Lodderswn n. 1. dass. wie  Lodder 2., 3: BA-Ho, 4: CA-Schw. – 2a. dass. wie  Lodderbast 2a., 2: ZE-Roß. – 2b. dass. wie  Lodder 3b., 2: ZE-Lu, 3: QUE-GrSchie, 4: vereinz. w anhalt.
Lautf.: Lodderschwien ZE-Lu, BA-Ho; -schwein ZE-Roß, QUE-GrSchie, vereinz. s CA; [lolrwain] vereinz. BE.
Middagsbrt n. dass. wie  Middag 3., 1: SA-Gla, 2: vereinz. mittlere/ö Altm., Heimatkalender-Je 1927,198 (JE2-Vie), JE1-Pa, ZE-Lu, 3: verstr. elbostf., 4: QUE-Frie, Wb-Ak 115, Wb-Be – klocke twölwe jiff’t Middachbrot HA-Bee; … denn könnt wi woll nu en betten Middasebrot eten … Lindauc o.J. 16; Sprw.: ‘n gt Frühstück is besser w’n slecht Middsebret HA-Oh.
Lautf.: Middagsbrot ZE-Lu; Midds- WA-Un, middsbrt Wb-Nharz 126; Mid(d)asebro(o)t, Middsebrt verstr. elbostf.; -bret HA-Oh, -brot WE-Wa, [mid’zbret] Id-Eilsa 78; Midasebro OSCH-Wu; [midsprt], [mides-] Wb-Be; [midsbroat] QUE-Di; Mittagsbrot QUE-Frie; Mittsbrt Wb-Ak 115; [mitesprt] Wb-Be; Morragsbraud GA-La; Middagbrot SA-Gla, OST-Thie Wah, WO-Me, Heimatkalender-Je 1927,198 (JE2-Vie), JE1-Pa, WA-See; -brod OST-Rä; Middachbrot HA-Ack Bee; -broat OST-Schö; Mirragbrot STE-Arn; Mättagbrott STE-HWu.
Modderpfütze f. 1. ‘mit Schlamm oder (trübem) Wasser gefüllte Vertiefung, Pfütze’ 4: DE-Schie. – 2. dass. wie  Modder 3., 2: ZE-Lu.
Lautf.: Modderpfütze ZE-Lu; -fitze DE-Schie.
Mlekalf n. TiN ‘Marienkäfer’,  Marenkwer, 2: Vk-Anhaltb 67 (ZE-Thie), ZE-Lu Wei.
Lautf.: Molekälbchen Dim. Vk-Anhaltb 67 (ZE-Thie); Meelekalb ZU-Lu; Me(ä)lekalf ZE-Wei.
Npel m. ‘Gummisauger der Kleinkinder’,  Nuckel, 2: ZE-Lu Ro, 3: vereinz. s elbostf., 4: verstr. omd. – d brelld wellor, wail se g Nbel had DE-Ca.
Lautf.: Nopel, [npl] ZE-Lu Ro, verstr. omd.; Nobel, [nbl] verstr. anhalt.; Noupl BE-La; Ne(e)pel, [npl] vereinz. s elbostf., Wb-Be; [nbl] BE-Scha; Nbf.: Mopel CA-Mi.
Nussel f. 1. ‘unverständliches, undeutliches Gerede’,  1nusseln, 2: Wb-Altm 148, JE1-Zep, ZE-Lu, 3: HA-Ost, QUE-Su, CA-Löd, 4: CA-Ak. – 2. ‘langsames Arbeiten’ 2: Wb-Altm 148, 3: HA-Oh – sonne Nussel kann’k nich ln HA-Oh.
Lautf.: Nussel Wb-Altm 148, HA-Oh; Nusselei JE1-Zep, CA-Löd; [nuzlai] CA-Ak; Nösseli HA-Ost; Nuselie QUE-Su; Nselei ZE-Lu.
sterwter n. ‘Wasser, das zu Ostern aus einem fließenden Gewässer geschöpft wird’ verstr. – Doch du wist doch nich etwa losgahn un Osterwater halen? Rauch 1929,22. – Brauch: Das Schöpfen des O. aus einem fließenden Gewässer geschieht (bes. durch Mädchen) in der Nacht zum Ostersonntag vor Sonnenaufgang (verstr.), spez. zwischen 23 und 24 Uhr (Brauch-Ma 262 – GA-Fle, Vk-Harz 8,43, Ackerbau-Anhalt 303), um Mitternacht (Brauch-wAltm 34 – GA-Fle Mie, Id-Queb 14, verstr. anhalt.), zwischen 0 und 1 Uhr (Wb-Nharz 142) oder bei Sonnenaufgang (Vk-Altm 226, BrauchwAltm 34 – GA-Wen, Brauch-Ma 262 – GA-Grau). Das O. sollte mit dem Strom (Gesch-Ro 108, Vk-Harz 8,43, Wb-Be), in anderen Orten gegen den Strom (BrauchwAltm 35, Wb-Ak 123, Vk-Anhalta 224) geschöpft werden. Es gilt überall ein striktes Schweigegebot. Verschiedentlich lauern die Burschen den Mädchen auf, um sie zum Sprechen zu bringen. – Volksgl.: Das in Flaschen aufbewahrte O. bleibt das ganze Jahr hindurch frisch. Als Schönheitsmittel erhält es die Haut gesund und hilft gegen Warzen oder Sommersprossen. Es wird gegen Augenentzündungen und zur Stärkung der Sehkraft verwendet. verstr. Die heilende Wirkung entfaltet sich auch bei Krämpfen (Brauch-Ma 262 – GA-Mie) oder bei Fieber (Brauch-wAltm 35 – GA-Wal). Das Vieh wird mit O. getränkt, um Seuchen zu vermeiden (verstr.) oder zum Schutz gegen Ungeziefer damit besprengt (Brauch-Rie 747, Vk-Anhalta 224 – ZE-Lu Rie). Das Besprengen der Wohnstube hält Flöhe fern (Vk-Anhalta 224) und verhütet das Schimmeln von Brot (Brauch-Ma 262 – GA-Mie). Die jungen Mädchen sehen beim Schöpfen das Bild ihres zukünftigen Mannes. BrauchwAltm 35, Rauch 1929,22.
Lautf.: Osterwater Rauch 1929,22, Wb-Nharz 142, Wb-We 97; -wasser, [strwasr] ZE-Roß, CA-Ca, verstr. anhalt.; [stawta] JE2-Scho.