Augenklacker m. ‘trockener, auch eitriger Schleim in den Augenwinkeln’,  Klter, 4: DE-Ca.
Lautf.: [nglagr].
Augenklunkern Pl., dass., 4: DE-Ca.
Lautf.: [nglugrn].
wend m. 1. ‘Tageszeit der Dämmerung, des Dunkelwerdens’ verbr. – jägen Oavend GA-See; hte ne MdanwJe1a 44 (JE1-Gra); fon nbent ‘heute abend’ Wb-Nharz 130; et nes ‘abends’ Mda-Ma 61 (JE1-Lei); zu ’mde dass., Wb-Ak 15; Gn mnd! Grußformel, HA-Oh; nbent dass., Wb-Nharz 130; nmt dass., Wb-Ak 119; hte mnd jefft Tüffeln un Schtippe JE2-Scho; dat diurt nich mea lang, denn is dat Aomd SA-Dä; Densülwigen A’nd ... kamm der Schulte ut de Hofporte ... Heimatkalender-Je 1923,96 (JE2-Vie); ... bes sich de Harrschaft n Amnt hinjelät hadde, ... Wäschke 61915,3; Also de Fabern jeht ’n verjangenen Dienstag jejen Amt ... na ihren Mann sein Jrab ... Heimatkalender-Ze 1961,89 (ZE-Ze); Drews angelte ma eenes A’ms dremme von de Johnzer (ON Jonitz) Seite “Uff Roobfisch”. Krause 1964,30; Rda.: Fr un ’md is ns von kurzen und dunklen Wintertagen gesagt, Wb-Ak 15; et is en schenen awent hide awent van awent; ek mechte en mal bi dage sein (sehen) Id-Quea 142; Sprw.: de Miese, de morjens danzen, kriegt’n Abend de Katze WA-West; Je späder de A’mt, je schönnder de Gäste. Wb-Holzl 34; s iss no nich alle Ta’e Aomt KÖ-Bre; n md worn de Faul’l flaißich DE-Ca; Reim:Des Morgens Kartoffelsupp,
Des Mittags Kartoffelbrei,
Des Abends Kartoffeln ganz,
Hier wohnt Kartoffelhans.
Vk-Anhalta 43;
Neckreim:Otto, Potto Roawennest,
wo bist du gistern Oawend west,
bei dien Brut,
sühst joa noch so suer ut.
STE-Wa.
– 2. ‘Westen’ 2: JE1-Zie Zi, ZE-Ste, 3: vereinz. w elbostf., 4: Wb-Ak 16, DE-Els – in bent Wb-Nharz 1; de Wind kümmt ut’n Abend HA-Bee; In ’md stt awwer anne Wand ‘... sind dunkle Regen- und Gewitterwolken aufgezogen’ Wb-Ak 16.
Lautf., Gram.: Awend, -v-, -t GA-Kä, STE-GrSchwa, JE2-Schl Wa, Id-Quea 142; Awens Gen. Sg. Hausfr-Altm 1929,24 (STE-KlMö); Abend, - JE2-Be De, JE1-Ka, vereinz. w elbostf., verstr. ö elbostf.; Abends Gen. Sg. Vk-Anhalta 43; A(a)b’nt Heimatkalender-Ze 1962,90 (ZE-Ze), WA-We; b’mt, [bt] Id-Eilsa 45, OSCH-Har; Amnd, -, -t HA-Oh, OSCH-Osch, Wäschke 41910,56 und 61915,3; A(h)md, -t, [md], [-t] JE2-Mi, verstr. JE1, vereinz. ZE elbostf., Mda-Fuhne 69 (vereinz. mittleres anhalt., verstr. s anhalt.); Am’s Gen. Sg. WO-HWa, Krause 1964,30; Ant, An’d, [nt] Siedler-Je § 143d (s JE2 JE1), vereinz. s JE2; Ane, [n] Mda-nwJe1a 44 (JE1-Gra Rie), verstr. mittleres/s JE1 (vorw. veralt., ältere Generation), vereinz. ZE; [ns] Gen. Sg. Mda-Ma 61 (JE1-Lei), Mda-sJe1 3 (vereinz. s JE1); Aowend, O(a)wend, -v- Wb-Altm 8, vereinz. n/mittlere Altm.; Aobend, Oabend, obend vereinz. SA; Obind GA-Si; bnd SA-Han; Aob’n GA-KloNeu; mnd ZE-KlLei, QUE-Di; Aomt, O(a)mt, -d, md, [mt], [-d], [mt] vereinz. n Altm., WO-Mahl, Siedler-Je § 143d (JE2-Sa, sw JE1), verstr. w JE1, ZE-Kö, verstr. n CA n/mittleres anhalt.; hm GA-Hem; ms, Omz Gen. Sg. SA-Net Ri; nd STE-Ost; Owent BA-Ha; b’nt Mda-Sti 49; [aod] SA-Dä; Aent JE1-Zi; Auend WO-Ucht; Aund, [und] vereinz. n/mittleres JE2; [an(t)] Siedler-Je § 143d (n JE2); end STE-Li; Oant JE2-Ve; Ouwen STE-Po; nbent Wb-Nharz 130; Grußformeln mit Proklise des vorangehenden Adj.: nbent vereinz. w elbostf.; Na’mt Wb-Holzl 54; nmt Wb-Ak 119.
