2ankern Vb. dass. wie  anken 2., 4: verstr. w BE, Mda-Fuhne 14 (DE-Ca) – das Gind anggord nch de Muddor BE-Me.
Lautf.: [agrn].
anmken Vb. 1. ‘etw. anbringen, befestigen’ 1: SA-Dä, 2: JE2-Scho, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 21, Wb-Be – Rda.: hest d dat lsemkt, mostet k wedder nmken Wb-Nharz 14. – 2a. ‘Feuer im Ofen anzünden’ 1: vereinz. n nwaltm., 2: vereinz. OST ö STE, verstr. s Altm. (außer n GA), JE2-Go Scho, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – Bakngrinne (Birkenrinde) brännt k grn tum Fa anmkng schn JE2-Scho; Na, Willem Peinicke hale en Arm vull Splittern un make Füer an. Lindauc o.J. 22. – 2b. ‘eine Lampe einschalten, anzünden’ 4: Wb-Ak 21, DE-Ca – Licht machen Wb-Ak 21. – 2c. ‘die Pfeife anzünden’ – Ick moake mi arhaupt irst ’ne Pipe an. 2: Heimatkalender-Je 1924,60 (JE2-Vie). – 3. ‘etw. einem Gericht hinzufügen’, bes. Salz, 3: HA-Oh, Wb-Nharz 14. – 4a. dass. wie  anlnen 2., auch ‘zumachen, schließen’ 3: Sprw-Börde, Wb-Nharz 14, 4: Wb-Be – Türn anmaken Sprw-Börde.
Lautf., Gram.: anmaken, -mken vereinz. elbostf.; make an 3. Sg. Prät. Lindauc o.J. 22; annemakt Part. Prät. Spr-Asch 19; [anmk] SA-Ev; nmken Wb-Nharz 14; [anmkn] vereinz. elbostf.; [-mk] JE2-Scho, HA-NHa; [-mkn] CALV-Uth Zo; [-mk] SA-Ku, vereinz. OST ö STE s Altm. (außer n GA); [-maok] SA-Dä; anmoaken JE2-Go; moake an 1. Sg. Präs. Heimatkalender-Je 1924,60 (JE2-Vie); am’moak’n Spr-Maa 437 (WA-Eg); nmaoken Vk-Ask 70; anmachen CA-Ba, vereinz. anhalt.; (n)- Wb-Ak 21, [(n)man] Wb-Be; [m n] Imp. Sg. DE-Ca.
anpumpeln Vb. 1. refl. ‘sich warm einhüllen, anziehen’,  inmummeln, 4: CA-Ak, BE-Al. – 2. ‘jmdn. auffällig oder geschmacklos anziehen, ankleiden’ 4: Wb-Ak 22, DE-Ca – dich hann se awwor njebumbelt a.a.O.
Lautf.: npumpeln CA-Ak; -pumpel’l Wb-Ak 22; [nbumb] BE-Al, DE-Ca.
Appel m. 1. ‘Frucht des Apfelbaums’ allg. – d ln an bor Ebbel’l DE-Ca; w ... krjen Äppeln af ‘wir ernten Äpfel’ JE2-Scho; Eppel un Bern (Birnen) t ik jern HA-Oh; tr Appel is jantz hotzelich (verschrumpelt) Wb-Be; de goldene Appel ‘letzter Apfel, der nach der Ernte am Baum verbleibt’ Wb-Holzl 56 (HA-Eil); Rda.: det is’n Appel! ‘das ist selbstverständlich’ ZE-Roß; Das hauet dn awwer inne Eppel. ‘Ihm ist schwerer Schaden, ein großer Verlust entstanden.’ Wb-Ak 24; daen maoket mr kn appl vrn ai vor ‘er lässt sich nicht täuschen’ Vk-Ask 152; in den sren Appel bten ‘etw. Schwieriges oder Unangenehmes beginnen’ BLA-Brau; Sprw.: der beste Appel word ok ful ‘auch dem umsichtigen Menschen kann ein Fehler unterlaufen’ Sprw-Börde; wenn de Appel ripe is, sau fällt hei ‘man soll eine Sache heranreifen lassen’ Wb-We 9; Reim:de Appl fällt nich wiet van’n Stamm;
sou ast Scho-ap is, is ouk’t Lamm
OST-Schön;
Wiegenlied:Heichen Putteichen hat Eppel jekocht,
stn inne Rre un quackern noch.
