sprw-Börde; met allen hunnen gehisst ‘raffiniert, durchtrieben’ Id-Quea 158; Hei denkt ümmer, grod Hund is sin Päd’ (Pate), un klein hät nich maol Vadder staohn. ‘Er ist eingebildet.’ Bewohner-Altm 1,340; nimmt wie der Hund ‘n Schwanz mank de Beine ‘er geht kleinmütig davon’ Sprw-Börde; h is bekand asn bundn hund ‘er ist überall bekannt’ GA-Da; dai schütt sik dat af as Hund dann Raigng ‘er ist völlig gleichgültig’ SA-Dä; sei lwet w Hund un Katte ‘sie vertragen sich nicht’, meist von Eheleuten, HA-Oh; Dat is gerade, wie wenn’n en dob’n Hunne wat seggt mit Bezug auf einen Schwerhörigen, Sprw-Harzvorld 374; junke Hunne met Schtickebrn scherzh. Antwort auf die Frage, was es zu Mittag gibt, HA-Neu; mit dem Hund gemessen und den Schwanz vergessen ‘zu knapp gemessen’ WE-Dee; der Wech is mit’n Hund emet’t und der Schwanz tauejeben von einer ungenauen Entfernungsangabe, Sprw-Börde; dei wett sienen Hund woll te lei’n, dat’e nich owern Strick schitt ‘er versteht es, seine Interessen durchzusetzen’ WO-Gu; Wenn de Hund nich eschetten harre, harre’n Hasen ekrejjen Zurückweisung von Ausreden, Sprw-Harzvorld 374; deck schitt de Hund watschroffe Verneinung, Ablehnung, WE-Dee; bei dn is der Knippel bei’n Hund jelt ‘dort geht es ärmlich zu’ Wb-Ak 72; Von de Hund, de en bät’n hat, davon mütt’n Haar uppleng’n. ‘Um einen Kater zu beseitigen, muss man erneut Alkohol trinken.’ Spr-Altm 82; Sprw.: en blöen Hund ward selten fett HA-No; je dröjer de Hund, je gröter de Fleuen Sprw-Börde; De Hunn’, d am fründlichst’n swänzeln, de bt’n toerst. Wb-Altm 278; Hunn, dee veöhl blaffen, biet’n nich GA-Trü; Oll’ Hunn’ blaffen lihren, hölt swar. Bewohner-Altm 1,340; Väöl Hunn’ is ‘n Haos’n sin Dod. Spr-Altm 29; liet (liegt) Harre, liet Hund HA-Sü; ein Hund bellt nich lange ‘ein Mensch allein kann nicht lange streiten’ WO-Ma; Den letzten biet’t de Hunne. Wb-Holzl 33; Wo de Tun ‘n legst’n (am niedrigsten) is, da will’n all Hun’ räwerspring’n. Spr-Altm 82; Hunne pissen un Fruunslüü weenen, wenn’s willen OST-Sta; Wenn’t Flesch up is, bieten sick de Hünn’ um de Knaoken. Bewohner-Altm 1,332; Wer’n Hund hang’n will, findt ok’n Strick dato. Spr-Altm 82; wer’n Hund hauen will, findt ok en Knüppel WO-HWa; kimmet mor ewwern Hund, kimmet mor  ewwern Schwans Wb-Ak 72; liewer der grote Hund in Dörpe wie der kleine in de Stadt Sprw-Börde; wöcker sik as’n Hund verhrt, mutt Knoaken fräten SA-Ab; Neckreim:Wenn Schult’n Hund ‘n Köter weer
un denn bittschen gröter weer
un denn ‘n bittschen bunt,
denn weerd’ ‘n schön’n Hund
. Matthies 1912,30 (OST-
GrRo);
Kinderreim:ek wil dek eml wat forteln
fon Peter Sneln,
d har en klein hinneken,
dat konne bten un konne beln,
konne eppelkens fscheln,
konne nete knakken
un konne in emmer kakken
. Mda-Weg 98.
