Klatscherei f. dass. wie  Klatsch 2a., 1: SA-Ro, 2: ZE-Bur.
Klieken ON, in dem Neckreim: in Klieken, wo de Schweine quieken 2: ZE-Bur.
Knüppel m. 1a. ‘kurzer, dicker Stock’ 2: vereinz. Altm., Heimatkalender-Je 1929,XIII (JE2-Vie), verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. – Rda.: Datt schmeckt ass de Knüpp’l upp’n Kopp ‘es schmeckt sehr schlecht’ Wb-Altm 111; Sprw.: wer’n Hund hauen will, findt ok en Knüppel WO-HWa. – 1b. ‘armdickes Rundholz von bestimmter Länge’ 3: Wb-Nharz 102, 4: Mda-Sti 162, Wb-Ak 93 – Mr han uf de Aksjn zw Mter Knippel jekft. a.a.O. 93. – 2a. ‘Quer- oder Schleifholz’, wurde den Hunden an den Hals gebunden, um sie am schnellen Laufen zu hindern und damit ihren Jagdtrieb zu unterbinden, 1: SA-Dä, 2: vereinz. Altm., 3: vereinz. w elbostf., 4: Wb-Ak 93 – Rda.: de knüppel is an’n hund bunnen ‘der Wunsch, etw. zu tun, ist vorhanden, die Umsetzung jedoch erweist sich als unmöglich’ Rda-Altm 295f. – 2b. ‘ca. 50 cm langes und ca. 15 cm breites, dickes Stück Holz, das zwecks Bekanntgabe von Einladungen und Verlautbarungen im Ort herumgereicht wird’,  1Hmer, 2: Bewohner-Altm 1,131f., Abergl-Altm 31, Bornemann 41827,208, 3: Blicke-Drömling 62 (GA-Rä) – Reim:Den Knüppel leet de Schult rümgoahn,
So hät he Dörplang kund gedoahn,
Dät up den Märtinsdag Klock Veer,
Versammlung unnern Eikbohm weer.
Bornemann 41827,208.
–2c. ‘Stab, an dem die Räucherwürste hängen’,  Worstspl(e), 2: SA-Bru, OST-Bre, GA-Kak. – 2d. ‘pflockähnliches Holzgerät zum Garbenbinden’,  Bindeplock, 2: STE-Wei, ZE-Bur Ste, 3: OSCH-Weg. – 2e. ‘Holzschlagwerkzeug des Steinmetzes’ 3: Id-Eilsa 73. – 2f. ‘Dreschflegel’ 3: Mda-Weg 103, WA-Ta. – 3. Brötchenart aus Weizenmehl,  Semmel, 2: vereinz. ö Altm., JE2-Wu Zo, vereinz. JE1, ZE-Bur, 3: BA-Ho, CA-Löd, 4: BA-Ha, vereinz. sw anhalt. – 4. ‘Ausguss am Topf’,  Tülle, 1: SA-Ty.
Lautf., Gram.: Knüppel, Knüpp’l verstr. Altm., Heimatkalender-Je 1929,XIII (JE2-Vie), JE2-Wu Zo, vereinz. JE1, ZE-Bur, verstr. elbostf., vereinz. sw anhalt.; Knüppeln Pl.(?) OST-Ho Kru, STE-Go Ri; Knüppa SA-Ty; [knüp] SA-Dä; Knippel, [knipl], [knipl] verstr. ZE, Nd-Börde § 40 (WO-Schn), Wb-Holzl 123 (WA-KlWa), Mda-Weg 103, Wb-Nharz 102, BA-Ho, Mda-Sti 162, vereinz. w anhalt.; Knippels Pl. Richter o.J. 6; [gnibl] BE-Al. Zuss.: zu 1.: Latten-; zu 2.: Ms-.
