anklden Vb. 1. (refl.) ‘(sich) anziehen, ankleiden’ 3: vereinz. elbostf. – 2. ‘den Weihnachtsbaum schmücken’ 3: HA-Bee, 4: Wb-Ak 20. – 3. in der Verbdg.: den Mast anklden ‘das zum Segeln benötigte Leinenzeug am Mast anbringen’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 379 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Pa).
Lautf.: [ankld] Elbschifferspr. 379 (STE-Tan); [-kljn] a.a.O. 379 (WO-Ro); anklen, -klen HA-Oh, Id-Eilsa 48; -kleen, -kln vereinz. elbostf.; n- Wb-Nharz 13; nkl’n Wb-Ak 20; [ankleijn] Elbschifferspr. 379 (STE-Bit); [-kln] a.a.O. 379 (JE2-Pa).
anknpen Vb. 1. ‘durch Knöpfen an etw. befestigen, anknöpfen’ 4: Wb-Ak 20, Wb-Be. – 2. ‘das Sprietsegel mit den Bändern am Mast befestigen’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 380 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 380 (CA-Ak).
Lautf.: [anknbn] Elbschifferspr. 380 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi); [-knöbn] a.a.O. 380 (JE2-Pa); nknepp’m, [nknepm] Wb-Ak 20, Wb-Be; [nknebn] Elbschifferspr. 380 (CA-Ak).
anleggen Vb. 1. ‘an jmdn./etw. legen, heranlegen’ 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 21 – ... wunderselten werd’e noch anjelegt ... das Kind an die Mutterbrust, Spr-Asch 22. – 2. ‘mit Goldgrund versehen’ 3: Id-Eilsa 48. – 3. ‘Getreidegarben zum Dreschen auf der Tenne auseinander breiten’ 1: SA-Rist, 3: Rauch 1929,34 – subst.: ... un se sünd grade bit Anleggen von ne frische Däle ... a.a.O. 34. – 4. refl. – a. ‘sich irgendwo anlehnen’ – Lk dich nich s n, d huckst de janze Wand uf! 4: Wb-Ak 21. – b. dass. wie  ankuscheln, 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. ö SA w OST w STE, vereinz. s Altm., JE2-KlWu Reh, 3: vereinz. nw elbostf. WA, 4: BE-We. – 5. dass. wie  anlnen 2., 4: Wäschke 61920,115. – 6. ‘anzünden, zum Brennen bringen’ 3: HA-Oh, Wb-Nharz 14. – 7. ‘ein Gewehr in Anschlag bringen und zielen’ 3: Wb-Nharz 14, 4: Wb-Be. – 8. ‘etw. planvoll erstellen, gestalten’ 2: JE2-Gü, 3: HA-Oh – n’ Gern (Garten) anleggen a.a.O. – 9. 3: HA-Oh, Wb-Nharz 14. – a. ‘Geld (in Wertpapieren) anlegen’. – b. ‘Geld ausgeben, bezahlen’. – 10. in der Rda.: et dropp anleggen ‘es auf etw. absehen, abzielen’ 3: HA-Oh. – 11a. in der Rda.: sich mit ’n nln ‘Streit anfangen’ 4: Wb-Ak 21. – 11b. ‘schlagen, prügeln’,  verhauen, spez. auch ‘ohrfeigen’ 3: vereinz. s elbostf. – 12. ‘anbinden, anketten’, von Tieren, 3: vereinz. n/w elbostf., 4: Wb-Ak 21, DE-Ho – ’n Hunt an de Kedde anleggen HA-Oh. – 13. ‘am Ufer anlegen, festmachen’, auch einschränkend nur für das Heranbringen des Kahns an das Ufer, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 312 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), ZE-Roß, 4: Elbschifferspr. 312 (CA-Ak), Wb-Ak 21 – läst de denn in Aken ma an? ZE-Roß.
