Heilechrist m. 1. ‘Gabenbringer zu Weihnachten’,  Wnachtsmann, vgl. Hilliger Christ 1., 2: verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: verbr. anhalt. – Rda.: wrt’n wi’s Kind uffen Hlekrist ‘sehr erwartungsvoll sein’ Wb-Ak 68; Reim:lwor jdor Hlegrisd
dor de gln’n Ginnor frisd
DE-Ca;
1. 2. 3. 4.
Mutter stickte Lampe an,
De Heele Krist iß hier
. Brauch-Ma 346 (HA-Um).
– Brauch: Den Kindern wird erzählt, dass der H. aus einem der ihnen bekannten Nachbarorte stamme. Vk-Anhaltb 23 (BE-Fr). Bis um die Wende vom 19. zum 20. Jh. war der Bernburger Hlechrist bekannt, der in einem mit Spielzeug, Äpfeln, Nüssen und Süßigkeiten beladenen vierspännigen Leiterwagen umherfuhr. Wirth 1928,102, Vk-Anhalta 199. Der H. kann auch der Bringer des Weihnachtsbaums sein. Vk-Anhaltb 21 (BE-La, DE-Ra Re). – 2. ‘Gaben, Geschenke zu Weihnachten’, vgl. Hilliger Christ 2., 3: Wb-Holzl 82, Mda-Ohre 354f. (STE-Bo, vereinz. n elbostf.), Brauch-Ma 247 – Brauch: Der H. bestand häufig aus Honigkuchen, Äpfeln und Semmeln und wurde den Kindern von den Paten geschenkt (GA-Fle). Obstbäume bekamen ein Strohseil umgebunden, dafür sollten sie im folgenden Jahr reiche Ernte tragen (STE-Bo, vereinz. n elbostf.). Auch das Vieh erhielt seinen H., dabei wurde gesprochen:Ik bringe jüch’n hle krist,
Dat j söllt sin muntr un frisch
Un lange lbm
Un dick un fätt wrn.
Mda-Ohre 345f. (GA-Rä).
Lautf.: Hlekrist; außerdem: [hlgrisd] DE-Ca; Ele Krist Wb-Holzl 82.
Herrgottshnken n. dass. wie  Herrgottsdrken, 2: CALV-Uth, 3: GA-Fle, WO-Gu, HA-Eil Sü – Kinderreim:Harrgottsheunecken
flüg ob et Speunecken
(Span)
segg tau dien Vader un Mudder
morgen sollt gut Weder wern.
HA-Sü.
Lautf.: HerrgottsheuneckenCALV-Uth; -heunicken GA-Fle; Harrgottsheunecken HA-Eil Sü; -heinecken WO-Gu.
Hexe f. 1. ‘Frau, die dem Volksgl. nach über Zauberkünste (und Verbindungen zu dämonischen Wesen) verfügt und mit diesen schädigend auf Menschen, Tiere oder Gegenstände einwirkt’, häufig auch Schimpfwort und Schreckgestalt für Kinder,  Spkeding, 1: verstr. nwaltm., 2: verstr. Altm., JE2-GrWu Ki, 3: verstr. elbostf., 4: verstr. omd. – toif man, de le Hexe kummet WE-Strö; Kinderreim:3 mal 3 ist 9
Mädchen um die Scheune,
Mädchen um den Ring,
Alte Hexe spring
. Lieder-Ma Nr. 623 (WO-Ol);
Morjen froih um sechse kimmete olle Hexe,
Morjen froih um sieben jait se noa de Riebm,
Morjen froih um achte jait se noa de Pachte,
Morjen froih um neune jait se noa de Scheune,
Morjen froih um zehne jait se noa de Schwaene,
Morjen froih um elve jait se int Jewelve,
Morjen froih um zwölve schpringet se in de Elve
. Lieder-Ma
Nr. 1055 (WA-Eg).