Wb-Ak 24.
– Brauch, Volksgl.: Zu Weihnachten oder Neujahr wurden die Bäume angefasst, um eine reiche Obsternte zu bekommen:Bömeken wk up,
Neujahr is km,
saßt gaut Appel un Bäärn dragen!
Brauch-wAltm 12 (SA-Ta).
Schält ein Mädchen einen Apfel, so soll die Schale ein einziges langes Band bilden. Diese wirft es sich über den Kopf und liest aus ihr den Anfangsbuchstaben des künftigen Geliebten heraus. Brauch-Anhalt 6. Geht man beim Empfang des Abendmahls um den Altar, muss man in einen Apfel beißen, dann bekommt man keine Zahnschmerzen. Dies gilt vor allem beim ersten Abendmahl bei der Konfirmation. Die Äpfel müssen aus dem Pfarrgarten gestohlen sein. Abergl-Altm 16 (vereinz. OST). – 2. in der Verbdg.: wilder Apfel PflN ‘wilder Apfel’, auch die Frucht,  Holtappel (n.Z.), 4: BE-Dro, DE-Ho. – 3. ‘Samenträger der Kiefer’,  Knappel, 3: OSCH-Weg, QUE-West. – 4. Pl. ‘rundliche Kotstücke des Pferdes’ 3: Vk-Ask 185. – 5. in der Verbdg.: Appel, Bure, Cruskopp ... Ballspiel der Kinder, ausf. vgl. Abe-Babe, 3: HA-Bee.
Lautf., Gram.: App(e)l, [ap()l] (anhalt.: [ab()l]); außerdem: ppel, [pl] Mda-Sti 9, BA-Ha; [apa], [apo] vereinz. n nwaltm.; Abb(e)l, [ab()l] verstr. Altm.; Abba, [aba], [ab], [ab], [abo] verstr. nwaltm.; [abä] SA-Ch; Pl.: Äpp(e)l, Äbbel, E-, [äp()l], [eb]; außerdem: Appel Brauch-wAltm 12 (SA-Ta); eppele Wb-Nharz 17; auf -n: vereinz. nwaltm., JE2-Scho.
Arbeit f. 1. ‘(beruflich ausgeübte) körperliche oder geistige Tätigkeit’ 1/2/3: verbr. nd. (außer ö der Elbe, dort verstr.), 4: vereinz. omd. – nr rbeit gn Wb-Nharz 17; ... un na’t Kaffeedrinken güng’t an de Arbeit. Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die); In mnd machten de Karls un de Mächens de Arweet, ... ZE-KlLei; Rda.: dor had de rwd nich arfungng DE-Ca; Dee will wat daun, wenn de Arbeit fertich is. Wb-Holzl 36; Er scheiet sich vor de Arbeet wie der Bettelmann vorsch Achtjroschenstikke Spr-Anhalt 176; Sprw.: Wer keen Arbeit hät, de möckt sick weck. Bewohner-Altm 1,319; n gedaner Arbeid is gd rauen Wb-We 9; An d’ Erd is de meist’ Arbeit. Spr-Altm 76; Arbeid is keen Hs, se löppt nich furt. Firmenich 1854,122 (OST-See); Vonne Arwt is noch kner fett jewor’n. Wb-Ak 26; Arbeit makt et Leben säute, Fulheit noch veel säuter. Sprw-Börde; Ne Stunne richtich Biisinnen bringt meer Sääjen wii ’ne Woche suure Arbeit! Bode 1908,62. – 2. ‘Mühe, Plage’ 3: CA-Fö, 4: Wb-Ak 26 – da haste dine Arbeit, et wedder in Gang tau bringen CA-Fö.
