malsch Adj. ‘üppig, kräftig gewachsen’, bes. von Nutzpflanzen, 2: STE-Je, WO-Zi, Mda-nwJe1a 72 (JE2-HSe), JE2-Scho, verstr. JE1, ZE-Li Roß, 3: verstr. w JE1, 4: Wb-Ak 109, Mda-Fuhne 160 (KÖ-Kle Ost Po, verbr. DE) – d Tornits (Runkelrübe) schtäit s malsch JE2-Scho; Donnerwetter, stehn eire Bohn malsch ZE-Roß.
Mörtel m. 1. ‘breiartiges, schnell erhärtendes Gemisch aus Wasser, Sand und Zement, Kalk u.ä., das als Bindemittel oder zum Verputzen von Decken und Wänden dient’ – de Mreker smitt Mertel twischen de Steine 3: HA-Oh. – 2a. ‘Teich, kleinere Wasseransammlung im Gelände oder auf dem Acker’,  Dk, auch ‘stets feuchte Stelle im Acker’,  Springstde, 2: Bauernwelt-Ze, Ldk-Anhalt 2,62 (ZE-Li), ZE-We. – 2b. dass. wie  Mrwische, 2: JE2-Zo. – 2c. in FlN mit Bezug auf (2a.) und (2b.), 2: vereinz. w Altm., verbr. ö Altm. JE2 JE1, vereinz. ZE, 3: verstr. w JE1, 4: Siedler-Je § 335 (vereinz. ö anhalt.).
Lautf.: Mörtel JE2-Zo, Möhrtel Ldk-Anhalt 2,62 (ZE-Li); Mertel HA-Oh; Meertel Bauernwelt-Ze; Märtel ZE-We. – Etym.: wie  Mser entlehnt aus lat. mortrium ‘Mörser’, auch ‘Mörtelpfanne, Mörtelgrube’, in FlN ndl. Siedlerwort zu gleichbed. mndl. morter, mortel, vgl. Kluge 231995,570, Teuchert 21972,178.