– Volksgl.: In der Walpurgisnacht reiten die H. auf Besenstielen oder Ziegenböcken zum Blocksberg. BrauchwAltm 55. Hexen trecken no n Blocksberg (STE-Schi). Dass. tun sie in der Michaelisnacht (Nacht zum 29. September). Abergl-Ma 248 (GA-Mie). H. schlagen Menschen, so dass diese sich nicht mehr oder nur unter Schmerzen bewegen können. Die Kühe schädigen sie, so dass diese rote Milch geben. Genauso können sie ihnen die Milch auch völlig entziehen oder verhindern, dass sich die Milch zu Butter verarbeiten lässt. Vk-Anhalta 124 und 211. Sie nehmen gern versch. Gestalt an, bes. die eines dreibeinigen Hasen, eines großen Frosches (Vk-Anhalta 124f.) oder nachts die einer Katze. BrauchwAltm 55f., Abergl-Ma 242 (HA-Sü). Ein Sonntagskind kann H. erkennen. Abergl-Ma 242 (WO-Ol). Trägt man beim Kirchgang zu Neujahr einen Radnagel in der Tasche, dann kann man H. daran erkennen, dass sie das Gesicht auf dem Rücken tragen. Brauch-Ma 255. Auch wenn man beim Kirchgang nach dem 1. Mai ein Gründonnerstagsei mit sich führt, kann man H. erkennen. Abergl-Ma 242 (GA-Mie). Ein in der Johannisnacht auf die Türschwelle genageltes Hufeisen bringt H. zu Fall (Vk-Anhalta 124), ebenso kreuzweise auf dem Weg liegende Strohhalme, ein quer vor der Tür liegender alter Schuh oder ein Besen. Abergl-Ma 242 (WO-Ol). Legt man sich am 1. Mai an einem Kreuzweg unter eine Egge, dann kann man die H. reiten sehen (GA-Ack). Um sich vor H. zu schützen, zieht man einen Strumpf verkehrt an oder geht nicht ungewaschen aus dem Haus (WO-Ir), in das Mieder sollte man Salz, Kreuzkümmel und Brot geben (WO-HWa). Schutz vor H. erzielt man auch durch dreimaliges Ausspucken. Abergl-Ma 242 (HA-Sü). Ebenso durch ein Gründonnerstagsei. Abergl-Ma 243 (STE-Bo). Flachs- und Kornfelder werden geschützt, indem man die Distelbüsche stehen lässt. Abergl-Ma 234 (WO-HWa). Um den Hexenzauber von der Butter zu nehmen, muss man einen Topf Milch in den Backofen schütten, man hört dann auch ein Schreien. Vk-Anhalta 124. Das Butterfass muss vor H. sorgsam verwahrt werden, in die Milch soll etw. Salz gestreut werden. Abergl-Ma 234 (GA-Fle). Das Vieh kann geschützt werden, indem man aus der Schwelle des Stalls einen Span herausschneidet (WO-Ir) oder an bestimmten Stellen Kreuzdorn anbringt (HA-Sü). Abergl-Ma 242, Wb-Altm 167. Sagt man zur H. Kumm, ick will dick miene Kauh moal wiesen, so ist die Kuh geschützt. Abergl-Ma 242 (HA-Sü). Das Kalb wird mit Salz und Dill bestreut. Abergl-Ma 234 (GA-Mie). Spruch gegen H.:Die Hexe kann hexen,
Ich führ dich an den Swanz,
Du sollst nu stoahn
Un’ nich mehr goahn,
Dat Hex’n nich mehr drieb’m
Dat schall ‘er nu verblieb’m
. Zauber-Ma 88 (GA-Mie).
–2. ‘Wassergeist als Schreckgestalt für Kinder’,  Nicker, 4: Vk-Anhaltb 46 (BE-Pob). – 3. Bezeichnung für kleinere Schmetterlingsarten, bes. auch für die Motte,  Smetterling, 2: Wb-Altm 79. – 4. in der Verbdg.: blinn’ HecksTiN ‘Eintagsfliege’ 2: Wb-Altm 20. – 5. in der Verbdg.: Häxe, wo wist’n henn ein Spiel der Kinder, 2: JE2-Schm. – 6. ‘schwacher Wirbelwind’ 4: Vk-Anhalta 124 (KÖ-KlPa).