Lautf.: Arbeit, -ai-,-d, [arbait], [arbeit], [arbaet] Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die), verstr. Altm., vereinz. mittleres/s JE2, verstr. JE1, Mda-Ma 66 (ZE-Dor), verbr. elbostf.; rbeit, [rbait], [-baet] verstr. nwaltm. n/mittlere Altm., CALV-Uth, Wb-Nharz 17; [rbit] OST-Ko; arweit, [arwaet] OST-Kru, CALV-Zo, Siedler-Je § 142, Mda-Ro; [rwait], [-waet] SA-Ku Rie, verstr. ö Altm., JE2-Scho, WO-HWa; rwait Mda-Sti 2; [arwät] Siedler-Je § 142; Arbeet Heimatkalender-Je 1937,78 (JE2-Fi), Vk-Anhaltc 85 und 110, Spr-Anhalt 176; -weet, -wt, [arwt] JE2-Gü, verstr. ZE, vereinz. ö anhalt.; [rwd] DE-Ca; [rwt] ZE-Roß; Arrewt Wb-Ak26; Arwat Spr-Asch 28; rbt QUE-Di.
re f. ‘oberster Teil des Getreidehalms, an dem die Körner sitzen, Ähre’ 1: vereinz. nwaltm., 2: vereinz. Altm. JE2 ö JE1, JE1-Kö, verstr. ZE, 3: verbr. w elbostf., verstr. ö elbostf., 4: verstr. omd. – dia Oarn sinn all ripe ZE-Mü; d Rong het jrte re JE2-Scho; mor jn orn lsen DE-Ca; ... Weiten ... dichte ’wussen mit grote vulle Ahren, ... Wedde 1938,94. – Volksgl.: Wenn’n strhalm mit ’ne oare in de stbe licht, denn jifftet besch. Spr-Maa 441 (OSCH-Schw). Je nachdem, an welcher Stelle der A. das Getreide zu blühen anfing, sollten niedrige, mittlere oder hohe Getreidepreise erzielt werden. Brauch-Rie 745.
Lautf., Gram.: Sg.: A(h)re, Aare, re verbr. w elbostf., WA-See; r GA-Wef; Ao(h)re, Oa(h)re, re, [r] Id-Altm, JE2-Scho, JE1-Ma Zi, vereinz. elbostf. anhalt.; Aor Wb-Altm 8; [ar] vereinz. ZE; [] SA-Rist; Ä(h)re, aere, ëre, [r] ZE-Bur Roß, vereinz. s elbostf. omd.; re Wb-Nharz 51 (BLA-Hü), Mda-Sti 21; Pl.: Ahr(e)n verstr. elbostf., CA-Lö, DE-Vo; Ahren Dat./Akk. Wedde 1938,94; Oa(h)rn, Orn SA-Pe, STE-Ho, ZE-Mü, Bauernwelt-Ze, BA-Re, CA-Do Lö; [oarn] WA-Neu; an SA-Me; [aon] SA-Dä; Ähr(e)n OST-Fle, JE2-GrWu Gü, JE1-Bü Kö, OSCH-Be, CA-Brei Schw, Richter o.J. 31; Ähr JE1-Zie; Ehren Vk-Unterharza 70 (BA-Schie).
argern Vb. 1: SA-Dä, Hausfr-Altm 1930,4 (SA-Die), 2: vereinz. Altm., JE2-Zo, verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: verstr. anhalt. 1. refl. ‘sich ärgern’ – dor rjord sich awwor DE-Ca; Ole Wöbbecke argere sek, wie sek de andern öwer’ne lustig maket ... Wedde 1938,78; Rda.: sich krank, sich tt arrejern Wb-Ak 25; t arjert mer siche te Schwintsucht n’n Hals Wb-Be. – 2. ‘jmdn. ärgern, ärgerlich machen’ – et wr en meschanten kerl, stf konne einen arjern Mda-Weg 107; arjere den Teeben (Hund) nich, hai is hinderlistig un bitt WE-Wa; Rda.: einen bis op et blaut arjern Wb-Nharz 29; ’ne Arme kann man ebenso argern as ’ne Rieke sagte de Bur, as he nach Geld freiete. Spr-Altm 87.
