blachandern Vb. ‘in lebhafter und lästiger Weise bitten’,  beddeln, 4: DE-Or.
Blme f. 1. ‘Blume’ verbr. – de Blum jießen DE-Or; giff mik doch enns an Engk (Steckling) fan dann Blau’m SA-Dä; ... un alle hadden an Heppchen was inne Hand, an paar Blumn ... Wäschke 61915,88; ne blaume in’t knopplk schteckn Vk-Ask 76;Uns Hus steit fast in’ Grund, int Grön.
Da wassn Blömer, bunt un schön.
Kredel 1929,60;
Rda.: dorch de Blaume kären ‘in Andeutungen sprechen’ HA-Oh. – 2. in der Verbdg.: Blümchen Blau PflN ‘Gamander-Ehrenpreis’ 4: Vk-Anhalta 79 (DE-Go). – 3. ‘Blüte’, vgl. 1Blße, Blte 1., 1: verstr. nwaltm., 2: SA-Chei, OST-Har, vereinz. s Altm., 3: verstr. elbostf. – Rda.: Dick hat et woll in de Blaume rägent. ‘Du hast wohl schlechte Laune.’ Chr-Em 429; Rätsel: W wasset de Frucht ne? – nr Blaumen. Wb-We 19. – 4. ‘Schwanz des Hasen’ 2: ZE-Lu. – 5. ‘Schaum auf dem gefüllten Bierglas’ 4: verstr. anhalt. – 6. ‘äußerstes Ende der Peitschenschnur’,  Ptschensnr, 3: WA-Schw.
Lautf., Gram.: Blome, [blm] verbr. s Altm. mittleres JE2 w JE1; Bloom, [blm] verbr. n/mittlere Altm.; Blaume, [blaom] verbr. elbostf. (außer w JE1); Blaum, [blaum] verstr. nwaltm.; Blume, [blm] ZE-Lu, Mda-Ze (ZE-Roß), QUE-GrSchie, verbr. anhalt.; Blümchen Dim. Vk-Anhalta 79 (DE-Go); [plm] Wb-Be; [blum] verstr. mbrdb.; plume Mda-Sti 33; Nbff.: [blv] GA-Le, CALV-Je; Blow GA-Ziep; Pl.: [bl] verstr.Altm.; Blaumen verstr. elbostf.; [blau] verbr. nwaltm., vereinz. n elbostf.; Blum(e)n vereinz. anhalt.; Blum DE-Or; Blöm(e)r, [blm] SA-Rist, verstr.Altm.; Blömers Pohlmann 1905,54; [blöim] SA-Ah Zie.
Bmwörtel f. ‘Baumstumpf mit Wurzel’ 3: WA-Neu, 4: DE-Or.
Lautf.: boumwrdel WA-Neu; Boomwurzl DE-Or.
Buchenhecke f. ‘Hecke aus Buchen als Zaun’,  Tn, 4: DE-Or.
1Bums m. 1. ‘dumpfes, dröhnendes Geräusch’, entsteht bes. beim Fallen, Aufschlagen, 2: ZE-Roß, 4: vereinz. mittleres/ö anhalt. – jetz jibs jleich en Bums DE-Or. – 2. ‘Stoß, Schlag, Aufprall’ 3: Wedde 1938,56, Wb-Nharz 35, 4: Mda-Sti 116. – 3. ‘Darmwind, Furz’ 2: ZE-Roß. – 4. ‘Tanzveranstaltung in einem Wirtshaus’ 2: a.a.O. – 5. ‘Tanzlokal’ 3: HA-Oh. – 6. ‘altes, baufälliges Haus’, 1Bde, 2: SA-Altm, 3: vereinz. n/mittleres elbostf.