– Volksgl.: Frisst ein H. Gras (vereinz.) oder jault er (GA-Da), so wird es regnen. Sein Jaulen kann auch einen Todesfall ankündigen (GA-Da), bes. bei Nacht (CA-Lö), beim Glockenläuten (Vk-Altm 206) oder wenn er die Schnauze dabei nach unten hält (Vk-Anhalta 31). Hält er die Schnauze nach oben, zeigt das einen bevorstehenden Brand an. a.a.O. 31 (CA-Zu, BE-GrMü). Nach H. schlägt der Blitz, deshalb ist bei Gewitter zu ihnen Abstand zu halten. a.a.O. 31 (BA-Bad). Einen Hundebiss behandelt man durch Auflegen von Haaren des H. a.a.O. 286. – 2. Schimpfwort, vereinz. – Hund for’n Jroschen Wb-Ak 72; dullen Hund HA-Oh; saun vorfluchten Hund Wb-We 54. – 3. NeckN für die Bewohner von Winningen, mit Bezug auf die ihnen unterstellte Durchtriebenheit, 3: Vk-Ask 167. – 4. in der Verbdg.: bunt Hund ‘mit grünem Laub geschmückte Gestalt beim Pfingstumzug’,  Pingsten, 2: Brauch-wAltm 63 (SA-Rie). – 5. in der Verbdg.: der tolle Hund ‘Schreckgestalt für Kinder, die angeblich im Getreidefeld sitzt’,  Roggenmme, 2: ADVk Nr. 49 (JE2-Mö). – 6. ‘(hintere) Querstange am  Ldetg’ 2: ZE-Roß, 3: HA-Uep, OSCH-Har, QUE-Hau, 4: verstr. anhalt. – 7. in der Verbdg.: verwassener Hund ‘verwachsener Holzklotz, der schwer zu spalten ist’,  Knorren, 2: JE2-Bu, JE1-Stei. – 8. in der Verbdg.: hölten Hund ‘Flachsbreche’ – Rda.: wenn erst de hölt’n Hunne bellt, is de Sömmer vorbie 3: HA-Bee.
Lautf., Gram.: Pl.: Hunne, [hun]; außerdem: Hunn’, [hu] verbr. nwaltm. n/mittlere Altm.; Hünn’ Bewohner-Altm 1,332. Zuss.: zu 1.: Haff-, Halwen-, Hellen-, Hrden-, Hoff-, Jagd-, Jammer-, Khrden-, Lnen-; zu 2.: Hellen-, Himmel-, Jammer-, Lumpen-, Mess-; zu 6.: Hinder-.
Hundebitt m. ‘Hundebiss’ 3: WO-Gu, Wb-Holzl 108 (HA-Um), HA-Oh, Sprw-Börde, Wb-Nharz 83 – Rda.: op’n Hunnebitt hert n’ Hunnehr ‘um einen Kater zu beseitigen, muss man erneut Alkohol trinken’ HA-Oh.
Lautf.: Hunnebitt Wb-Holzl 108 (HA-Um), HA-Oh; -biss WO-Gu, Sprw-Börde, hunnebis Wb-Nharz 83.
Hunger m. 1. ‘Gefühl, das das Bedürfnis nach Nahrung anzeigt’ 1: SA-Ah, 2: Bewohner-Altm 1,360, Kre-del 1929,13, JE2-Scho, ZE-Roß, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. – mn Mun knurrt all, de het Hunga JE2-Scho; Rda.: de Hunger drift et rin Antwort auf die Frage, ob das Essen schmeckt, WE-Dee; vor Hunger un Kummer nich in’n Schlap kommen CA-Fö; fr hunger nich schten kennen Wb-Nharz 83; hai lewet in gu’en Hunger ‘er lebt in guten Verhältnissen’ OSCH-Ba; Ich hawwe Hunger w son Frd. Wb-Ak 72; Sprw.: Hunger deit wei Minschen un Vei. Wb-We 55; Hunger is de beste Koch WO-Gu; Hunger lehrt Eierkauken eten Sprw-Börde. – 2. PflN ‘Kornblume’,  Krnblme, 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm., JE2-Kl, 3: verstr. n elbostf. Reim:Hunger un Kloper (PflN ‘Klappertopf’)
det mokt den Br to’n Schoper (Schäfer). SA-Ban
.
Lautf.: Hunger, [hur]; außerdem: [hu] verstr. Altm.; [hu] vereinz. s Altm., [hua] JE2-Scho. Zuss.: zu 1.: Ht-, Mords-.
Hsling m. 1. ‘Besitzer eines Hauses ohne Land’ 3: WO-Gu, Wb-Holzl 109, HA-Oh – Sprw.: wer Hsling hennefrt is, bliwwt sn lewelang Hsling HA-Oh. – 2. ‘Mieter, jmd., der zur Miete wohnt’,  Mtslde, 3: Wb-We* 216, Wb-Nharz 80.
Lautf.: Hsling WO-Gu, HA-Oh, Wb-We* 216, Hüüsling Wb-Holzl 109; Hsling Wb-We* 216; hslink Wb-Nharz 80.
Immenblder Pl. dass. wie  lf, 3: WO-Gu, HA-Alt.
Lautf.: Imm’mbläder.