Lautf., Gram.: Inf.: anlegg(e)n, [anleg()n], anlejjen SA-Bre Rie, vereinz. ö Altm., Elbschifferspr. 312 (JE2-Mi Pa), verstr. elbostf.; -lengn, [anlen] vereinz. Altm.; -leng, [anle] SA-Ho Rist; -legen, -lejen GA-Mie, JE2-Reh, HA-Va, OSCH-Wu; nle-in Wb-Nharz 14; [anljn] Elbschifferspr. 312 (WO-Ro, CA-Ak); anläng(e)n SA-Lag Mel; -läen Spr-Maa 437 (vereinz. n elbostf.); -län, [anln] ZE-Roß, DE-Ho; nl Wb-Ak 21; [nln] Wb-Be; 3. Sg. Präs.: leggt an OST-Gla, WA-ABra; lägt - WO-We; lächt - vereinz. sw OST; [lt an] JE2-KlWu; läd n BE-We; laicht an SA-Ra; la-echt - SA-Ah; lecht - SA-Gü; lagt - SA-Kri Vi; Part. Prät.: anjelegt Spr-Asch 22; an e’legt Rauch 1929,102; -jelät Wäschke 61920,115; annelät JE2-Gü; njelt Wb-Ak 21.
anschen Vb. ‘ein Stück Holz an einem anderen zu dessen Verlängerung befestigen’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 376 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 376 (CA-Ak), Wb-Ak 23.
Lautf.: [ann]; außerdem: [-n] Elbschifferspr. 376 (CA-Ak); nschen Wb-Ak 23.
anstven Vb. ‘einen Kahn so steuern, dass der Vordersteven auf das anzufahrende Ziel zeigt’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 358 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 358 (CA-Ak).
Lautf.: [and].
anstten Vb. 1. 2: Hausfr-Altm 1928,93 (Kredel), Francke 1904,51, Spr-Maa 439 (JE1-Ziep), 3: vereinz. n/w elbostf., 4: Wäschke 61915,115, Heese 21919,32. – a. ‘an etw. stoßen, prallen’ – Sprw.: Un de in’ Düstern tappn, stötn gar to licht an. Hausfr-Altm 1928,93 (Kredel). – b. ‘jmdn. anstoßen’, auch um ihn auf sich oder etw. aufmerksam zu machen – stoet mick nich an Spr-Maa 439 (WO-Ol); ... hä schtoß Karschtedts Fritzen an un sase: “Wa .. wa .. was is denn dasse – vorschtoppt?” Wäschke 61915,115. – 2. ‘ stottern’, auch ‘lispeln’ 1: SA-Han Scha, 2: verstr. n/mittlere Altm., WO-Ro, verstr. mittleres/s JE2, vereinz. JE1 ö ZE, 3: verstr. elbostf. (außer sö), 4: CA-Schw – hei stött an bin Spreken WE-Sa. – 3. ‘die gefüllten Gläser leicht aneinander stoßen, um auf jmdn./etw. zu trinken’ – lt üsch ml dropp ansteten 3: HA-Oh. – 4. ‘unangenehm auffallen, Missfallen erregen’ 3: Wb-Nharz 16.
Lautf., Gram.: Inf.: anstö(h)t(e)n, -stoet’n SA-Han Scha, vereinz. OST, WO-Ro, JE2-HBe Kar, JE1-Dan, Spr-Maa 439 (JE1-Ziep), verstr. n elbostf., vereinz. mittleres elbostf., WE-Sta, BLA-Wie; -steten, -stötn HA-Oh, Id-Eilsa 49; -stet(e)n, -stt’n, -schte(e)t(e)n JE1-Ge, vereinz. mittleres/ö elbostf.; nschtten Wb-Nharz 16; anstoßen, -stohsen JE1-Prö, CA-Schw, Heese 21919,32; 3. Sg. Präs.: stött an, stödt -, schtött - verstr. n/mittlere Altm., vereinz. mittleres/s JE2, JE1-Gö Grü, verstr. w elbostf.; stött ahn WE-Il; stett an ZE-Dü Ned, WA-Alt; stott - WE-Elb; stöhst - ZE-Buk; stohst - CA-Ca; steehst - CA-Salz; 3. Sg. Prät.: stott - Francke 1904,51; schtoß - Wäschke 61915,115.