Lautf.: Bums, bumz; außerdem: pumps Mda-Sti 116; Bomms HA-Som.
d I. best. Art. allg. – 1. m. Sg. – de Paster STE-Go; de Mane is all upejn Mda-nwJe1a 46; de Schreck hat mick ganz owernommen WO-Dru; Dä Bengel harre würklich Glücke. Klaus 1936,24; dei grote Krischan ‘große Zehe’ WE-Velt; der Damper hat all jetutt. Wb-Ak 108; där Kneppenstorch bringt dia Kinger ut den Diek ZE-Mü; dor Emmor is in’n Born jefal’l DE-Ca; Rda.: da steit dee Läpel ok nich stramm inn von dünnem Kaffee, OST-Neu; öhne steiht dä Hals wiet open ‘er bekommt nie genug’ OSCH-Ba; Genus abweichend von der Standardspr.: richtig, da saß der Brill ... Wäschke 61915,109; dor Gabsel is rungorjefal’l DE-Ca; vor subst. Adj.: de Bs ‘der Teufel’ Wb-Altm 256; hei is de Letzte (der Schlechteste) in de Schaule HA-Oh; Dat. (wie auch nachfolgend Bezug auf Standardspr., ausf. s. Formenteil): den Jungen sien Fader Umschreibung des Gen., Wb-Holzl 75; Op den groten Grasplatze vor de Brueri ... Lindauc o.J. 14; wat wisst de denn met dän olln Krachel (Gerümpel) noch machen? ZE-Roß; de Koh naon Bulln brängn STE-Ri; ... was bloß in’n Winter zu machen jeht ... Heese 21919,73; Dat war nich schöne von dem Mann, ... Klaus 1936,20; Akk.: uff den Kopp stellen DE-Pri; Wes (sei) män getreu bet an den Dod! Pohlmann 1905,79; Eck will deck den Arsch versohlen. Vk-Harz 3,67; an dn Salaot kümmt Tsucker WO-Zie; d müsst dänn Drt bin JE2-Scho; trecken dann grauten Woagen full Hau SA-Bee; Rda.: hei lachet, asse wenn he den Lork (die Kröte) an’n Strikk herre ‘er lacht ausgelassen, heftig’ Wb-We 77; Sprw.: Ihrenamt un de Kägelbaohn lihren dänn Burn naon Krog gaohn. Bewohner-Altm 1,325. – 2. f. Sg. – de Asche jliet DE-Or; de Worscht is heeß ZE-Dü; d Mt (Magd) kunn en ... nich en’m häm’m ... Teuchert o.J. 83 (JE2-GrMa); de Beere is innewechten molig GA-Rä; dä Fru HA-Bee; Denkst du, wenn seck dä Möhle dreiht, Eck kann meck op dä Siete leggen? Klaus 1936,21; dei Tewe (Hund) bellt WE-Kö; Dei Hochtid was in’n April, ... Hausfr-Altm 1930,5 (SA-Die); Rda.: wat vorsteiht de Kreie von’n Sönndag? Bemerkung über jmds. Unwissenheit, WO-Schn; Wetterregel: So lang as de Lrk vör Lichtmess’n singt, so lang singt sei nhäer. SA-Han; Genus abweichend von der Standardspr.: de Ginne ‘das Kinn’ DE-Ca; vor subst. Adj.: de Lewst ‘die Geliebte’ Wb-Altm 125; Dat.: t d Tt, wo ... Teuchert o.J. 83 (JE2-GrMa); hei mott Keue ob de Wische (Wiese) heu’n (hüten) GA-Lock; et is noch en Happen in de Schöttel eblebbn WE-Re; Mit de Schule war’s dazumah ooch andersch ... Richter o.J. 7; ... naoh d’ Stadt ... Pohlmann 1905,11; mich sinn von die olle kolle Witterung noch de Hänne janz klamm ZE-Roß; aus der Pulle anen kulkern Spr-Asch 21; op der schtrte is et modderich Wb-Nharz 128; Rda.: op der Strte lijjen ‘sich herumtreiben’, auch ‘erwerbslos sein’ HA-Oh; Akk.: der Voader nemmt de Seiße JE1-Wol; füll doch d Schtippe in in’n Napp JE2-Scho; Hei sette de Mütze op ... Wedde 1938,24; ... war ... uf de Bullenjagd gegangen ... Wäschke 61915,34; sett dick bi mick opp dä Bank GA-Wa; jeff mal die Borneschtange he, ik will Wasser rup langen ZE-Brä; Rda.: mor kreien noch was uff de Mitze ‘es wird bald regnen’ Vk-Anhalta 68. – 3. m., f., n. Pl. – m.: koal sind de Böhm OST-Lo; De Häscher ... mit öhre Blauthunne ... Rauch 1929,93; Dä Strümpe vull Water ... Klaus 1936,52; ... die beeden Kunden ... Heese21919,79; f.: de Jense bröjen WO-Ucht; In’t Leederschur lagen de langen Füerleedern ... Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie); de Gren gom’m, es ward Windor BE-GrWi; ... dä Kaldüneken schmecken sau schtumpe, ... Spr-Harzb 57; n.: de Kinner spöeln in Grass SA-Bee; de Hnor sinn in Hnorschdall BE-Gü; dei Kindere luntchen (lehnen) seek ahn WE-Elb; Plt.: de ohlen Liete wern sich noch genau uf Juln siene Lache besinnen kennen BA-Ha; Dat. (alle Genera): Mit de Arme slenkere hei in de Luft rumtumme ... Lindaua o.J. 69; der hat’s mit de Niern ‘er ist nierenkrank’ CA-Sta; ... un up de Fellers (Feldern) nicks as brunen Kohl. Essen-nwAltm 91 (SA-Han); Van d’ Böm fall’n rod un gäl de Bläder ... Pohlmann 1905,54; Rda.: Das jt de Menschen w de Leite. ‘Das geht allen so.’ Wb-Ak 112; Akk. (alle Genera): ..., denn maakten se seek wedder langsam op de Schtrimpe. Vk-Harz 8,31; mischele m de Grd’n DE-Ca; lött de Hünder leggen JE1-Wo. – II. Demonstrativpron. allg. – 1. mit Bezug zu einem Substantiv – a. m. ‘dieser’ – Sau word dä orme Minsche den ganzen Dag bilehrt ... Klaus 1936,51; Dat.: f dn Bm wagsen Gndschlinge BE-GrWi; Rda.: An denn Minsch’n is kn Beraod ‘er ignoriert gut gemeinte Ratschläge’ Wb-Altm* 49. – b. f. ‘diese’ – Un dei arme Frue schtund immer noch hie ... Vk-Harz 3,23 (BLA-Be); d Jans had awwor a gl’n Mren DE-Ca; Dat.: b dai greot Hitt döst (durstet es) ’n bannich SA-Dä; Zu die Zeit wurrn noch de rohen Lehmschtene zus Bauen benutzt un ins Fachwark injemauert. Alt-Cöthen 70; Akk.: upp d Aort Wb-Altm 34. – c. Pl. ‘diese’ – dee paar Kröten (das bisschen Geld) dee ik hebbe OSCH-Ott; Dat.: De Mutter is nah dee Geschichten In ümmer andert Tüg te seihn ... Gorges 1938,74. – 2. in subst. Funktion – a. m. – d kimt n mek Wb-Nharz 130; No dei ward jo woll nich wedder ekomm sien. Wille 1927,XV (BLA-Be); wat söckt dänn dr d JE2-Scho; Rda.: dee is sau lang wi Lewerenzen sien Junge Wb-Holzl 36; de is jo nich alleen ‘er ist geistig beschränkt’ OST-Möl; de lett bloß Möllensteine un gluh Isen liggen ‘er stiehlt sehr viel’ HA-No; der het’ Morgenbrot verschlopen ‘er ist gestorben’ JE2-HBe; dor sd aus w Braunbor mid Schpugge ‘er ist ganz blass’ BE-Scha; generalisierend in Sprw.: de eimol lickt, de wett wi’t smeckt, de lickt den ganzen Kübel weg GA-Ge; wökern’t Kittel nich paßt, de treckten sik nich an STE-Bad; Dat.: däne sine Pläne zur Umschreibung des Gen., WE-Velt; mit den is kein henkommen Sprw-Börde; Lß dich von dn nich besawwel’l! Wb-Ak 34; mnen Fder, dne geit et gt HA-Oh; Dän müßte ick doch min’n ersten Hoasen wiesen (zeigen). Heimatkalender-Je 1927,122 (JE2-Vie); mit dne is nischt ls Wb-Nharz 119; Rda.: den lacht de Deuwel utn Hals ‘er lächelt heimlich und schadenfroh’ OST-Gla; Mit dene is kein gut Kerscheneten. ‘Er ist ein unverträglicher, gefährlicher Mensch.’ Hbl-Nharz 1929 Nr. 11; Akk.: Rda.: den wird der Nielebock holen ‘er wird sterben’ CA-Sta; um dn machd mor lwor a Bren ‘meidet ihn lieber’ DE-Ca. – b. f. – ... Spritze ... De word vorrkofft. Lindauc o.J. 33; Dä kann Deck nich koken, nich flicken, nich stoppen ... Klaus 1936,26; Die hadde’s Mopsen eejentlich jar nich neetich jehatt, ... Heese 21919,68; Dat.: Rda.: där kunkelt mit die ‘er hat ein Verhältnis mit ihr’ CA-Sta. – c. Pl. – de han son bunt Röck an SA-Jee; de hem en ganzes Mandel Kinner CA-Fö; d wollen’t jelt met leddich gn fordeinen Wb-Nharz 116; Wat hämn dänn die man bloß tu lachen? Heimatkalender-Je 1927,120 (JE2-Vie); Die waren orntlich buleidicht ... Heese 21919,39; Rda.: De denken, Kees’ und Brod regn’t van’n Himmel. wird von jungen Leuten gesagt, die ohne finanzielle Absicherung heiraten, Bewohner-Altm 1,343; Dat.: ... s Jejnteel von die ... Krause 1964,122; Rda.: da is wat mank bei di ‘bei denen ist etwas los’ ZE-Roß. – III. Relativpron. verstr. – 1. m. – ... Buer Slus, de geärn watt öäwer eannern foppt. Matthies 1903,1; ... Seelschen See, d k tau Arxlä hör’n dai Tiedge 1954,39 (HA-Ost); Sien Sohne, dei Bure op’n Hof war ... Rauch 1929,59; En Dokter, der dort sehre ofte de Abende verkehrte ... Richter o.J. 16. – 2. f. – ’n Fr, de dat Kind söcht Wb-Altm 34; ... de grote Dörplinne, die gewiß all ahr dausend Joahre olt is. Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie); ... Schade um die ville scheene Zeit, die e da tacktäjelich vorrloofen tede ... Heese 21919,61. – 3. Pl. – Wecke Buern, de saun hundert Morgen oder mehr harren ... Wedde 1938,46; ... de Paschlewwer Jungens, die um sechse frieh inne Friehschule jehn ... Wäschke 61915,60; Sprw.: Böm’, de oft knack’n, bräk’n nich licht. ‘Alte Menschen, die viel klagen, erreichen ein hohes Alter.’ Spr-Altm 76.
Lautf., Gram.: best. Art.: in unbetonter Stellung findet sich häufig Kürze (z.B. [d] m., f., [d(o)r] m.), die Formen mit Länge oder Diphthong haben z.T. bereits demonstrativen Charakter; m. Nom. Sg.: im Nwaltm., Nbrdb. und im n/mittleren Elbostf. dominieren klar die r-losen Formen: de(e), [d], unbetont [d] verstr. nwaltm., verbr. nbrdb., verstr. s JE2 JE1, verbr. n/mittleres elbostf., verstr. sw elbostf., vereinz. sö elbostf.; GA-Wer, vereinz. mittleres JE2 nw JE1, verstr. nw elbostf., vereinz. OSCH, WA-ABra, verstr. sw elbostf.; dei verstr. nwaltm., vereinz. n elbostf., verstr. sw elbostf.; [däi] verstr. nwaltm.; die md., auf -r auslautenden Formen dominieren innerhalb des Nd. das Gebiet östlich der Elbe (JE2 JE1 ZE, allerdings nach Norden zu in abnehmender Intensität), im sö Elbostf. sind sie schon recht häufig: der, [dr] vereinz. n WO n/mittleres JE2, verstr. s JE2, verbr. JE1 ZE, vereinz. s WO OSCH, verstr. WA, vereinz. sw elbostf., verbr. sö elbostf. omd.; där, [dr] WO-Zi, verstr. mittleres/s JE2 ZE, vereinz. anhalt.; [d] STE-Je, WO-Zie; [dr] verbr. anhalt.; [dr] Mda-Sti 28; in unbetonter Stellung: dor(r) verstr. s ZE, vereinz. sö elbostf., verbr. anhalt.; dr verstr. ZE sö elbostf. omd.; m. Dat./Akk.: Dat. und Akk. der Standardspr. sind formal auf der Grundlage des Akk. zusammengefallen (nur 2 elbostf. Belege mit dem Klaus 1936,20, Lieder-Ma Nr. 733 (WA-Eg)): den SA-Bre, Hausfr-Altm 1930,5 (SA-Die), vereinz. OST, GA-KloNeu, verstr. mittleres/s JE2 JE1 ZE, verbr. elbostf., verstr. anhalt.; dän, [dn] SA-Rist, verstr. s Altm., vereinz. mittleres/s JE2, verstr. ZE, OSCH-Grö, Firmenich o.J. 160 (WA-Ost), verstr. anhalt.; däen JE2-Schön; dn Mda-Sti 28; denn Wb-Altm 33, vereinz. SA, JE2-Neu Wa; dänn, [dän] Bewohner-Altm 1,325, verbr. SA OST STE, GA-Fau Trü, vereinz. n JE2; deänn OST-Ga; dann, [dan] vereinz. nwaltm. w Altm. mittleres OST, STE-Ga, JE2-Kam; dean’n Matthies 1903,49; in unbetonter Stellung und nach einer Präp. häufig verkürzt zu ’n; Reste des Dat. liegen in einz. Wendungen und Verbdg. mit Präp. vor, z.B. ‘zum’ (tum Dokter WO-Gu; taum Danze OSCH-Weg); f. Nom. Sg.: de(e), [d], unbetont [d] (auch bei betonter Form die) verstr. nwaltm., verbr. nbrdb., verstr. mbrdb., verbr. elbostf. omd.; die räumliche Verteilung von dä, dei und däi entspricht der des best. Art. m. Nom. (s. oben); die vereinz. mittleres/s JE2, verstr. JE1 ZE, vereinz. sö elbostf. s CA; di’e, [d] verstr. mbrdb.; f. Akk. Sg. entspricht dem Nom. (de(e), dä, dei, die) bei Vorherrschen der unbetonten Form [d]; f. Dat. Sg.: im gesamten nd. und anhalt. Gebiet sind Dat. und Akk. auf der Grundlage des Akk. zusammengefallen, im Nthür. werden sie dagegen geschieden, in unbetonter Stellung und nach einer Präp. häufig verkürzt: im e-Apokope-Gebiet (Nwaltm., Nordbrdb.) oft zu d’ (z.B. in’d, int Schl ‘in der Schule‘), sonst zu ’e (z.B. inne Schle); daneben existiert die Dativform: der vereinz. JE2 JE1 HA OSCH, verstr. sw elbostf., verbr. nthür., CA-Lö Me; dr BLA-Brau; dr Mda-Sti 28; in unbetonter Stellung und nach einer Präp. häufig verkürzt zu dr, ’r JE1-Kä La Mo, WE-Oster, vereinz. QUE n BA, verstr. nthür.; einige Orte im sw Elbostf. gebrauchen beim Art. m. Nom. de, dei, beim Art. f. Dat. dagegen der; m., f., n. Pl.: im Nom. Verteilung der Formen weitgehend wie beim best. Art. f. Nom. Sg.; darüber hinaus: dia ZE-Mü; im gesamten nd. und anhalt. Gebiet sind Dat. und Akk. auf der Grundlage des Akk. (wie Nom. bei Vorherrschen der unbetonten Form [d]) zusammengefallen; im Nthür. wie auch verstr. im sw Elbostf. entspricht die Form des Dat. formal der Form des best. Art. m. Akk. Sg. (den/dän); Demonstrativpron./Relativpron.: die Formen entsprechen weitgehend denen der betonten Varianten des Art.; m. Nom. Sg.: über die beim best. Art. angegebene Verbr. hinaus belegt: [dai] Dialekt-Ma 3 (vereinz. nö CA); der/där vereinz. GA, verstr. STE n WO, vereinz. HA; im Anhalt. dominiert [dr]; m. Dat./Akk. Sg.: über die beim best. Art. angegebene Verbr. hinaus belegt: in subst. Funktion: dene verstr. w elbostf.; däne, dëne verstr. sw elbostf.; f. Nom. Sg.: vgl. die betonten Formen des best. Art.; die unbetonte Form des Art. [d] wird im Mbrdb. und Anhalt. durch i-Formen ersetzt: die, [d] verstr. mbrdb., allg. anhalt.; [d] verstr. mbrdb.; f. Dat./Akk.: Akk. wie Nom.; zu den Dativformen sowie zum Zusammenfall von Dat. und Akk. in der Form des Akk. vgl. best. Art.; m., f., n. Pl.: Verteilung der Formen weitgehend wie beim Demonstrativpron. f. Nom. Sg.; zu den Dativformen sowie zum Zusammenfall von Dat. und Akk. in der Form des Akk. vgl. best. Art.
