Brummer m. 1. ‘Gegenstand, der einen brummenden Ton von sich gibt’ 2: Mda-nwJe1b 68 (JE2-HSe). – 2. ‘aus einem Weidenzweig gefertigte Flöte’,  Fpe, 2: ZE-KlLei, 3: verstr. elbostf., 4: verstr. anhalt. – Bastlösereim:Pipe, Pipe, Bastian,
Lat minen Brummer gan ...
Vk-Anhaltb 76 (BA-Fro).
– 3. TiN – a. größere, schwarze Fliegenart, auch blaue oder grüne Schmeißfliegenart, verstr. – da sitt’n Brummer an de Wand HA-Oh. – b. ‘Viehbremse’,  2Bremse, auch von Stechfliegenarten, 1: SA-Bar, 2: vereinz. Altm., 3: vereinz. elbostf., 4: BLA-Sti, CA-Mi, BE-Me. – c. ‘ Hummel’ 2: JE1-Zi, 3: JE1-Ca, BE-Gü, 4: vereinz. w/mittleres anhalt. – d. ‘Hornisse’,  1Hornske, 1: SA-Gla, 2: JE2-NeuWa, 3: vereinz. sw elbostf. – 4. ‘vorn breit zulaufender Kahn’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 109 (JE2-Mi). – 5. ‘lebhaftes, übermütiges Mädchen’ 3: Sprw-Börde.
Lautf.: Brummer, [brumr, -a brdb., -r s elbostf. anhalt.]; außerdem: Prummer, [prumr] BLA-Sti, Wb-Be; Brummert, [brumrd] ZE-KlLei, OSCH-Grö, verstr. ö elbostf. (außer nö), vereinz. w/mittleres anhalt.; Prummert KÖ-Pro; [brümr] MdanwJe1b 74 (JE2-HSe); Brömmer WE-Rok.
bunt Adj. 1. ‘mehrfarbig (helle, leuchtende Farben)’, auch ‘eine helle, leuchtende Farbe aufweisend’ verbr. – ... de ersten bunten Bottervöggels ... Rauch 1929,54; mit bunte Bändersch ZE-KlLei; dät Kld is bun(t) JE2-Scho; ... unn der Erdbodden sahk janz bunt aus von alle die Blumen ... Richter o.J. 31; subst.: ’s Bunte ‘die nicht weiße Wäsche’ Wb-Ak 42; Rda.: He is bekannt as’n bunten Hund. ‘Er ist sehr bekannt.’ Spr-Altm 82; Sprw.: et jift j mr bunte keue w eine Zurückweisung einer unberechtigten Forderung gegenüber jmdm., der glaubt, eine verlorene Sache wiederzuerkennen,Wb-Nharz 35. – Brauch: Beim ersten Austrieb der Rinder zu Pfingsten wurde der Kuh ein Kranz umgehängt, die als letzte (z.T. auch als erste) auf der Weide erschien, sie wurde als bunte Kuh heimgetrieben. Brauch-wAltm 83. – 2. ‘wirr, durcheinander’, auch ‘toll, zu arg’ vereinz. – Rda.: ne bunte Re mken ‘eine aus Männern und Frauen bestehende gemischte Reihe bilden’ HA-Oh; Awwer schließ- lich wurre ses doch zu bunt. Heese 21919,13; Sprw.: det gaet bunt häe ub de Weat (Welt), aewer nänich bunder as mang de Lüh SA-El.  2Junge, K.
Lautf., Gram.: bunt; außerdem: punt Mda-Sti 7, Wb-Be; [bun] JE2-Scho; in flektierten Formen: bunt(e)-; außerdem: bund(e)- vereinz. nwaltm., GA-Da.
Dachtel f. ‘Ohrfeige’,  Prgel, 2: Wb-Altm 219, Mda-Ar 23, STE-Ste, ZE-KlLei, 3: verstr. elbostf., 4: Wb-Be, Serimunt 1932 Nr. 65, KÖ-GrPa – et jift ane Tachtel Spr-Asch 17.