Knüppel m. 1a. ‘kurzer, dicker Stock’ 2: vereinz. Altm., Heimatkalender-Je 1929,XIII (JE2-Vie), verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. – Rda.: Datt schmeckt ass de Knüpp’l upp’n Kopp ‘es schmeckt sehr schlecht’ Wb-Altm 111; Sprw.: wer’n Hund hauen will, findt ok en Knüppel WO-HWa. – 1b. ‘armdickes Rundholz von bestimmter Länge’ 3: Wb-Nharz 102, 4: Mda-Sti 162, Wb-Ak 93 – Mr han uf de Aksjn zw Mter Knippel jekft. a.a.O. 93. – 2a. ‘Quer- oder Schleifholz’, wurde den Hunden an den Hals gebunden, um sie am schnellen Laufen zu hindern und damit ihren Jagdtrieb zu unterbinden, 1: SA-Dä, 2: vereinz. Altm., 3: vereinz. w elbostf., 4: Wb-Ak 93 – Rda.: de knüppel is an’n hund bunnen ‘der Wunsch, etw. zu tun, ist vorhanden, die Umsetzung jedoch erweist sich als unmöglich’ Rda-Altm 295f. – 2b. ‘ca. 50 cm langes und ca. 15 cm breites, dickes Stück Holz, das zwecks Bekanntgabe von Einladungen und Verlautbarungen im Ort herumgereicht wird’,  1Hmer, 2: Bewohner-Altm 1,131f., Abergl-Altm 31, Bornemann 41827,208, 3: Blicke-Drömling 62 (GA-Rä) – Reim:Den Knüppel leet de Schult rümgoahn,
So hät he Dörplang kund gedoahn,
Dät up den Märtinsdag Klock Veer,
Versammlung unnern Eikbohm weer.
Bornemann 41827,208.
–2c. ‘Stab, an dem die Räucherwürste hängen’,  Worstspl(e), 2: SA-Bru, OST-Bre, GA-Kak. – 2d. ‘pflockähnliches Holzgerät zum Garbenbinden’,  Bindeplock, 2: STE-Wei, ZE-Bur Ste, 3: OSCH-Weg. – 2e. ‘Holzschlagwerkzeug des Steinmetzes’ 3: Id-Eilsa 73. – 2f. ‘Dreschflegel’ 3: Mda-Weg 103, WA-Ta. – 3. Brötchenart aus Weizenmehl,  Semmel, 2: vereinz. ö Altm., JE2-Wu Zo, vereinz. JE1, ZE-Bur, 3: BA-Ho, CA-Löd, 4: BA-Ha, vereinz. sw anhalt. – 4. ‘Ausguss am Topf’,  Tülle, 1: SA-Ty.
Lautf., Gram.: Knüppel, Knüpp’l verstr. Altm., Heimatkalender-Je 1929,XIII (JE2-Vie), JE2-Wu Zo, vereinz. JE1, ZE-Bur, verstr. elbostf., vereinz. sw anhalt.; Knüppeln Pl.(?) OST-Ho Kru, STE-Go Ri; Knüppa SA-Ty; [knüp] SA-Dä; Knippel, [knipl], [knipl] verstr. ZE, Nd-Börde § 40 (WO-Schn), Wb-Holzl 123 (WA-KlWa), Mda-Weg 103, Wb-Nharz 102, BA-Ho, Mda-Sti 162, vereinz. w anhalt.; Knippels Pl. Richter o.J. 6; [gnibl] BE-Al. Zuss.: zu 1.: Latten-; zu 2.: Ms-.
Klrpe f. TiN ‘Raupe des Kohlweißlings’ 1: SA-Ah, 2: OST-Dü, STE-Kre, WO-Sa, JE2-Za, ZE-Bur, 3: WA-Am.
Lautf., Gram.: Kohlrup STE-Kre; Pl.: -rupen; außerdem: -raupen ZE-Bur.
Krück(e) m., f. 1a. ‘Stock für Gehbehinderte mit gebogenen Querhölzern zum Stützen des Körpers unter der Achselhöhle oder an den Unterarmen’ 2: Mda-Ze (verstr. ZE), 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. omd. – hei geit an Krücken HA-Oh. – 1b. dass. wie  Krückstock, 2: GA-Ga, 3: WE-Schie, 4: BA-Ha. – 1c. ‘grober, beschädigter Stock’ 3: Mda-War 15. – 2a. ‘Querholz an der  Krück(e) 1a. zum Stützen des Körpers unter der Achselhöhle oder an den Unterarmen’, auch ‘Griff am Spazierstock’ 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Be – hei hat’n Stock mit’n silbern Kruck HA-Bee. – 2b. ‘das Querholz der Harke, an dem die Zinken sitzen’,  Harkenhft, 1: SA-Die. – 3a. ‘Griff an der Haspel’ 3: Wb-Holzl 127. – 3b. ‘Griff in der Mitte des Stiels der Getreidesense’ 1: SA-Die, 4: DE-Ra. – 3c. ‘Griff am oberen Ende des Stiels der Grassense’ 4: BE-Grö La. – 4a. ‘Gerät zum Herauskratzen der Asche aus dem Backofen’, besteht aus einer schmalen Schaufel, die an einer langen Stange angebracht ist, 2: Bewohner-Altm 1,347, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 97, Wb-Be – Rda.: Krick un ’mstl ‘viele verschiedene Leute’ Wb-Ak 97; Krück un Ow’nstaoken dass., Bewohner-Altm 1,347. – 4b. ‘Gerät zum Zusammenkratzen des (Straßen-)Schmutzes’, ähnelt einer Hacke, 3: vereinz. elbostf. – 4c. ‘hölzernes Gerät zum Rühren des kochenden Pflaumenmuses’,  Mskelle, 3: vereinz. sw elbostf. – 5a. ‘Krümmung’ 3: Wb-Nharz 107. – 5b. ‘gekrümmtes Ackerstück’, auch in FlN, 3: vereinz. mittleres/s elbostf. – 6a. ‘alter, gebrechlicher Mann’ 3: HA-Oh. – 6b. ‘Krüppel’ 4: Wb-Be. – 7a. ‘altes, schlechtes Pferd’,  Gaul, 1: vereinz. nwaltm., 2: vereinz. mittleres OST, STE-Bir Gra, verstr. mittleres/s JE2 JE1, ZE-Bur Kö We, 3: vereinz. w JE1, 4: BE-Ad Al Gier. – 7b. ‘alte, auch abgemagerte Kuh’ 2: GA-Da, JE2-Scho.