donnern Vb. das Ertönen des Donnergeräuschs, auch ‘krachen, dumpf dröhnen’ verstr. – s dunnderd DE-Or; et is noch wiet henn wur’t dönndert WO-Gu; Rda.: se kukke jen himmel w de jense, went dendert Mda-Weg 93; dick ward et noch ml vor’n rse döndern! ‘dir wird es noch einmal schlecht ergehen’ HA-Oh; Bauernregel: Wenn dunnert äöwer kaol’ Bäm, gewt vöäl Awt. Bewohner-Altm 1,320; Went obber de kahlen Böme dönnert, denn geröt dat Jungveih nich. Chr-Em 428.
Lautf., Gram.: donnert 3. Sg. Präs. DE-Ka Vo; [dorn] ZE-Roß; dondern OSCH-NWe, Wb-Holzl 77 (WA-KlWa); dönnert 3. Sg. Präs. Chr-Em 428; döndern Inf., dön(n)d(e)rt 3. Sg. Präs. verstr. w elbostf., WO-Gu, WA-Un; dennern QUE-Di; den(n)dern Inf., dendert 3. Sg. Präs. vereinz. sw elbostf.; [dndrt] 3. Sg. Präs. WA-See; dunnern Inf., dunnert, -d 3. Sg. Präs. verstr. Altm., WA-Dom, Wb-We* 208, QUE-GrSchie, DE-Or; dunnerte 3. Sg. Prät. Heimatkalender-Börde 1925,64 (CA-Sa); [dun] SA-Rist; [dunrn] ZE-Kö; [durt] 3. Sg. Präs. Mda-Ze (verstr. ZE); [turn] Wb-Be; dundert 3. Sg. Präs. CA-Salz; dunderde 3. Sg. Prät. Heimatkalender-Ma 1932,46 (JE2-Vie).
drwer Adv. 1. 2: vereinz. nbrdb., Heimatkalender-Je 1927,120 (JE2-Vie), verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. – a. ‘über dieser Stelle, diesem Ort, oberhalb’ – hei wohnt drebbere BLA-Ha; das Bredd ld drewwor DE-Ca. – b. ‘über diese Stelle, diesen Ort’ – ... un denn Dreck drebber ... Heimatkalender-Börde 1925,63 (CA-Sa); Zuss.: Das Brät schunkelte je an Heppchen, wemmer drewwer loff ... Wäschke 41919,74; Rda.: de Hant dr’wer heln ‘behüten’ HA-Oh. – 2. dass. wie  drwen, 2: ZE-Roß, 4: CA-Sa, vereinz. DE – ich schde rewwor un dor schdd drewwor DE-Or. – 3. ‘über ein bestimmtes Maß hinaus’ – ’t geit nist dr’wer 3: HA-Oh. – 4. ‘über diese Sache/Angelegenheit’ 1: Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die), 2: vereinz. nbrdb., Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie), verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. – Heinrich was daröwer glücklich ... Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die); hei hat keine Macht drewwer Sprw-Börde; ... nich der enzigste, der sich drar upregen däede ... Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie).  drunder.