wer 1. Konj., verstr. – a. Bezeichnung eines Gegensatzes ‘jedoch, dagegen’ – ... dunn reipen se. Aber Lischen antwöre nich ... Heimat-Ohre 1924/Wöhlbier (HA-Eim); dat’s doch bloß Dienstmäken, du awer bist Amme zur Rangordnung des Gesindes geäußert, BA-Re; Götsch ... musterte seine Leite ..., awwer die sahen alle eenjal aus, wie wennse an jarnischt dächten. Wäschke 61915,121; Rda.: Mannslü darwen alles äten, aber nich alles wäten OST-Gen; Danzen ahn Musik, dat is aber grad, as wenn’n drög Brot ett. Bewohner-Altm 2,135; Sprw.: op’t Lif kuckt jeder, awer in’t Lif nich ‘man sieht, was jmd. für Kleidung trägt, aber nicht, was gegessen wird’ BA-Re. – b. Bezeichnung einer Einschränkung, eines Vorbehalts ‘allerdings, freilich’ – ... öwer oft keim dät nich vör. Ehlies 1960b 297; Hle mich m anne Barne, awwer kne rosche! Wb-Ak 29; ... de Herre harre dat verb’en, wer de Junge qule sau dulle, dat’e ngf. Tiedge 1954,39 (HA-Ost); Miahnten (Ameisen) lopt sau veel rumher, aber dat sünd alles grote, dee miejet nich. Hbl-Ohre 1928 Nr. 1/Wöhlbier (HA-Eim); Dabei hatte Karl ... ’n hohen Posten, ... Awor et jibt immer welje, die vor nischt keen’n Räschpäkt ham. Heimatkalender-Ze 1964,89 (ZE-Ze); Rda.: hei ändert sich woll, awer bessert sich nich Sprw-Börde; Sprw.: Dorch Schaden ward’n klauk, awer nie rieker. WO-Gu; bi fremden Lüen is gut wanken, aber nich gut kranken ‘bei fremden Leuten lässt es sich gut leben, aber nicht gut krank sein’ WE-Dee; Wetterregel: De April mag sien wie e will, aber Loof un Gras bringet e doch. Chr-Em 427. – c. Bezeichnung eines Einwandes, einer Entgegnung – wer, wat wutt d db mken? HA-Oh; “Abber was sollen mir saohn (sagen)”, meenten de Sachsendorfschen, ... Heimatkalender-Börde 1925,6 (CA-Sa). – d. Bezeichnung der Anknüpfung, Weiterführung – ... Un nu abb’r drauß’n uff’n Viehmaarchtplatz – daa waar ärscht wat loos! Heimatkalender-Ze 1962,90 (ZE-Ze); ... Öäwer keen derft dabei van de Grotn tokikn ... Hausfr-Altm 1924,34 (Kredel). – 2. Pt., verstr. – a. Verstärkung einer Aussage – lt dat wer j sn! HA-Oh; Is das heite awwer hß! Wb-Ak 29; jetzt strahlt (regnet) et aber BA-Ba; nu awer allart! Ausruf zur Eile, WE-Oster; nu awer harre! dass., Wb-Holzl 101; sau fl kan ek wer nich betlen Wb-Nharz 19; det Perd hät awwer krumme Hessen ZE-Brä; dät Hemde st wa schn t JE2-Scho. – b. Bezeichnung der gefühlsmäßigen Anteilnahme des Sprechers, Ausdruck von Empfindungen – das is awwor nor Ausruf der Missbilligung, DE-Ca; der is awwer mäklich dass., DE-Ra; is dat wer ml en grter junge Ausruf der Anerkennung, Wb-Nharz 19; ber Fritze! Ausruf der Entrüstung, BLA-Brau; Harrejott awwer ! Ausruf des Zorns, Fluch, Wb-Be; Dunderwetter aber ok! dass., CA-Fö; nee, awwer sauwat ok, ja ja Ausruf der Überraschung und Verwunderung, BA-Op; No, wat makeste denn awer ok! Ausruf, wenn jmd. gestolpert ist oder einen Schaden angerichtet hat, Sprw-Harzvorlg 264; Rda.: dat is ower ‘das ist ärgerlich, unangenehm’ Wb-We 97; is der awwer in Brieten ‘ist der aber betrunken’ BA-GrAls. – 3. Adv., in Zuss. ‘sehr viele’ – da saßen dicke Wanschken hinner de Tapete – werhunnert un werhunnert 2: ZE-Roß.