Lautf., Gram.: Dachtel Wb-We 25, Serimunt 1932 Nr. 65; Tachtele Wb-Holzl 193; sonst: Tacht(e)l, [tat()l] Sg., -n Pl. – Etym.: frühester Beleg im 15. Jh. in der Bed. ‘Murmel’, aus dem zugehörigen Vb. mit der Bed. ‘mit einer Murmel eine andere treffen’ entwickelt sich ‘(auf-)schlagen, prügeln’, vgl. Kluge 242002,176.
Dackdrpe f. dass. wie  Dackdrüppe, 2: SA-Str, GA-Mie, STE-Ba, JE1-Sche, ZE-KlLei, 3: verstr. sö elbostf., 4: BA-Ha Schie, verstr. anhalt.
Lautf.: verniederdeutschte Formen: Dackdrö(ä)p SA-Str, GA-Mie; -dröep STE-Ba; Daaktraufe BA-Op; [dkdraof] HA-NHa; md. Formen: Dachtraufe JE1-Sche, CA-Brei, BA-Ha Schie, DE-Grie; [dadrauf] vereinz. w BE; Dachtroofe ZE-KlLei, vereinz. n CA, verstr. anhalt.; [dadrf] vereinz. w BE; Tachtrofe KÖ-GrPa.
Dämmerung f. ‘Übergang bes. vom Tag zur Nacht’,  Schummerstunde, 2: STE-Ba, JE1-Wö, ZE-KlLei, 3: JE1-Me, HA-Oh, verstr. s elbostf., 4: BLA-All, QUE-Frie, vereinz. w anhalt.
Lautf.: Dämmerung, -unk; außerdem: Dämmerunge QUE-Frie; demmerunk, demmerunge Wb-Nharz 40.
d(r) I. Adv. verbr. – 1. räumlich – a. ‘an dieser Stelle, dort’ – ’t wass väöl Minschheit dao Wb-Altm 137; Doa sitt’n groten swatten Koater. Bewohner-Altm 2,159; d fld anne Hornsge BE-GrWi; Äppel un Walnötte, Eierplumen un Beerenbratjen, Honnigkauken un Zuckerkannig – ick fund da immer wat te präpeln (essen)! Lindauc o.J. 43; De jreeßte Anßiehunk waar imm’r daa, wo de Fähre vorjefiehrt wurr’n ... Heimatkalender-Ze 1962,91 (ZE-Ze); Rda.: da liet der Hund bejraben ‘das ist der entscheidende Punkt’ Sprw-Börde; da lät der Kamm uff de Butter ‘da herrscht große Unordnung’ ZE-Roß; Sprw.: wu hackt ward, da fallt ook Späne HA-No; Reim:Hinner uns Hus, dao geiht to Kehr,
as wenn Hochtiet un Kinndöp wär.
SA-NFe;
in Verbdg. mit Lokaladverbien: d jänt ‘dort drüben’ STE-Schi; ... ne Nachtigall, da boben in’n Beerboom! Rauch 1929,55; Da draußen sinn nuh de Jungens in de Ferien oh mah jewäst ... Heese 21919,7; in Verbdg. mit einem Relativ- oder Demonstrativpron.: d d nischt hebn, dat sint grde de schlimsten Wb-Nharz 36; düsse d sünt et e’ west HA-Oh. – b. ‘hier’ – de Fder is all d HA-Oh; Un Max was ümmer noa ’n nich doa. Matthies 1903,42; De andern waren mit’n Kutschwa’n da, ... Wedde 1938,32; in Ausrufen oder Aufforderungen, z.T. verbunden mit einer Geste des Anbietens oder Überreichens, dann häufig mit Kurzvokal: da hastet Id-Eilsa 97; da, nimm hen! HA-Oh; ta, da lie’t et HA-Bee; da, et rnt Wb-Nharz 36; D, knippere m, ich kre’s Pakt nich uf! Wb-Ak 93; Rda.: t hastn Kitt Ausruf der Verärgerung, Wb-Be. – c. in Verbdg. mit sn ‘anwesend, vorhanden, zur Stelle sein’ – et is naug da, et langt hen CA-Fö; denn sinn se alle d gewest ZE-KlLei; “Na”, jriente dor Harr Amtsrichter, “wänn die Harrschaften da sinn, kann ick je de Sitzung areffnen.” Heimatkalender-Ze 1964,91 (ZE-Ze); ... weil nich ville Gras doa woar ... Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie); Von düsser Kaste waren ... noch twei utgewussene Exemplare da. Klaus 1936,7; Sprw.: Wenn Öäl up de Lamp’ is, is wä’rr keen Dächt (Docht) dao. Bewohner-Altm 1,348. – 2. zeitlich – a. ‘zu diesem Zeitpunkt, in diesem Augenblick’ – Ertüffeln hem’se jo do kaum all ekennt JE2-Gü; Middewoche nh Pingesten d worrn Eier un Kuke un alles denn so desammegeholt. ZE-KlLei; umme sesse d kimmete noch nich Wb-Nharz 36; Awer vorr fufzig, sechzig Jahern, da war de Fastelabend jo doch noch en betchen anderscht nah oelder Mode feuert. Vk-Harz 8,30; Verbdg.: Hei jung noch hier un da (ab und zu) in’n Buernhoff tau sine olen Schulfrünne ... Lindauc o.J. 19; als fester Bestandteil in Sagwörtern: Aller Anfang is swar, seggt de Dew, da slep’r ’n Möhlensteen weg. dass., Spr-Altm 88; Dat kost nix, sä de Bur, do prügelt he sin Jung. Heimatland-Ga 1930 Nr. 10; Dat gift Luft, sä de ole Müldersche, da leit se ’n Pup Sprw-Harzvorld 399; hier herrscht Ordnung, sä de Fru, da lag de Kamm op de Botter QUE-Nei. – b. ‘plötzlich’ – Da – op en Male sejjt et: “Stop”! Gorges 1938,76. – c. ‘dann, darauf(hin)’ – h het mik antickt un d heff ik an Schreck krgng JE2-Scho; Da lachtnse denn alle, o Finzel, – awwer Vetter Wewer arjerte sich heemlinge. Wäschke 61920,153; de Schape harren awer kaum ’n paar Snuten enohmen, da waren all dee Hunne rann unn harren se an de Hinderbeine. Hbl-Ohre 1927 Nr. 28/ Wöhlbier (HA-Eim). – 3. modal ‘in solchem Fall, in dieser Hinsicht, unter diesen Umständen’ – “Dar häst du recht”, sä’ Hinnerk, ... Hausfr-Altm 1930,6 (SA-Die); Da hadden mor je denn oh jelei n Richtijen derwischt. Heese 21919,11; Da kann de Minsche wedder spüren, Wudrop de Müse spekelieren ... Gorges 1938,61; Da brauch mor sich jarnich anzuschtrengn. Krause 1964,23; d bin ek j noch ristiger Wb-Nharz 36; Rda.: da kann et eime angest un bange wern CA-Fö; da kamm’er je de Kränke kreienAusruf des Unmuts, Spr-Anhalt 169; Sprw.: köp Nahwers Rind un frie Nahwers Kind, da warst du selten bedragen WO-Gu; Volksgl.: mich krawweltet so in de linke Hand, da werick woll noch Jeld krien ZE-Roß. – 4a. satzeinleitend, ohne eigentliche Bedeutung, wie ‘es’ – Da is mal ... en Bure west, dei’n grotes Anwesen harre. Rauch 1929,77; Da wurrn denn n Amnt inne Pfarrküche de Amntbusuche ummer kortscher ... Wäschke 61915,4; Rda.: dao hat all wedder ener n Löppel weggelegt ‘da ist wieder jmd. gestorben’ JE1-HWa. – 4b. verstärkend – Dä hat unsch da eine int Hus rinesett ... Klaus 1936,26; d het d nischt te gn Wb-Nharz 72. – 5. als Teil eines Pronominaladverbs in getrennter Stellung, oft abgeschwächt zu (de)r - an ( dran): de Pahl is awwe, da mott ’ne Anschrah an! HA-Bee; de Minsche woll’er ok nich ran Wb-Holzl 73; ... ann deen groten Garen ... da grenzen twei grote Burhöwwe an. Hbl-Ohre 1925 Nr. 7/Wöhlbier (HA-Eim); b ( drb): da willt wie lustig un fröhlich bie sien HA-Bee; fr ( drfr): ek kan der nischt fr Wb-Nharz 37; hinder ( drhinder): ek will er woll hinner komen Wb-We 35; in ( drin): Brahpannen, wer se kriejen kann, Da sall de Bäcker t’ Fleisch in braan. Gorges 1938,40; mit ( drmit): da is kein Spßen midde HA-Oh; Reim:De Blomen hebben wi vör uns geplückt,
do hebben wi uns met uutgeschmückt.