Lautf., Gram.: Hekse, Hexe STE-Je, verstr. elbostf. omd.; Häxe JE2-Schm; Hexen Pl. STE-Schi, JE2-GrWu Ki; Hex verstr. nwaltm., GA-Schw, Hecks Wb-Altm 79; Heckze WE-Be; Nbf.: Hetsche CA-Fö. Zus.: zu 1.: Korn-.
Holthger m. TiN ‘Eichelhäher’,  Hger, 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. w Altm., 3: GA-Fle.
Lautf.: Holthäger SA-Bar Dam Mel, verstr. sw Altm.; [holthg] SA-Ev, GA-Ku; Holthäker verstr. ö SA; [holthk] SA-Ku Sal; Holtäke GA-Kö; -häjer SA-Ban Max NFe; [holth- j] vereinz. nö SA; Holthäher SA-Ta, GA-Lo; [holth] SA-Pü; Holtheger SA-Kö; -heker SA-Sal; Hoolthäger SA-Die; Hot- SA-Hen Ro Ty; [hthj] SA-Ah; [-häig] SA-GrGe; [-haij] SA-Wü; Hoothäjet SA-Dan; Hotheger GA-Fle.
jumfern Vb. dass. wie  Jumfer 3., 3: GA-Fle, OSCH-Huy.
Lautf.: jumfern GA-Fle; jungfern OSCH-Huy.
kikerik Ruf des Hahnes, 2: Wb-Altm 77 und 267, Bewohner-Altm 2,90, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Be – Kinderreim:Kükerükü,
kaok mi mit Br,
kaok mi mit Päper,
schmeckt mi noch bäter.
Wb-Altm 267;
Kuckerückü,
Zucker iss dr!
jao! jao! jao!
Wb-Altm 77;
Kikerikiki!
Is ja noch sau früh!
Pittchen
(das Huhn) is dot,
slachte mick ook.
Hbl-Ohre 1934 Nr.3/ohne Verf. (GA-Fle).
Lautf.: kik(k)erik; außerdem: kük(k)erük Wb-Altm 77 und 267, Bewohner-Altm 2,90, HA-Oh, Id-Eilsa 66.
koppheister Adv. 1. ‘kopfüber’ 2: SA-Rie, STE-Wa, 3: Id-Queb 5 – koppheister stn ‘auf dem Kopf stehen’ a.a.O. 5; koppheister goahn ‘entzweigehen’ SA-Rie; koppheister gaan ‘Bankrott machen’ STE-Wa. – 2. in der Verbdg.: koppheister schten/gn dass. wie  koppgkeln 1., 1: verstr. nwaltm., 2: Wb-Altm 113, verstr. n/w Altm., 3: GA-Fle.
Lautf.: koppheister verstr. nwaltm., vereinz. Altm., GA-Fle, JE2-Wa, Id-Queb 5; [kophaist] SA-Ah; [-histe] SA-Dre Hö Red; [-haista] SA-Dä; [-haist] SA-Sa; koppaister SA-Ban; -hster SA-Ber Bis; -heester OST-Des Hö; -hester OST-Kru Thi; kop(p)häster OST-Bö Möl Po; kopäster OST-Deu; kapeister SA-Han; kabeister SA-Le.
Kranzrden n. Wettspiel, bei dem ein Reiter in vollem Galopp mit einem Stab herabhängende Kränze aufnehmen muss, 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. Altm., ADVk Kt. 28 (vereinz. JE2), 3: Brauch-wAltm 87 (verstr. s GA), vereinz. sw elbostf. – Brauch: Nach Möglichkeit sollen die beiden an einem Tor hängenden Kränze mit einem Stoß auf den Stab gebracht werden. Zwei Ritte werden durchgeführt, Sieger wird der Reiter, der die meisten Kränze herabstößt. Brauch-wAltm 84 (GA-Jer). Das K. findet häufig zu Pfingsten statt. BrauchwAltm 84 (verstr. Altm.), Pröhle 1858 (OSCH-Be Wu). Andere Termine sind der Sonntag vor Pfingsten (Brauch-wAltm 87, SA-Han), Himmelfahrt (a.a.O. 84, GA-Clü), nach Pfingsten (Bewohner-Altm 2,233) oder die Zeit der Roggenmahd (Brauch-wAltm 84, GA-Fle).