Lautf.: awer, - Essen-nwAltm 91 (SA-Han), WO-Ri, verstr. elbostf., Mda-Sti 16 und 126, Heimatkalender-Be 1936,154; wersch JE2-Zo; -t Wb-Nharz 19, Mda-Sti 126; werschter Wb-Nharz 19; aber, - Bewohner-Altm 2,135, SA-Rie, OST-Gen, JE2-Bö, verstr. w elbostf., BA-Ba, Vk-Anhaltc 164, BE-Grö; awor Heimatkalender-Ze 1964,89 (ZE-Ze); [wa] JE2-Scho; oaw(e)r, [wr] SA-Win, vereinz. elbostf.; [wr-] Zus. ZE-Roß; oaw’rst Spr-Maa 428 (WO-Ol); [vr(t)] Nd-Börde §125 (WO-Schn); oawrsch Spr-Maa 428 (JE1-Ran); aober Lieder-Ma Nr 977 (GA-Wef), HA-Ro; ower Wb-We 97; äwer Hausfr-Altm 1930,6 (SA-Die), SA-Le, STE-KlSchwa, vereinz. JE2; äwerst Firmenich 1854,124 (OST-Hav); [wa] JE2-Scho; öwer, oewer, äöwer, öäwer vereinz. nwaltm. Altm.; öber Ehlies 1960b 78, Hagen 1957,328; [r] Teuchert o.J. 83 (JE2-GrMa); äuer Heimatkalender-Je 1923,100 (JE2-Fi); äöberst Pohlmann 1905 ff.,124 (OST-GrRo); [aew] SA-Dä; aww(e)r, [aw()r] JE2-Gü, JE1-Dö Rie, vereinz. ZE sö elbostf., verstr. anhalt.; awwor, [awr] BE-Gü, verstr. anhalt.; abb(e)r Heimatkalender-Ze 1962,90 (ZE-Ze), Heimatkalender-Börde 1925,6 (CA-Sa), Richter o.J. 10.
ben Vb. 1a. ‘warme, heilende Dämpfe einatmen, inhalieren’ 3: vereinz. sw elbostf., 4: verbr. anhalt. – 1b. ‘den erkrankten Körper(teil) mit Wärme behandeln’ 4: verbr. anhalt. – ich hawwe mai Fingor jebjed un de isse hle jeworrn Mda-Fuhne* § 395 (DE-Ca). – Volksmed.: Bei Verstopfung oder Leibschmerzen soll man sich auf einen Eimer mit heißem Wasser setzen und die Dämpfe wirken lassen. Wb-Be. – 2. ‘erhitzen, erwärmen’, von Zweigen und Gänseflügeln, vgl. bkern 2., 2: Wb-Altm 14, 4: verbr. anhalt. – Zweige wurden im Backofen erhitzt, damit sich deren Rinde leichter ablöst. Auch ließen sie sich damit in die gewünschte Form bringen. Wb-Altm 14, BE-Dro. Auch Gänseflügel, die als Flederwisch dienen sollten, wurden so behandelt: fror wurrn de Flellorwische jebwed BE-Dro.