Lautf., Gram.: Krücke, [krük] f. GA-Ga, STE-Gra, verstr. mittleres/s JE2 n JE1, HA-Oh, BE-Grö, DE-Ra; Krück, [krük] f. vereinz. nwaltm., OST-Me, GA-Da, Krück m. WE-Schie, Krück Bewohner-Altm 1,347, OST-Ca De Po; Kricke, [krik] f. STE-Bir, verstr. mittleres/s JE1 ZE, Wb-Nharz 107, Id-Queb 6, vereinz. omd.; Krick Wb-Ak 97; [grig] f. BE-Ad Al Gier, Mda-Fuhne 18 (DE-Ca); Krucke, [kruk] f. vereinz. n JE1 elbostf., Mda-Sti 165 (slt.); Kruck m. verstr. elbostf.; [kru] f. Mda-sJe1 30 (JE1-Ho). Zus.: zu 4c.: Ms-.
Lnigde f. ‘separater, durch Birkengrün abgegrenzter Teil der Laube, die zu Pfingsten auf dem Festplatz aufgestellt wurde’ 2: Bauernwelt-Ze, Vk-Anhalta 234 (ZE-Bur) – Brauch: In der L. befanden sich Tische und Stühle sowie das Fass mit dem Pfingstbier. Nur die reichen und angesehenen Bewohner des Ortes durften dort Platz nehmen. Bauernwelt-Ze.
Lautf.: Lehnichte. – Etym.: zu mnd. lenen, l(i)nen ‘leihen, borgen, zu Lehen geben’ (vgl. HWb-Mnd 2,782), da die L. urspr. dem Lnschulten ‘Dorfvorsteher, dessen Amt und der dazugehörige Schulzenhof erblich waren’ und Personen seines Ranges vorbehalten war.
lpen Vb. 1a. ‘zu Fuß gehen’, auch von der Fortbewegung der Tiere, allg. – ‘t Kind löppt all (schon) Wb-Altm 128; Bei son warremes Wetter kannste barrewes lfen. Wb-Ak 107; bt’n up Schtrt löppt en gangs Koppo Gs (Schar Gänse) SA-Ku; op en Ise loopen ‘auf dem Eis gleiten’ WA-Am; Rda.: d wet’er oppe te lpen ‘er versteht es, eine Sache für sich auszunutzen’ Wb-Nharz 119. – 1b. ‘brünstig sein’, bes. von Katze und Hündin,  bolzen, lpsch, 2: OST-Ho, JE2-Fe, JE1-Flö, ZE-Bur. – 1c. ‘ausgehen, sich vergnügen’ – subst.: et hatt’t Lepen in’n Koppe 3: HA-Oh. – 1d. ‘mit jmdm. Umgang, ein Verhältnis haben’ 3: vereinz. mittleres/sö elbostf., 4: Wb-Ak 107 – se lept al mitn bengel Mda-Weg 106; där leeft mit die CA-Sta. – 2a. ‘schnell gehen, rennen’ verbr. – umme de Wedde lepen HA-Oh; Rda.: dor lf wasse lfen gonne DE-Ca; … ek sette mek also in Drapp un lope wat et Tüg holen will … Wedde 1938,66; Sek ut de Puste lopen; Wat haste, wat kannste lopen Sprw-Harvorld 398; He löppt as’n Fattbinner. Spr-Altm 78; lept wie’n BarschtenbinderVk-Harz 3,46; leeft wie an HaseVk-Anhalta 62; löppt as’n drächtig Swienägel Bewohner-Altm 1,362; He löppt, ass wenn äm de Kopp brennt. Wb-Altm 128; sek op de Beine lopen ‘durch rasches Laufen schnell ermüden’ Wb-We 82; Sprw.: wer löppet, den jeggt (jagt) man Wb-We 82. – 2b. ‘zur Toilette gehen müssen, Durchfall haben’, auch subst. (Part. Präs.) ‘Durchfall, Ruhr’,  Dorchfall, 2: Wb-Altm 128, 3: HA-Oh, BLA-Brau – ik mott lepen HA-Oh; subst.: dat Lopend Wb-Altm 128. – 3a. ‘fließen, rinnen, hervorströmen’ 3: verstr. elbostf. – … un de hellen Thränen laip’nne ewwer’t Jesichte … Firmenich o.J. 161 (WA-Ost). – 3b. ‘undicht sein, Flüssigkeit hindurchlassen’ verbr. – ‘s Faß lft Wb-Ak 107.