antrecken Vb. 1. (refl.) – a. ‘(sich) anziehen, ankleiden’ 2: vereinz. Altm. JE2, verstr. JE1, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – trecke die Handschen an, et is kolt! JE1-Zi; ick hewwe dän jung’n annetreckt Spr-Maa 440 (WO-Ol); Un nu sahkse, daß Weiweßen noch Biljetter krichten die nich so fein anjetrekt warn wie sie. Heimatkalender-Be 1936,154; ... Unnerhosen, Unnerjacke un Hanschen treckt’n wi nich an, dät war unner unse Würde, ... Heimatkalender-Je 1923,99 (JE2-Fi); Rda.: sick watt antreck’n ‘eine Äußerung auf sich beziehen’ Wb-Altm 6; Sprw.: wn dat Kld passet, dei trekket et n ‘wer sich angesprochen fühlt, ist gemeint’ Wb-We 8. – b. vorw. in versch. Verbdg.: ‘(sich) warm einhüllen, anziehen’,  inmummeln, 1: SA-Bre Sla, 2: verstr. n/sw Altm., WO-Ro, JE2-Ba KlWul, JE1-Grä Zi, 3: verstr. elbostf. – orndlich antrecken WA-Wa; bannich vöel antreckn SA-Kal; got wam Tüch antrecken SA-Sla; der hat seck dicke anetreckt BA-Rie. – 2a. ‘ein Seil straff ziehen’ 3: Wb-Nharz 16. – 2b. ‘etw. festziehen’ – ’ne Schrwe antrecken 3: HA-Oh. – 3. ‘sich (ruckartig) in Bewegung setzen’, von Pferden, 2: Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie), 3: vereinz. w elbostf., 4: Wb-Ak 24, Wäschke 61915,18 – Un da sase “Hü!”, de Pfere trecktn an, un durthin junks. a.a.O. 18; ... de olln Zirkuspäere wollten nich wedder antrecken; ... Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie). – 4. ‘gut eindringen’, von Feuchtigkeit in den Ackerboden, 3: Wb-Nharz 16. – 5. ‘irgendwo hinziehen und sich dort niederlassen’ 2: Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie), 3: Wb-Nharz 16 – d lde sint hr stern rscht netrekt a.a.O. 16.
Lautf., Gram.: antreck(e)n, -kk-, [antrekn] Inf., treckt an 3. Sg. Präs.; außerdem: [antrek] JE2-Scho, Mda-nwJe1b 64 (verstr. n JE1); anträcken GA-Wiep; träckt an 3. Sg. Präs. Bewohner-Altm 2,246; ahntreck(e)n, aan-, n-, -kk- vereinz. mittleres/s elbostf.; n-, [ntrek()n] OSCH-Har, QUE-Di, Wb-Ak 24, Wb-Be; 3. Sg. Prät.: antreckte Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie); 1./3. Pl. Prät.: trecktn an, treckt’n - a.a.O. 1923,99 (JE2-Fi), Wäschke 61915,18; Imp. Sg.: trecke an JE1-Zi, WE-Zi; treck -, [trek an] Matthies 1903,25, JE2-Ba Scho, Spr-Maa 440 (WO-Ol); Part. Prät.: anjetrekt Heimatkalender-Be 1936,154; an(n)etreckt Heimatkalender-Ma 1932,44 (JE2-Vie), vereinz. elbostf.; a(h)ne- vereinz. sw elbostf.; njetreckt Wb-Ak 24; antrackt OST-NiGö.
Arftenfrter Pl. SpottN für die Schiffer von Tangermünde, 2: Elbschifferspr. 324 (WO-Ro), 4: a.a.O. 324 (CA-Ak).