Lautf.: [bn] Mda-Fuhne* § 395 (verbr. BE KÖ, vereinz. w DE); [bjn] a.a.O. § 395 (vereinz. sö KÖ, verbr. DE); pähen KÖ-GrPa; [p] Wb-Be; [bwn] veralt. BE-Dro; pägen DE-Lin; bmn Wb-Nharz 22; beeben WE-Oster; [bb] Id-Eilsa 51; beien Wb-Altm 14. – Etym.: ahd. ben, mhd. bhen, bjen ‘erwärmen’, vgl. Kluge 242002,82.
balde I. Adv. verbr. 1a. ‘demnächst, in Kürze’ – balle m (mal) ZE-Roß; ick läuw wai krieg baid Frost SA-Lag; kumm balle mal we’er! Wb-Holzl 58; na warts tenn ple? Ausruf zur Eile, Wb-Be; ... “Fennand, wenn der Wind nich balle angeiht, dänn hewwe ick för di bei Da’e ok noch Arbeit, ...” Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie); balle bin ik d, balle bin ik d! Nachahmung des Läutewerks der Bahnschranke, HA-Oh; Rda.: der nippelt ok balle af ‘er stirbt bald’ JE2-Hü; mit em ist bald all dass., OST-Katt; Wetterregel: Scheint die Sonne uff’s nasse Blatt, jibt es baale widder watt! Vk-Anhaltc 76 (ZE-Cos); Bastlösereim:Piepen, Papen, Pasterjahn,
will de Bast nich ball afgahn?
WO-Ba.
– 1b. ‘schnell,  rasch’ – de Äterie (Essen) vordarbet in’n Sommer balle HA-Hi; Mit’n Preister war hei sick balle einig, ... Rauch 1929,5; Rda.: dat is ble gesecht Wb-Nharz 20; Sprw.: wer erst aneknütt is (eine Anfangsstellung als Beamter hat), kummet balle forwärts HA-Oh; korte Haare sünd balle bösst (gebürstet) HA-No; Vöäl Hänn’ moak’n bald ’n Enn’ un leere Schötteln. Spr-Altm 50. – 2. ‘fast, beinahe, nahezu’ – In ken harrn ble alle Leite an Schwein. Wb-Ak 30; Willem Schult hat ball’ de Slag draop’n ... Hagen 1957,328; ick harre balle wat eseggt Sprw-Börde; ich hadde Ihnen boale nich mehr jekennt CA-Sta; et sünt balle tein Pund HA-Oh; dat harre ek bale vergeten Wb-We 12; ..., ’s kimmet mich abber bahle so vor. Richter o.J. 8; In Hordorf spräkt se balle m’so w hr, ... Mda-Harz 15 (OSCH-Crot); ble wor ich hinjefal’l DE-Ca; balle lch ek BLA-Brau; balle, balle! Zuruf an jmdn., der stolpert und fast gefallen wäre, Spr-Mab 385 (WO-Ol, JE1-Gü). – II. Konj., in der Doppelform balde ... balde zur Bezeichnung einer raschen Aufeinanderfolge, eines raschen Wechsels der Situationen ‘einmal/ein andermal, teils/teils’ 2: Albrecht 21822 2,VII, 3: Id-Eilsa 50, WE-Oster, 4: Richter o.J. 91 – Mihr viere also jungen beinah jeden Tack son bißjen spazieren, bahle dahin, bahle dorthin; ... a.a.O. 91; Reim:balle wille dit nich,
balle wille dat nich,
balle wille Klump un Schwetschen nich
WE-Oster.
Lautf.: balde WA-Un; balle, [bal] OST-Na, verstr. s Altm., vereinz. mittleres JE2, verstr. mbrdb., verbr. n/mittleres elbostf., verstr. s elbostf.; balla ZE-Mü; bald, -t verbr. nwaltm. nbrdb., vereinz. s JE2, JE1-Scha, WO-Mei, HA-Bee, WA-Bey; baid SA-Lag; ball, [bal] vereinz. nwaltm., verstr. Altm. (außer SA s STE n WO); bolle QUE-Frie; baale, ba(h)le Vk-Anhaltc 76 (vereinz. ZE), vereinz. mittleres elbostf., verstr. s elbostf. anhalt.; ple KÖ-GrPa; ba(a)d, -t, [bd] vereinz. nwaltm., SA-GrGe; bao(h)le, boa(h)le, [bl] verstr. s elbostf. anhalt.; [ple] Wb-Be; bohle, [bl] BLA-Be, vereinz. nthür.; ple Mda-Sti 38; Nbff.: baldsen GA-Qua; baleken, bleken Dim. Wb-We 12, Wb-Nharz 20.
