Heinotterblme f. PflN 1. ‘Hirtentäschel’,  Taschenkrt, 2: Wb-Altm 80, STE-Ho Wa. – 2. ‘Wiesenschaumkraut’,  Wischenschmkrt, 2: Wb-Altm 74, SA-Kö, GA-Fau. – 3. ‘Storchschnabel’ 2: SA-Rie. – 4. ‘Buschwindröschen’ 2: Wb-Altm 74.
Lautf., Gram.: Heinotterblm Wb-Altm 80, STE-Wa; -blomen Pl. STE-Ho; Hannotterblm Wb-Altm 74, GA-Fau; -blume SA-Kö; Hanodder- SA-Rie.
Henksel m. 1. dass. wie  Henk 1., 2: SA-Sa, GA-Fau, STE-Wa. – 2. dass. wie  Henk 2., 2: vereinz. Altm.
Lautf.: Henksel Wb-Altm 80; sonst [heksl].
Hundetrog m. ‘Fressnapf für den Hund’ 1: SA-Ku, 2: SA-Chei Kal Vie, GA-Fau.
Lautf.: [huntro].
Klump(en) m. 1a. ‘gekochter Kloß aus Kartoffeln oder Mehl’ 1: SA-Han Ho, 2: Wb-Altm 106, OST-Sto, GA-KloNeu, WO-Me Sa, verbr. mbrdb., 3: verbr. elbostf., 4: verbr. anhalt. – Der K. wurde roh auf die zu garenden Speisen gelegt und dann mit diesen in der  Grde gekocht. Speisen-Börde 386. K. wurde zu allen Gerichten gegessen. Es gab kaum eine Mahlzeit, bei der er fehlte, ob heiß oder kalt gegessen, zur Suppe, zum Braten, zum Frühstück oder zur Vesper. Ein verbr. Sonntagsgericht war selbst gemachter Sauerkohl, der mit Schaf- oder Schweinefleisch gekocht wurde, und K. Außerordentlich beliebt, vor allem in der Zeit von Oktober bis zur Fastnacht, waren mit anderen Zutaten verfeinerte Gerichte aus Mohrrüben und K. Kost-Ma 70f. – Suern Klump WO-Me Sa; Klump un Speck HA-Oh; Ries un kleine Klümpe OSCH-Schw; Swarten Klump Wb-Holzl 192 (HA-Eil); Klump un Plumen JE1-Ziep; Klump un Bratchen HA-Uep; Rda.: Kool un Klump füllt den Buren den Rump. Wb-Holzl 121. Reim:Hoch in de Danne!
Beier
(Bier) in de Kanne!
Klump op’n Disch,
de smecket frisch.
HA-Oh.
Tanzreim:balle wille düt nich,
balle wille dat nich,
balle wille Klump und Beern nich.
Id-Eilsa 50.
Hofklump Kartuffelklte Kartuffelklump Klt Klunz Klt(en) Mehlkloß Mlklump Mlklunz Tüffelklt Tüffelklump Tüffelklt. – 1b. ‘Topfkuchen’,  Pottkken, 3: verstr. w elbostf., CA-Fö. – 1c. ‘Köder zum Angeln’ 2: Mda-Ze (verstr. ZE). – 2. ‘meist feuchte, zähe zusammengeballte Masse, Brocken’, bes. von Erde, 3: verstr. mittleres/s elbostf., 4: vereinz. omd. – an Klump’m Lm. Wb-Ak 91; roggen in klump un weiten in sump Roggen wird auf einen Acker gesät, der K. bildet, Weizen wird auf einem nassen Feld ausgebracht, Wb-Nharz 100; Klümpchen Dim. FlN, von harter fester Erde, Burghardt 1967,77 (WA-Ba Ste). – 3a. ‘Haufen, aufgehäufte Menge, hügelartig Angehäuftes’ 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm., vereinz. JE2 JE1, ZE-Roß, 3: WO-He, vereinz. mittleres/s elbostf., 4: Wb-Ak 91, Wb-Be – op einen Klumpen stahen ‘zusammengedrängt stehen’ CA-Fö; Rda.: et is alles in’n klump ‘efollen (zusammengefallen) Id-Queb 4; In’ Klump lig’n ‘in einer Schlägerei sein, in Streit liegen’ Wb-Altm* 60; alles in’n Klump sln ‘etw. völlig entzwei schlagen’ HA-Oh; dr hat sein Rd in Klump jefr’n Wb-Ak 91; äre Mudda is än oll Klump ‘ihre Mutter ist sehr dick’ JE2-Scho; n’ Klumpen Unglücke ‘ein großer, ungeschickter Mensch’ HA-Oh; sit te nich da wie son Klumpen Unglücke! HA-Bee; In n’n Klumpen tosammenschten ‘vor Schreck zusammenfahren’ Wb-Altm 106. – 3b. ‘geschichteter großer Holzhaufen’,  Holtdme(n), 1: SA-Zie, 2: OST-KlBeu Poll Wah. – 3c. ‘Heuhaufen’,  Heuhocke(n), 2: SA-Win, OST-Bi, GA-Fau. – 3d. ‘großer, ungeordneter Strohhaufen’,  Strdme(n), 2: OST-KlBeu. – 3e. ‘Misthaufen’, auf dem Feld, 2: OST-Bi. – 3f. ‘Rübenhaufen’ 1: SA-Rist. – 3g. ‘Maulwurfshügel’,  Mollbarg, 2: OST-Bi Schö. – 4. ‘harte Geschwulst’ 3: Wb-Nharz 100. – 5. ‘Anzahl, Menge’, bes. ‘Schar, größere Anzahl von Personen’,  Korpssei hat en Klump Kinner ‘sie hat viele Kinder’ 3: Wb-We 68.
