Ledderbm m. 1. ‘Längsstange einer Leiter’ – a. des Gerätes ( 2Ledder 1.), 1: SA-Die, 2: JE2-Scho. – b. der Wagenleiter ( 2 Ledder 2.), z.T. nur Bezug auf die obere (BA-GrAls) oder die untere Stange (QUE-Hau), 1: SA-Roh, 2: JE2-Scho, 3: verstr. elbostf. – 2. dass. wie  2Ledder 2., 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Be. – 3. PflN – a. ‘Knollen-Geißbart’ 4: Vk-Anhalta 78 (DE-GrKü). – b. ‘Wiesen-Geißbart’, vgl. Leiterblume, 4: a.a.O. 79 (DE-Go).
Lautf., Gram.: [letrpm] Wb-Be; [letrbm] QUE-Hau; Lärrerbm SA-Roh; [lerrboim] Pl. SA-Die; [lerabm] Pl. JE2-Scho; Lei(e)rbm vereinz. elbostf.; Leierbem HA-Oh; [lairbm] Pl. Beiträge-Nd 65 (WO-HWa).
Leichenschmaus m. ‘gemeinsames Mahl von Angehörigen und Freunden nach dem Begräbnis’, vgl. Lkenbr, Lkenköste, 4: Vk-Anhalta 189, Mda-Fuhne 20 (DE-Ca) – Brauch: Zum L. versammelten sich die Trauernden im Sterbehaus, während die Sargträger das ihnen gestiftete Bier im Wirtshaus tranken. Gereicht wurden z.B. Hammelbraten (ZE-Klie), Rosinenfleisch (KÖ-Ar) oder Braten mit Hirsebrei (DE-GrKü), z.T. konnten Bratenreste oder Kuchen mit nach Hause genommen werden. Im stillen Gedenken wurde dem Toten ein Glas Wein geweiht (KÖ-Wü). In früherer Zeit wurde beim L. auch getanzt (KÖ-Ro). Vk-Anhalta 189f.
Liebchenblume f. PflN ‘Echtes Labkraut’ 4: Vk-Anhalta 75 (DE-GrKü).
Lautf.: Liebichenblume. – Etym.:  Liebeskraut.