ballern Vb. 2: vereinz. nbrdb., 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. anhalt. 1. ‘knallende, krachende Geräusche hören lassen’ – , unse Kachlun (-ofen) ballat wa JE2-Scho; et baldert, wenn hei kleppet (mit der Peitsche schlägt) HA-Oh. –2. ‘knallende, krachende Geräusche verursachen’ –a. ‘(anhaltend) laut schießen, knallen’ – d han de janze Nachd jeballord DE-Ca. – b. ‘mit der Peitsche knallen’ – mit de Pietsche baldern Sprw-Börde. – c. ‘eine Tür fest zuschlagen’ – de dr baldern Wb-Nharz 20. – d. ‘gegen etw. schlagen, hämmern’ – ..., hei make en Mordspitakel in siene Bucht un baldere hellsch jejen de Dör. Wedde 1938,54. – e. ‘schlagen, ohrfeigen’,  verhauenwarte, wenn eck dick ne baldere Vk-Ask 376.
Lautf., Gram.: ballern, [balrn] OST-Sta, vereinz. w/sw elbostf.; ballert 3. Sg. Präs. Gaede 1962,146; [palrn] Wb-Be; [balrn] DE-Ca; [balan] JE2-Scho; bal’lern Wb-Ak 31; bald(e)rn verstr. elbostf.; baldere 1. Sg. Präs. Vk-Ask 376; baldere 3. Sg. Prät. Wedde 1938,54.
Bann(en)weide f. PflN ‘Floh-Knöterich’ 4: Wb-Ak 31, Mda-Fuhne 32 (DE-Ca).
Lautf.: Ban’nweide Wb-Ak 31; [banwail] Mda-Fuhne 32 (DE-Ca).
bansen Vb. 1. ‘Garben in der  Banse 1. verpacken’, auch allg. ‘etw. gut aufschichten’ 1/2/3: verbr. nd., 4: verstr. omd. – Cathrin banns’t in de Schüün ... Albrecht 21822 1,106; noau ward (das Erntefuder) noare Schiene jefoarn, afjelott un in Tass (Banse) jebanst ZE-Gri; de Gol’l in Gellor missen noch jebansd worn DE-Ca; Die kossetter legen und bansen es (das Heu) in der hovescheun zurecht. Amt Dessau und Lippehne 1547/49, Landreg-Anhalt 1,80.  packen stadeln tassen, s. Kt. – 2. ‘übermäßige Vorräte anhäufen’ – ban’s di man nich so völ up de Sid 2: JE2-Neu.
Lautf., Gram.: bans(e)n, [banz()n]; außerdem: ban’s Imp. Sg. JE2-Neu; banns’t 3. Sg. Präs. Albrecht 21822 1,106; jebanst Part. Prät. ZE-Gri; -banset Part. Prät. Spr-Asch 40; ebanset Part. Prät. WE-Elb Mi; [banz] SA-Rist; banesen ZE-Gö; pansen, [panzn] vereinz. w omd.; panzen (oder sth. -s-?) DE-Bo; pnsen Mda-Sti 126.
Barg m. 1. ‘größere Erhebung im Gelände, Berg’, auch als FlN und Teil von FlN, verbr. – dai Bach is heoch SA-Dä; dn Barreg gimmesde allne nich hg DE-Ca; ... uffn Barch, wos Osterfeier immer abjebrennt wurde ... Heimatkalender-Börde 1925,64 (CA-Sa); Rda.: undern barje harvor kukken ‘hinterlistig gucken’ Wb-Nharz 21; is noch nich ewwern Barch ‘er/sie ist noch nicht außer Gefahr’ Sprw-Börde; achter’n Berg holl’n ‘vorsichtig, zurückhaltend sein’ Wb-Altm 15; nich hindern Brge helen ‘die Wahrheit ohne Umschweife aussprechen’ HA-Oh; Hei will Barge in de Grünne (Niederungen) rieten. ‘Er will alles verändern.’ Chr-Em 429; hai iss w’r alle barreje Spr-Mab 387; hei geiht öwwern Barg ‘er stirbt’ CA-Fö; Sprw.: hindern Brge wohnt ok noch Lü Warnung vor Überheblichkeit und Egozentrik, WE-Be; Berg un Daol begegnen sick nich, äöwer Minschenkinner Wb-Altm 15; Rätsel: wenher löpt de Has över de meisten Berge? – wenn’t Feld plöht (gepflügt) is STE-Kö; Vers:hintern Barg
olt Schap, olt Schap
wat dran –
wat dran
Ausdeutung des Krächzens der Krähen, SA-Kö.