Lautf.: lop(e)n; außerdem: [lpm], [lp] vereinz. s nwaltm. SA, verbr. ö/sö Altm., JE2-Scho, verstr. mbrdb. w JE1, WO-HWa, Vk-Ask 373; lep(e)n vereinz. w elbostf.; [lep] Id-Eilsa 76; loapm QUE-Di; laöpn SA-HDo; luopen OSCH-Di, CA-KlRo; lepm Mda-Ro; loupenOST-Meß, STE-Ber, CALV-Uth Zo, WE-Sta; laup(e)n, [laupm] verbr. mittlere Altm.; [leup] SA-Ku; [leop] verbr. n nwaltm.; [lopm] SA-Jü; laufen Mda-Sti 31; loof(e)n, [lf()n] vereinz. mbrdb., QUE-GrSchie, vereinz. n CA, verbr. anhalt.; loafen CA-Ra; [lfn] BE-Me Sa. – Gram.: 3. Sg. Präs.: löppt verbr. nwaltm. Altm. JE2, vereinz. JE1 s WO, WA-Ste; löppet verstr. n/w elbostf.; [lopt] Mda-Ze (verstr. ZE); lep(p)t verbr. JE1, Mda-Ze (ZE-Reu), HA-GrSa, OSCH-Har, Wb-Nharz 119, verstr. ö elbostf.; leppet WE-Schie; looft ZE-Bur, Mda-Ze (ZE-Roß); loft JE1-Flö; laift Mda-Sti 31; leeft, lft, lfd CA-Sta, verbr. anhalt.; 1./3. Sg. Prät.: lp Wb-Altm 128, Dialekt-Ma 11 (verbr. mittleres/w JE1); leip, laip verbr. elbostf.; lp QUE-Di; [lip] Dialekt-Ma 11 (verbr. s JE1, ZE-Dor), Mda-Ze (verstr. ZE); [lf] a.a.O. (ZE-Roß), DE-Ca; loff, [lof] Wb-Ak 107, BE-Gier, Alt-Cöthen 6; Part. Präs., subst.: Lopend Wb-Altm 128 (2b.). Zuss.: zu 1a.: hen-, hindendran-, hinderan-, hinderdorch-, hinderdran-, hinderhr-, hinder-, hinderls-, hinterdreinlaufen, in-, mit-, n-; zu 3.: hen-, wer-.
Lumpenhund m. 1. dass. wie  Lump, 3: Wb-We 84, 4: Wb-Be. – 2. ‘Mensch, der viel Kleidung verbraucht’,  Rtdwel, 2: ZE-Bur.
Lautf.: Lumpenhund ZE-Bur, Wb-We 84; [lumpmhunt] Wb-Be.
Mlbutte f. 1. dass. wie  Mlbre 1., 2: Mda-nwJe1b 75 (JE2-HSe, JE1-Gra), Mda-sJe1 35 (JE1-Schw), ZE-Bur HLe Ro, 3: Mda-nwJe1b 75 (JE1-Bie Ger Wol). – 2. ‘Frucht der Heckenrose’,  Hgebutte, 2: ZE-Nu Roß.
Lautf., Gram.: Mehlbutte ZE-Bur; -butten Pl. ZE-HLe Ro; -putte ZE-Roß; [melputn] Pl. Mda-nwJe1b 75 (JE1-Bie Wol), Mda-sJe1 35 (JE1-Schw); [mlbutn] Pl. Mda-nwJe1b 75 (JE2-HSe, JE1-Gra); [-putn] Pl. a.a.O. 75 (JE1-Ger); Mealputte ZE-Nu.