Lautf., Gram.: argern, arjern, [arj()rn] Spr-Altm 87, verstr. ZE elbostf., Wb-Be, KÖ-GrPa; argert, arjert 3. Sg. Präs. HA-Oh, WE-Strö; arjere Imp. Sg. WE-Wa; arjerscht 2. Sg. Präs. Heese 21919,56; arjerte 3. Sg. Prät. Wäschke 61920,153, Richter o.J. 23; argere 3. Sg. Prät. Wedde 1938,78; argert Part. Prät. Rauch 1929,94; [rgt] Part. Prät. SA-Dä; arrejern Wb-Ak 25; [rjrn] ZE-Roß; [rjrn] vereinz. DE; ärgern, ärjern Id-Eilsa 49, OSCH-Rö; ärgert 3. Sg. Präs. Wb-Altm 277, Klaus 1936,50, WE-Zi; Part. Prät.: Francke 1904,37; -e 3. Sg. Prät. Hausfr-Altm 1930,4 (SA-Die); ärien JE2-Zo; ärr’it 3. Sg. Präs. Bewohner-Altm 1,332; ergert, erjert 3. Sg. Präs. verstr. w elbostf.; erregern OSCH-Di.
rt f. 2: vereinz. Altm. JE2, verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: verstr. omd. 1. ‘Sorte, Gattung, Gruppe’ – de rt docht nist HA-Oh; unse rt Leite ‘Leute unseres Standes’ Wb-Ak 26; dat is ne rt linse ‘es ist der Linse ähnlich’ Wb-Nharz 18; Der Kronenjunge hadde bloß een Pferd vor seinn Fleescherwa’n, awwer das war anne busundere Art, an Philosophe. Wäschke 61915,16; Rda.: dr is aus de rd jeschln ‘er hat sich negativ entwickelt’ DE-Ca; Sprw.: Art lett von Art nich ‘bestimmte Charaktereigenschaften der Eltern werden weiter vererbt’ WE-Oster. – 2. ‘Anlage, Natur’ – Der Wieweroart is loat (spät) upstoahn un denn en bitschen quaokeln, ... Spr-Altm 15. – 3a. ‘Eigenschaft, Verhalten’, auch ‘Art und Weise’ – det mokt ein jeder up sine Art! JE2-Zo; Uf d rt kummich nich! Wb-Ak 26; up dae rt hest du recht BLA-Brau; Rda.: dat hat keine rt mit’ne ‘er versteht seine Sache nicht’ HA-Oh; det is doch kne rt niche! ‘das gehört sich nicht’ ZE-Roß. – 3b. in der Rda.: rt hebben Ausdruck der Bekräftigung, Verstärkung – Det wimm’lte daa von Mensch’n un Diere rum, det et man so seine Aart ha’e. ‘Dort war ein sehr großes Gedränge.’ Heimatkalender-Ze 1962,90 (ZE-Ze); tr schlkn in te le Lawwe, tasses man sonne rt hadde ‘er schlug ihn sehr heftig’ Wb-Be; ’t geit jo, dat’t man s ’n Aort hat ‘etw. verläuft sehr gut’ Wb-Altm 8.
Lautf.: A(a)rt, rt; außerdem: Aort, Oart, rt, [rt], Ort, rt vereinz. Altm. JE2, ZE-Roß, Spr-Maa 442 (WO-Ol), QUE-Di, vereinz. w anhalt.; [rd] DE-Ca; [art] Mda-Ze (verstr. ZE).
Asch m. 1. ‘rundes, irdenes Gefäß ( Pott), irdene Schüssel’ 2: verstr. ZE, 4: verstr. w anhalt., DE-Ra Vo. – 2. ‘flache Steingutschale, in der man Milch stehen lässt, damit sie Sahne bilden und dick werden kann’,  Satte, 2: ZE-Kö Mö, 4: vereinz. omd. – hle m a Asch außen Schrangg DE-Ca. – 3. ‘Kuchenform, in der der  Aschkken gebacken wird’ 4: Wb-Be, DE-Vo.
Gram.: f. belegt CA-Kü.
Aschenkte f. dass., 2: ZE-Roß, 3: BE-Gü, 4: verstr. anhalt. – das le Messor hadde inne Aschengde jefungng DE-Ca.
Lautf.: [ankt] ZE-Roß; [angd] BE-Am HErx; [-gaid] DE-KlMö; sonst: [-gd].