Lautf., Gram.: Klump(en), Klump(e)n; außerdem: Klump’m Wb-Ak 91, [klumpm] SA-Zie, Mda-nwJe1a 44 (JE2-HSe, verbr. nw JE1), Wb-Be; [klump] JE2-Scho; [klumbm] SA-Rist; [glumb] Mda-Fuhne 17 (DE-Ca); [klumb] CA-Ak; [glumb] verbr. anhalt.; Klümp, [klümp] Pl.(?) SA-Ha KloNeu, GA-Fau; [klümp] Pl. OST-Bi; Klümpe Pl.(?) JE2-GrWud; Klümpe Pl. WO-Dru; Klümpk’n Dim. Wb-Altm. 106f.; Klimpe Pl. WO-Me; Klimpen Pl. BLA-Tr; [glimb] Pl. Mda-Fuhne* § 283 (BE-Le Pei, KÖ-Il, verstr. DE); [klimpr] Pl. DE-Els; [glimbr] Pl. verstr. anhalt. Zuss.: zu 1a.: Hwe-, Hof-, Kartuffel-, Ml-; zu 1b.: Hwe-, Ktel-; zu 2.: s-; zu 3b.: Holt-; zu 3c.: Heu-, Lde-; zu 3e.: Mess-; zu 3g.: Moll-, Mollworms-, Mollworps-, Mlworms-, Mlworps-.
Kkenbrd n. ‘Regal in der Küche zum Abstellen von Geschirr’,  Tellerbrd, 1: SA-Roh, 2: GA-Fau, 3: HA-Oh.
Lautf.: Kökenbört GA-Fau; Küch’nbörd SA-Roh; Küchenbert HA-Oh.
Kpdinger Pl. ‘Geld’,  Zaster, 2: GA-Fau.
Lautf.: Käupdinger.
Kräuel m. 1. ‘Gerät mit 5 eisernen Spitzen zum Ziehen von Linien auf Lehmwänden’, dient zum besseren Halt des Putzes, 3: Wb-Holzl 126 (HA-Oh). – 2. ‘Gerät mit rechtwinklig zum Stiel angesetztem, zwei- bis vierzinkigem Haken zum Lösen, Abladen oder Verteilen von Mist’ 2: GA-Fau. – 3. ‘drei- oder vierzinkige Hacke zum Roden von Kartoffeln’ 2: vereinz. w Altm., 3: HA-NHa. – 4. ‘Gestell an der Sense zum Mähen von Gerste und Hafer’,  Hwertog, z.T. auch für die gesamte Sense mit dem Gestell,  Seiße, 1: SA-Dä Hen, 2: verstr. mittlere Altm., verbr. ö Altm. JE2, JE1-Bu Scha. – 5. ‘kleines  Kind’, Kosename, 2: Spr-Altm 13.
Lautf.: Kräuel, Kreuel SA-Dä, verstr. nö OST, STE-Ba Sto, verstr. mittleres/s JE2; Kräul, Kreul, [kroil] vereinz. n OST, STE-Arn Bin Sta, verstr. JE2; Krauel SA-Al, vereinz. OST, GA-See, STE-Schi, JE2-Wa, JE1-Bu; Kraul Spr-Altm 13, verstr. mittlere/sw Altm., Wb-Holzl 126 (HA-Oh), HA-NHa; Graul OST-Ko; Kraua SA-Hen; Krael JE1-Scha; Kreujel OST-Ca; Kröijel OST-Ho; Krö-i-el WO-Ri; Kröel JE2-Re; [krl] STE-Sa; Krö(h)l OST-Thie, STE-Grä, JE2-Mü; Kröwwel, Kröbbel verstr. sö STE; Kröäbbel STE-Gro; Kribbel STE-Grie; Krabbbel WO-Be. – Etym.: zu mnd. krouwel, krwel, krau(e)l ‘dreizinkige Gabel mit Widerhaken’, vgl. HWb-Mnd 2,684, brdb. Belege weisen auf das Ndl., mndl. crouwel, craeuwel, ausf. vgl. Teuchert 21972,177f.; (5.) auch mit Bezug auf die Bed. des Verbs  kraulen ‘kriechen, krabbeln’, vgl. DWB 5,2084.
Kreienschüchter m. 1. ‘Vogelscheuche’,  Schüchter, 2: GA-Fau, WO-Fa Zie, vereinz. s JE1, ZE-Dor, 3: vereinz. w JE1, CA-El. – 2. ‘unordentliche, liederliche Frau’,  Slampe, 2: SA-Ra.
Lautf.: Kreienschüchter WO-Fa; Krahen- ZE-Dor; Krajen- WO-Zie; Krä(he)n- SA-Ra, GA-Fau; -schichter vereinz. w/s JE1; Kräjen- CA-El.
ktebten Vb. ‘kleine, meist heimliche Tauschgeschäfte machen’, bes. von Kindern,  tschen, 2: Wb-Altm 121, SA-Kal Vie, vereinz. nö OST, GA-Fau, 3: HA-Oh, vereinz. w OSCH, Wb-We 65 und 78.
Lautf.: ktbt’n, [ktbtn]Wb-Altm121, SA-Kal Vie, OST-Dü Ga Krum, GA-Fau; [k-] OST-Har; küttebüten Wb-We 78; Nbff.: ktjebtjen vereinz. OSCH; -btchen HA-Oh; kitschebtchen, -biten Wb-We 65.
Lnkp m. ‘Trunk, mit dem man einen Handel beschließt’,  Wnkp, 2: GA-Fau.
Lautf.: Lienkaup.