Lautf.: Kranzriden; außerdem: Kränzchenreiten vereinz. nwaltm. Altm.
Krz n. 1. ‘Zeichen aus zwei sich rechtwinklig schneidenden Linien’ verstr. – wer snen Nmen nich schrm’n konne, moste drei Krze mken HA-Oh; Rda.: öbber Kriez gehn ‘betrunken sein’,  dn, WO-He. – Volksgl.: wenn dick de Nase blött, moste twei Strohhalmer owerkrütz lejj’n, un denne letzte de Drupp’n jenau op’t Krütz fall’n – denn hört’t op HA-Bee. Flachs soll über Kreuz gesät werden. Bauernwelt-Ze. – 2. ‘kreuzförmiger Gegenstand’ vereinz. – Brauch: Um das Betreten eines Grundstücks oder Feldes zu untersagen, wurde ein Kreuz davor aufgestellt. Vk-Anhaltb 11 (KÖ-Die Dro, DE-Ra). – 3. ‘christliches Symbol in Kreuzform’, sowohl als Zeichen als auch als Gegenstand, verstr. – Rda.: alle kreiz Ausruf des Unwillens oder der Verwunderung, Wb-Nharz 106; To Krüze kriech’n. ‘demütig nachgeben’ Spr-Altm 79; for den musste drei Krize maken ‘vor ihm musst du dich in Acht nehmen’ Sprw-Börde; Sprw.: wr dat Krüze hat, dei segent sek ‘wer über entsprechende Möglichkeiten verfügt, denkt zuerst an sich’ Wb-We 76. – Volksgl.: ‘s machen mannije inne Nacht z’n rscht’n Mai drei Kreize ne Stalltr’n. Wb-Ak 97; de Mutter makt 3 Krütze op’n Deij (Teig) HA-Bee. Bevor der Kutscher absteigt, muss er mit der Peitsche drei Kreuze machen. Zauber-Ma 96 (GA-Fle). – 4. ‘Leid, Ungemach’ 2: Wb-Altm 119. – 5a. ‘unterer Teil des Rückens’, in Vergleichen auch Bezug auf die Schulterbreite, verbr. – ‘k hefft so in’t Krtz Wb-Altm 119; du krist von miche’n paar in’t Kreize ZE-Roß; Rda.: d hett en Krts w ne Schwnschtallsdre JE2-Scho; hat’n Kriez wie’n Packendräjer Sprw-Börde; er lät uffs Kreitze ‘er ist gestorben’ DE-Bo; er ist ewwersch Kreize dumm ‘er ist dumm, einfältig’ Spr-Anhalt 165. – 5b. ‘hinterer Teil des Pferderückens’ 3: BA-Ra. – 6. ‘höchste Spielkartenfarbe im französischen Blatt’ vereinz.
Lautf.: Kr(t)z, [krts] vereinz. Altm., Siedler-Je § 104 (JE2 n JE1), JE2-Gü Scho, Wb-Holzl 128, HA-Bee Oh; Kr(t) ze, [krts] verstr. w elbostf.; Kriez WO-He, Sprw-Börde; Kr(t)-ze, [krts] Siedler-Je § 104 (mittleres/s JE1), verstr. ZE s elbostf.; kritze Mda-Sti 37; Kreuz JE2-Nka, HA-Oh; kreiz Wb-Nharz 106; Krei(t)ze, [kraits] ZE-Roß Stre, CA-KlRo, verstr. anhalt.; [graids] Mda-Fuhne 85 (verstr. BE KÖ DE); Kraaze Spr-Asch 17.