Lautf.: dröwer Heimatkalender-Je 1927,120 (JE2-Vie); dräöw(e)r Wb-Altm 41, Bewohner-Altm 1,316; dr’wer HA-Oh; drower Wb-Holzl 73; drober HA-Bee; drar Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie); dröwwer Id-Eilsa 58; dröbber(e) OSCH-Di; dreww(e)r, [drew()r] verstr. ZE mittleres/s elbostf., vereinz. omd.; [drewr] vereinz. DE; drewere Wb-Nharz 46; trewr, [trewr] Mda-Sti 41, Wb-Be; drebber Heimatkalender-Börde 1925,63 (CA-Sa); drebbere BLA-Ha; driwwer Krause 1964,72; dribber CA-Sa; dar(ä)öwer Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die), Wb-Altm 32, Francke 1904,56; drewwer Wb-Nharz 37; drebber Wb-We* 205; daoroww’r Zauber-Ma 87 (HA-Alv); doräwer Heimatkalender-Je 1937,79 (JE2-Fi); -äuer a.a.O. 1923,99 (JE2-Fi); derewwer Heimatkalender-Börde 1925,62 (CA-Sa).
dunker Adj. dass. wie  dunkel, 2: verstr. ö ZE, 4: Mda-Fuhne 129 (DE-Or).
Lautf.: dunk(e)r, [duk()r] verstr. ö ZE; [dugr] Mda-Fuhne 129 (DE-Or). – Etym.: zu mnd. dunker ‘dunkel’, das in vielen nd. Dialekten von  dster verdrängt wurde, sich aber im ndfrk. Rheinland und in den Niederlanden erhalten hat, von wo aus es mit den Siedlern in das Gebiet ö der Elbe gelangte, vgl. Teuchert 21972,378 f.
dster Adj. 1. ‘dunkel, finster, ohne Licht’ 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm. JE2 JE1, verstr. ZE, 3: verbr. elbostf. (außer sö, dort verstr.), 4: BA-Ha, verstr. w/mittleres anhalt. – dster wder Wb-Nharz 42; jistorn wret hellisch dstor QUE-Hau; es word schonn langsam dsdor BE-Al; Klocke fünwe is et doch all düster HA-Bo; bai Naimoand is bt’n ümma dsta JE2-Scho; ... da roffe laute in’n dustern, schtarnlosen Nachthimmel nuff ... Wäschke 61920,127; ... un störme in dän düstern Flur rin ... Heimatkalender-Je 1923,99 (JE2-Fi); subst.: dai Iu (Eule) röppt in Dstan SA-Dä; wei sitten in’n Dustern CA-Fö; Rda.: So düster ass in’n Sack Wb-Altm 44; subst.: Irren is menschlich, see de Buur to sien Fru, as he in ’n Düstern de Grootdeern küßt harr. Berufe-Altm 251; Sprw.: subst.: in Düstern is jut schnüstern (schmusen, küssen) GA-Bo; In Dustern is god plustern. ‘... kann man unerlaubte Dinge tun.’ Bewohner-Altm 1,329; in distern sind alle Katten grau Sprw-Börde.  dunkel dunker dsterig finster klenrwennacht pechkohlmohrrabenfinster pechrabenschwarz peckswart stickendster stickennacht stick(en)rwendster stockdunkel stockedunker stock(e)dster stock(e)finster stockenacht stockerabenschwarz stockerwendster stock(e)rwennacht zappenduster. – 2. ‘trübe, unrein’, vom Wasser,  glmiget hat e ränt, dat Water is duster 3: OSCH-KlQue. – 3. ‘finster, unfreundlich’, vom Aussehen,  brummig, 1/2/3: verstr. nd. (außer s, dort vereinz.), 4: DE-Or – der seht oaver diester ut JE1-Pre; subst.: nen Düstern maoken STE-Gra.
Lautf., Gram.: düster (nwaltm., n/mittlere Altm. n JE2: [dst]; s Altm. s JE2: [dst]) verbr. nwaltm. nbrdb. n mbrdb. n/w elbostf.; [dsd] SA-Rist; diest(e)r, [dst()r] verbr. mittleres/s JE1, verstr. ZE, OSCH-He, verstr. sw/ö elbostf. (außer n CA, dort nur Mda-Ro); [dst] SA-Al; [dstr] QUE-Hau; duster, [dstr] (nwaltm.: [dst]; anhalt.: [dsdr]) SA-Bee Zie, GA-Rö, JE2-De, vereinz. sö JE2, JE1-Zie, vereinz. mittleres/ö ZE mittleres/ö HA ö OSCH, verstr. ö elbostf. (außer s WO), BA-Ha, verstr. w/mittleres anhalt., DE-Or; Dustern subst. Dat. Sg. vereinz. Altm. (nur in Sprw.), Spr-Asch 42, Wäschke 61920,127; [tstr] Wb-Be.