 TZ für Anhöhen, Erhebungen versch. Größe: Anbarg Bkhorst (bewaldet) Brink Bult(en) Hch Hchde Hocke(n) Hge Hwel Huckel Hgel Hurkel 1Kappe Klint Knkel Kopp Küppel wer. – 2. ‘hügelartig Angehäuftes, Haufen’ 2: Bewohner-Altm 1,322, JE1-Flö Kö, 3: verstr. n/ö elbostf., 4: vereinz. s CA, Wb-Be – op’n Barg schmieten CA-Fö; ... Kartuffelstroh warrd tesammeslept opp einen Barg ... Hbl-Ohre 1928 Nr. 18/ Wöhlbier (HA-Eim); Rda.: an Barch machen ‘seine gro- ße Notdurft verrichten’, Kinderspr., Wb-Ak 32; Sprw.: De Wind weiht woll grod Berri tohop, äöwer keen dick Bük. ‘Von nichts kommt nichts.’ Bewohner-Altm 1,321. – 3. spez. Anhäufungen, Haufen: – a. ‘Heuhaufen auf der Wiese’,  Heuhocke(n), 2: WO-Zie, 3: WO-HWa, vereinz. sö elbostf., 4: vereinz. w BE. – 3b. ‘geschichteter großer Holzhaufen’,  Holtdme(n) (n.Z.), 3: CA-Löd. – 3c. ‘Maulwurfshügel’,  Mollbarg (n.Z.), 3: BE-Gü He, 4: vereinz. w BE – dor Mld wld schonn weddor Brje BE-Il. – 4. ‘größere Menge’ 2: ZE-Roß, 3: HA-Oh, 4: Wb-Ak 32 – an Barch Jeld a.a.O. 32; n Brch Kuchen ZE-Roß. – 5. ‘Bugwelle’, Schifferspr., vgl. Brt 4.Dr Kn hat an sch’n Barch vor’n St’m (Steven). 4: Wb-Ak 32.
Lautf., Gram.: Barg, -ch, -j, [bar] (nwaltm., nbrdb.: Ba(r)g, -ch) vereinz. nwaltm., Wb-Altm 15 und 171, vereinz. w/s Altm., Siedler-Je § 67 (JE1), verstr. ZE elbostf., vereinz. anhalt.; parch Mda-Sti 53; Barge, Barje Dat. Sg. verstr. w elbostf., WA-KlWa Un, Spr-Anhalt 168, Wäschke 61915,62; Barge, Barje, [barj] Pl. Chr-Em 429, QUE-Hau, vereinz. CA; [barg] DE-Ca; Bar(r)ech, b-, [bar], [barj] Siedler-Je § 153f (JE1), Spr-Mab 387 (WO-Ol), HA-Oh, QUE-Hau, Wb-Ak 32; barreje Pl. Spr-Mab 387; Bar(r)ich, [bari] vereinz. s elbostf. w BE; [pari] Wb-Be; Barije Dat. Sg. WE-Wa; Park KÖ-GrPa; Barg, -k, [brg] verstr. anhalt.; Brch, b-, [br] Vk-Ask 374, verstr. w BE; Ba-eg, -ch SA-Ah Ty, GA-Kak; [b] SA-Dä; Baorch, [br] ZE-Roß, HA-Hi; Brge Dat. Sg. WE-Be; Boach GA-Ber; Berg, -ch, -j (nwaltm., nbrdb.: Be(r)g, -ch) SA-Bre Bu, verstr. n/mittlere Altm. JE2, vereinz. JE1, ZE-Na, vereinz. n elbostf., verstr. mittleres/s elbostf.; Berg, -k vereinz. omd.; -e Akk. Pl. STE-Kö; Berje Dat. Sg. HA-Eil; Beag Matthies 1912,22 (SA-Gie); Berrech OSCH-Di; Berich WE-Wa; BerriAkk. Pl. Bewohner-Altm 1,322; Bärg, -ch, -j, [bär], [br] (nwaltm., nbrdb.: Bä(r)g, -ch) vereinz. nwaltm. Altm., verstr. JE2, WA-Schw, BLA-Bö; [bär()] Siedler-Je § 153f (JE2); [brg] Mda-Fuhne 55 (vereinz. s anhalt.); Bjen Pl. sw. Mda-Ar 54 (vereinz. nö SA nw OST); Bg SA-Dä; [ba] JE2-Scho.