Brauch-wAltm 73;
n ( drn): Rda.: ... da steiht dick de Lecker na ‘darauf hast du Appetit’ Chr-Em 430; Dao krei’t wädder Hund noch Haohn noa. ‘Das ist völlig unwichtig.’ Bewohner-Altm 1,340; t ( drt): ile Brot und da nist tau WE-Velt; Rda.: d hat hei keine Oren tau ‘das will er nicht hören’ Wb-We 96; up ( drup): dao sall use Fritze oppe danzen goan. GA-Eick; t ( drt): un dat kann’n dat nich anseihn, wat da mal ute makt wern sall! Rauch 1929,91; von ( drvon): ik heww’er (habe da) doch nist fonn Wb-Holzl 73; Rda.: Datt iss’n Hochtd dao de Katt hinnern Fürhrd nicks van wt ‘eine kleine Hochzeit’ Wb-Altm** 46. – II. Konj. vereinz. – 1. kausal ‘weil’ – d sei fon Tlen schprken: ek sal sei säin, dat ... Wb-Nharz 36. – 2. zeitlich ‘als’ – d ek d sau schtunt, sach ek ... a.a.O. 36.
Lautf.: betont: dar, dr Hausfr-Altm 1930,6 (SA-Die), vereinz. elbostf.; daor Wb-Altm 32; unbetont oder als Teil eines Pronominaladverbs in getrennter Stellung (I.5.): der verstr. elbostf.; dor, [dor] Winter-Altm 74, CA-Ak; ’er oder ’r verstr. elbostf.; betont: da(a), [d] vereinz. ZE, verbr. elbostf., verstr. anhalt.; dao, doa, [d], [d] verbr. ö/s nwaltm. nbrdb., ZE-KlLei Roß, vereinz. elbostf., verstr. s CA BE, DE-Ca; [t] Wb-Be; do, [d] SA-Die, vereinz. Altm., JE2-Gü, vereinz. nthür., CA-Löd; doa, [da], [da] verstr. mbrdb.; [dao] verstr. n/w nwaltm.; in Ausrufen oder Aufforderungen (I.1b.): da, [da] vereinz. elbostf., CA-Ak; ta, [ta] verstr. w elbostf.; [t] Wb-Be. – Etym.: es wurden hier versch. Wörter zusammengefasst, die sich lautlich und semantisch überschneiden: mnd. sind dr und dre bereits vielfach nicht geschieden und haben sowohl räumliche (‘da, dort, dorthin’) als auch zeitliche (‘als, damals als’) Bed. Daneben steht zeitliches mnd. d mit den Bed. ‘da, damals, damals als, wenn’, vgl. HWb-Mnd 1,396 f. und 1,435.
dorchgallern Vb. ‘schlagen, verprügeln’,  verhauen, 2: Wb-Altm 37, ZE-KlLei, 3: vereinz. Nharz.
Lautf.: dorchgallern Wb-We 29, Id-Quea 154; -jallern ZE-KlLei; -galdern Wb-Nharz 43; dörchgallern Wb-Altm 37.
dorchrgenen Vb. ‘hindurchregnen’ 2: ZE-KlLei, 3: HA-Oh, BA-GrAls, 4: Wb-Ak 49 – Bei uns hat’s durchjernt. a.a.O. 49.
Lautf.: dorchrenen HA-Oh; -rään BA-GrAls; durch- ZE-KlLei; dur(r)ichr’n Wb-Ak 49.