Lautf.: [erfsnfrdr] Elbschifferspr. 324 (WO-Ro); [erbsn-] (Grundwort aus dem Nd. imitiert) a.a.O. 324 (CA-Ak).
rs m. 1. ‘Gesäß’ verstr. – du lest wedder nich lucker, bett de erst’n Ars vull krist HA-Bee; Rda.: in Marse sien ‘entzwei sein’ Sprw-Eils 39; in Marse hebben ‘aufgegessen haben’ Id-Eilsa 78; wedder Kopp noch Ars von unverständlichem Gerede, HA-Um; s Maul zum Arsche hlen ‘schweigen’ KÖ-GrPa; Das is je w in rsch jewest von einem stark zerknitterten Stück Papier oder Kleid gesagt, Wb-Ak 26; an len Arsch ‘grobe Zurückweisung’ KÖ-GrPa; lick mek in’n rsch dass., BLA-Brau; n’ Oarsch vullhauen ‘jmdn. schlagen, prügeln’ CA-Bru; de Köster schleit de Woch vön Moarß vom Abendläuten am Sonnabend gesagt, STE-Scho; hei hät de Naoäs tauknäpen ‘er ist gestorben’ SA-Ch; hat’n kollen Oarsch ekricht dass., WA-La; sich uffen rsch setzen ‘sehr überrascht sein’ Wb-Ak 26; ’n Ars riskieren ‘wagemutig sein’ Sprw-Eils 38; in rsch kukken ‘neugierig zuschauen’ Wb-Nharz 18; kimmt doch nich ut’n Arsch ‘er kommt mit einer Arbeit nicht voran’ Sprw-Börde; den geit der Arsch mit Grundis ‘er hat große Angst’ a.a.O.; dene geit de Mrs t un in wine Wachtelpipe dass., Wb-We 87; immer forn Marsche lien ‘ständig hinter jmdm. herlaufen, im Wege sein’ Sprw-Börde; einen for’n rse bimmeln dass., Wb-Nharz 18; dähn soll ick woll ’n Arsch utklaihn? ‘er will sich wohl extra bitten lassen?’ OSCH-Grö; einen in’n Ars krupen ‘sich einschmeicheln’ OSCH-Schw; eenen en Loch in Arsch bohren ‘unablässig um etw. bitten’ CA-Sa; einen w in rsch jekrpen sn ‘jmdm. sehr zugetan sein’ Wb-Nharz 18; alles in’n Arsch rin jochen ‘jmdm. alles zukommen lassen’ Sprw-Börde; hei is glks mit’n Mrse rum ‘er ist schnell beleidigt’ HA-Oh; de will schiten un hat nist im Maarsche ‘er will mehr erreichen, als er vermag’ Wb-Holzl 56; kein Himme (Hemd) öwern Mrse hebben ‘arm sein’ Wb-We 87; dat paßt drop wie de Arsch op’n Emmer ‘es passt sehr gut’ BE-Re; dick wart et noch mal vorn Arse bullern ‘dir wird es noch einmal schlecht ergehen’ HA-Oh; Sprw.: wenn’n Noars vöborgt, müttn dörcht Ripp’n schiet’n OST-Schön; du kannst dick dreihen wie du wist, de Ars is ümmer hinn’n WO-Gu; Rätsel: Et hänget an’ne Wand un hat sich en Arsch verbrännt? – de Brapanne. WO-Schn.  TZ: 2Achter Achterdl Achterkastell Achtern rswark Bürzel Gatt Hinderachte Hinderdl Hindere Hindergestell Hinderkastell Hinderste Hindervrdel Hinderwgen Kackarsch Ktel Kiste, weitere Synonyme  P. – 2. ‘Heck eines Kahns’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 163, 315 und 355 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), ZE-Roß, 4: Elbschifferspr. 163 und 315 (CA-Ak), Wb-Ak 26 – Denn kroch dr mich mit seine Nse in mei’n rsch. ‘Dann bohrte sich der Bug eines anderen Kahns in das Heck meines Kahns.’, bei einer Havarie, a.a.O. 26; der Kn jd uf’n rsch ‘der Kahn ist am Heck zu schwer beladen und taucht dort tiefer ein’ Elbschifferspr. 315 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa, CA-Ak); Schdr kwr forn rsch ‘das Steuer mit dem Staken so weit zur Seite drücken, dass das Helmholz völlig über Bord steht’ a.a.O. 355 (JE2-Pa). – 3. ‘Unterseite eines Wurzelstockes’ 3: BLA-Brau. – 4a. ‘unteres Ende des Getreidehalms’ – haug dn Roggen uffen rsch, de lde (liegt er) w hinjeld! 4: BE-Wa. – 4b. ‘unterer Teil der Getreidegarbe’ 3: WA-Neu.