Kuckuck m. 1. TiN wie Standardspr., verbr. – in’n Holderbusch reip’n Kuckuk HA-Oh; Rda.: trecke man de Hanschen ut, süss schit’r de Kuckk rin Bemerkung, wenn jmd. im Frühling noch warm angezogen ist, HA-Bee; der hert den Kuckuck ook nich wedder ropen ‘er stirbt bald’ WO-Sa; hai schall man laiwa schtill waesan denn Kuckuck röppt s’n aigng Nao’m iut Bemerkung, wenn jmd. bei anderen Dinge kritisiert, die bei ihm selbst zu finden sind, SA-Dä; in Flüchen (mit Bezug auf den Teufel): dek sal de Kukkuk halen! Wb-We 76; hls der Kuckk CA-Ak; Rätsel: Wannaier röppt de Kuuk, vor Pingest’n od’r noa Pingest’n? – Hei röppt bloos Kuuk! Lieder-Ma Nr. 488 (WO-Ol); Wiegenlied:Kuckuck, wo bist du?
In ‘n Brombeasselbusch,
doa sing ick, doa fleit ick,
doa hew ick mien’ Lust.
Matthies 1912,4 (SA-NFe).
Brauch, Volksgl.: drei Dg vör Maidag mütt dei Kuckuck raup’n, örer hei mütt süss bäst’n (bersten). SA-Han. Erst wenn der K. wieder zu hören ist, wird der (Schinken-)Speck angeschnitten. vereinz. elbostf. anhalt.: Kuckuck, Snitt de Buer en Speck up.Vk-Harz 3,62 (WE-Oster). Hört man ihn im Frühjahr zum ersten Male, soll man die Geldbörse schütteln oder das Geld umdrehen, damit man das ganze Jahr hindurch welches besitzt. verstr. Aus der Anzahl der Kuckucksrufe kann geschlossen werden, wie viele Jahre man noch lebt (verstr.): Kuckuck in’n Hewen, Wo lang wer’k noch lewen? Abergl-Altm 18; Kuckuck op’n Barj, Wennher leijet se mick in’t Sarj? Hbl-Ohre 1934 Nr. 3 (GA-Fle). Die jungen Mädchen erfahren so, wie lange sie noch bis zur Hochzeit warten müssen (verstr.): Kuckuck, op der Eiken, wie lange sak en mien Brutlaken noch bleiken?Vk-Harz 8,49; Kuckuk up den wimen, Wann ir sall ik frigen? Hochzeit-Altm 8. Stehen die ersten Getreidegarben auf dem Feld, darf der K. nicht mehr zu hören sein, anderenfalls ist u.a. eine Teuerung zu erwarten. GA-Rö, Vk-Anhalta 272 (ZE-Steu, BA-Fro): röppt de Kuckuck de Stiegn entlang, jiwt ne dühre Tied im Land GA-Ro. Der Kuckuck bringt die Ostereier. verstr. nwaltm. w Altm. Gegen Sommersprossen hilft das Abwaschen mit Wasser, wenn man, am Rand eines Gewässer stehend, den K. rufen hört. Vk-Anhalta 305. – 2. NeckN für Bewohner – a. von Breitenhagen, 3: CA-GrRo KlRo. – b. von Dornburg, 2: JE1-Prö. – c. von Späningen, 2: vereinz. s OST. – 3. ‘Schreckgestalt für Kinder, die angeblich im Getreidefeld sitzt’,  Roggenmme, 4: Mda-Fuhne* § 387 (KÖ-Wer) – 4. ‘Gerichtsvollzieher’, scherzh.,  Hausleerer, 1/2/3: ADVk Nr. 239f (vereinz. nd.). – 5. ‘Pudelmütze’ 2: Wb-Altm 120. – 6. ‘Gestell an der Sense zum Mähen von Gras’ 4: DE-Lau. – 7. ‘die durch ein Querholz hinter der Hinterachse verbundenen Enden der Deichselarme’ 1: SA-Dä. – 8. ‘zeitweilig zu sehender Nasenschleim’,  Rotz, 3: Wb-Holzl 129.
Lautf.: Ku(c)ku(c)k, [kukuk]; außerdem: Kuckk, [kukk] JE2-Scho, HA-Bee, Wb-Nharz 110, Wb-Ak 99, Wb-Be; [gugg] Mda-Fuhne* § 387 (KÖ-Wer); Kuuk Lieder-Ma Nr. 488 (WO-Ol).