Dracht f. 1a. ‘Traglast’, auch ‘(auf dem Rücken) getragenes Bündel’ 1: SA-Rist, 2: vereinz. Altm., 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 2, Wb-Ak 172 – ne Dracht Räuben Sprw-Börde; anne Tracht Hols Wb-Ak 172; ... kam einer mit ne Dracht Böme ... Klaus 1936,36; Rda.: du hast ja ’ne schöne Dracht oppelahdt HA-Bee. – 1b. ‘zwei Eimer Wasser’, z.T. bes. dann, wenn sie mit einem Trageholz geholt werden (vgl. Mda-Fuhne 166), 1: vereinz. nwaltm., 2: verbr. Altm., verstr. JE2, verbr. JE1, verstr. w ZE, vereinz. ö ZE, 3: verbr. elbostf., 4: Mda-Sti 2, verbr. anhalt. – ne Dracht elanget? ‘Wasser geholt?’ QUE-Di; ik hl noch ne Dracht Wta ha JE2-Scho.  Drge Reise Wterreise Wucht. – 2. ‘gehörige Menge an Schlä- gen, Prügel’ 1: SA-Pü, 2: vereinz. Altm., JE2-Kar Schön, ZE-KlLei Roß, 3: verbr. elbostf., 4: verstr. omd. – ne Dracht opdrücken WE-Dee; krist een Dracht Prügel OST-Sa; dor had ne Drachd jegrichd BE-He; ... wobei der enne mordsmäßije Tracht vorpaßt krichte. Krause 1964,86. – 3. ‘quer über dem Langbaum des Wagens befestigter Träger zur Unterstützung des Wagenbodens’, sowohl in der Wagenmitte als auch am Wagenende, 3: QUE-Hau. – 4. ‘Gebärmutter von weibl. Vieh’ 2: ZE-Roß, 3: Wb-Holzl 78, HA-Oh, 4: vereinz. anhalt. – de Kau hat sik de Dracht tedränget HA-Oh. – 5. ‘Nachgeburt von Kuh und Pferd’,  Hmen, 2: WO-Sa, 3: vereinz. n/mittleres/sö elbostf., 4: verstr. w/mittleres anhalt. – 6. ‘regionaltypische Kleidung’, auch ‘Kleidermode’ 3: Wb-Holzl 78.
Lautf.: Dracht, [drat] vereinz. nwaltm., verbr. brdb. elbostf.; Tracht, [trat] vereinz. n/mittleres nd., verstr. s nd. omd.; [drad] BE-Gü He, verbr. anhalt.; trcht Mda-Sti 2.
falsch Adj. 1. ‘nachgemacht, unecht, imitiert’, auch ‘gefälscht’ 1: SA-Dä, 2: ZE-Roß, 3: vereinz. w elbostf. – falsche Tne HA-Oh; dat is doch liuda fsk Ged (Geld) SA-Dä. – 2. ‘nicht richtig, verkehrt’ 1: verstr. nwaltm., 2: verstr. Altm., JE1-Scha, ZE-KlLei, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – n’ falschen Strump antrecken HA-Oh; ... um den Jungen opt falsche Spoor te bringen ... Rauch 1929,183; dat haste falsch anefangen CA-Fö; ... daß der doch hier iwwerhoopt irjndwie falsch sin mußte. Krause 1964,26; Rda.: in de falsche Kehle kricht ‘sich verschluckt haben’ STE-Grie. – 3. ‘unehrlich, unaufrichtig, hinterlistig’ 1: SA-Dä, 2: vereinz. Altm., ZE-Roß, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – falsch nguggen BE-Nie; dai is tau fsk SA-Dä; dat is en falscher Kärl CA-Fö; Rda.: falsch wie ne Katze Vk-Harz 3,45; Falsch wie an Kathol’scher Spr-Anhalt 176; S iss so falsch ass Galgenholt. Wb-Altm 206; falscher Hund Wb-We 149; säh dich vorr dän vor, det is villeicht ’n falscher Fuffsjer ZE-Roß. – 4. ‘ärgerlich, zornig, aufgebracht, böse’,  1fuchtig, 1: SA-Dä, Essen-nwAltm 91 (SA-Han), 2: vereinz. Altm., JE2-Gü, JE1-Gra Ka, 3: verstr. elbostf., 4: verstr. anhalt. – op däne bin ik falsch HA-Bee; H is falsch upp mi. Wb-Altm 48; Nu wurre die awwer ehrscht recht falsch. Heese 21919,39.
Lautf.: falsch; außerdem: [fsk] vereinz. n nwaltm.