Lautf., Gram.: Ars, rs Nom. und Akk. Sg. WO-Gu, verstr. w elbostf.; -e Dat. Sg. WE-Rok; Aors, O(a)rs, rs Matthies 1912,19 und 27 (SA-Die Se), vereinz. Altm.; A(a)s, s GA-Wed, HA-No, WE-Be; Arsch, - Nom. und Akk. Sg. JE1-Grü, verstr. elbostf. (außer sö), vereinz. omd.; [ar] WA-Neu; sch GA-Da; Aorsch, O(a)rsch, rsch, -, [r] vereinz. Altm., Elbschifferspr. 163, 315 und 355 (JE2-Mi Pa), ZE-Roß, vereinz. ö elbostf. w anhalt., DE-Lau Or; [ar] Mda-Ze (verstr. ZE); Mrs vereinz. sw elbostf.; Marse Dat. Sg. HA-Oh, OSCH-Ba, Sprw-Eils 39; Ms WE-Be, Wb-We 87; Moars, -ß Wb-Altm 8, STE-Scho; Mars Wb-We 87; mrsch Wb-Nharz 123; Maarsche Dat. Sg. Wb-Holzl 6; Marsch Wb-We 10; -e Dat. Sg. Sprw-Börde; Naors, Noars SA-Rist, Wb-Altm 8, Wb-Altm* 49, OST-Sa Schön; Noaers SA-Lüd; Nas Nom. und Akk. Sg. SA-Ost, STE-KlMö Schi; Naoäs SA-Ch.
Ast m. 1a. ‘stärkerer Zweig eines Baumes’,  Tacke(n), 1: SA-Le, 2: GA-Le, vereinz. STE, WO-Ro, vereinz. s JE2 JE1 ö ZE, 3: verstr. elbostf., 4: verstr. omd. – dor Asd is abjebrochen BE-GrWi. – 1b. ‘Ansatzstelle eines Astes im (bearbeiteten) Holz’ 2: Mda-sJe1 34 (verstr. s JE1), 3: Wb-Nharz 18, 4: Wb-Ak 27 – Ins Brt is an Ast. a.a.O. 27. – 2a. ‘höckerartige Verkrümmung der Wirbelsäule zwischen den Schulterblättern, Buckel’ 2: ZE-Roß, 4: Vk-Anhaltc 102, Wb-Ak 27, Wb-Be – Rda.: sich’n Ast lachen ‘heftig lachen’ ZE-Roß. – 2b. ‘Rücken’, auch ‘Schulter’ 2: ZE-Roß, 3: QUE-Di, 4: Wb-Ak 27, Krause 1964,32 – Mit hohkjekrempelte Hosnbeene, de Karre uffn Ast, balangsierte da dorch. a.a.O. 32.
Lautf.: Ast, [ast]; außerdem: [asd] verstr. anhalt.; st Mda-Sti 2. – Etym.: ahd. ast, altgerm. (got.) asts; im Gegensatz zu Zweig auch ‘Auswuchs am Baum, Knorren’ und seit ca. 1800 landschaftlich ‘Buckel’, vgl. Paul 102002,94.